Sasbach - Obersasbach

Der Tourismus in Obersasbach zieht wieder an

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 4 Minuten
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20. Mai 2022
Der Ortsteil Obersasbach ist für die Ferienregion Sasbachwalden der touristische Partner, da hier auch der überwiegende Teil der Leistungsanbieter mit über 200 Betten zu Hause ist.

Der Ortsteil Obersasbach ist für die Ferienregion Sasbachwalden der touristische Partner, da hier auch der überwiegende Teil der Leistungsanbieter mit über 200 Betten zu Hause ist. ©Roland Spether

Der Ortschaftsrat Obersasbach beschäftigte sich mit der Bilanz der Ferienregion Sasbachwalden. Hoffnung besteht, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt.

Dass die Zahlen im Ferienort Obersasbach wieder ansteigen, ist ein hoffungsvolles Zeichen für den Tourismus. Dies wurde bei der Sitzung des Ortschaftsrates spürbar, zu der Ortsvorsteher Rudi Retsch auch Bürgermeisterin Sonja Schuchter und Carina Klumpp, Leiterin der Tourist-Information, aus der Nachbargemeinde begrüßen konnte. Er bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit. Denn für die Ferienregion Sasbachwalden ist Obersasbach der touristische Partner, da hier seit Jahrzehnten auch der überwiegende Teil der Leistungsanbieter zu Hause ist.   

Sehr erfreulich bei der Bilanz 2021 war, dass die Übernachtungszahlen in der Ferienregion wie in den Jahren vor Corona auf über 100.000 Übernachtungen  anstiegen und ein Zuwachs von mehr als elf Prozent zum Vorjahr verzeichnet wurde. Die Ankünfte stiegen um sechs Prozent. Auch in Obersasbach gab es bei den Übernachtungen einen Anstieg von 14.495 auf 14.633, die Aufenthaltsdauer stieg von drei auf 3,6 Tage.

Über 1300 Betten

Nun hoffen alle, dass sich nach Corona die positive Entwicklung fortsetzt, die Zahlen bei den Gästen weiter ansteigen und der Trend anhält, sehr gerne Urlaub im Schwarzwald und in der Ferienregion Sasbachwalden zu machen. Hier stehen über 1300 Betten bei mehr als 120 Anbietern bereit, davon 213 Betten bei 18 Gastgebern in Sasbach-Obersasbach. 

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Bürgermeisterin Sonja Schuchter berichtete, dass die Beiträge der Ferienregion für die Nationalparkregion von 20.000 Euro im Jahr 2020 auf über 40.000 Euro im Jahr 2023 steigen. Gemäß der Vereinbarung trage Sasbachwalden 50 Prozent der Beiträge, Lauf und Sasbach jeweils 25 Prozent. Um diese zu finanzieren, müssten die Kosten der eigenen Tourist-Info auch in Bezug auf die Ferienregion entsprechend gesenkt werden. So fallen Aufgaben, die die Nationalparkregion erfülle, bei den Gemeinden weg. Neben der Senkung der  tatsächlichen Kosten für Werbung, Druck von Wanderkarten und anderes können auch die Kosten für Lizenzen und Mitgliedsbeiträge erheblich reduziert werden. Für die Ferienregion bedeute dies, dass für 2023 eine Neuberechnung der anteiligen Kosten für Lauf und Sasbach erstellt werde, die geringer als 2020 ausfalle. Eine nahezu  vollständige Kompensierung der Kosten für die Nationalparkregion werde erst mittelfristig möglich sein.

Während Sonja Schuchter die Gemeinden der Ferienregion im Aufsichtsrat der Nationalparkregion vertritt, ist Carina Klumpp Mitglied der Marketing-Kerngruppe. Damit habe man direkten Einfluss auf Projekte und Kosten, so Rudi Retsch. Wichtig war Manfred Scheurer, dass die Beiträge für die Nationalparkregion in den kommenden Jahren nicht noch weiter steigen. Auf Nachfrage von Rolf Hauser informierte Sonja Schuchter über das Thema „Erhebung von Kurtaxe für Geschäftsreisende“. Diese sei im Kommunalabgabengesetz geregelt und bestimme, dass Kurtaxe nur dann nicht erhoben werde, wenn Geschäftsreisende oder Montage-Arbeiter in dem Ort arbeiten, in dem sie auch untergebracht seien. Da zahlreiche Betriebe auf die Erhebung von Kurtaxe für Geschäftsreisende verzichten würden, stehe sie als Mitglied des Tourismus-Ausschusses des Gemeindetags mit Juristen in Kontakt, um hierzu die rechtlichen Möglichkeiten diesbezüglich auszuloten, so Schuchter.

Zum doppelten Geburtstag „45 Jahre Freundschaft und 20 Jahre Jumelage“ hatten die Freunde aus Marmoutier als Gastgeschenk die Nachbildung eines Sandstein-Reliefs von der Westfassade der historischen  Abteikirche von Marmoutier aus dem 12. Jahrhundert mitgebracht, dessen Motiv wohl aus der Zeit der Kelten stammt. Diese Nachbildung fand bei der Ortsverwaltung einen Ehrenplatz, und da der Zeitpunkt immer näher rückt, dass die Ortsverwaltung dem Neubau eines Kindergartens weicht, wird der Gedenkstein auf dem Marmoutier-Platz bei der Grindehalle aufgestellt. Wo und wie genau dies erfolgt, wird der Ortschaftsrat bei einer Ortsbegehung festlegen.

„Dank“ Corona konnten die Gemeinden Sasbach und Marmoutier 2021 ihre Jubiläen „50 Jahre Freundschaft und 25 Jahre Jumelage“ nicht feiern. Diese werden nun am 8. Oktober ihre „Hochzeit vun hiewe un diewe“ in Obersasbach nachfeiern, bis dahin wird der Gedenkstein am neuen Standort zu sehen sein. In Marmoutier werden die beiden Jubiläen dann am 19. November gefeiert.

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