Narrenkeller auf Vordermann gebracht

Die Denkfabrik der Wagshurster Narren ist wieder geöffnet

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Redaktion
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04. August 2021
Der Narrenkeller in Wagshurst ist wieder eröffnet, von links Ortsvorsteher Gerd Boschert, „El Presidente“ Markus Ell (Präsident Narrenverein Houmock), Oberbürgermeister Klaus Muttach, Alexander Meßmer, Claus Roth (Sparkasse Offenburg/Ortenau), Florian Nachtsheim (Familienbrauerei Bauhöfer).

Der Narrenkeller in Wagshurst ist wieder eröffnet, von links Ortsvorsteher Gerd Boschert, „El Presidente“ Markus Ell (Präsident Narrenverein Houmock), Oberbürgermeister Klaus Muttach, Alexander Meßmer, Claus Roth (Sparkasse Offenburg/Ortenau), Florian Nachtsheim (Familienbrauerei Bauhöfer). ©Reinhard Brunner

Der Wagshurster Narrenkeller war in einem desolaten Zustand. Die Narren legten Hand hat und erhielten finanzielle Unterstützung, so dass die Räumlichkeiten nun wieder in Schuss sind.

Ja was ist denn da los? Am Freitagabend hallten kräftig dreimal die Rufe „Narri“ und „Narro“, „Hou – mock“ und „Feuer – männel“ über den Vorplatz bei der Maiwaldhalle. „Heute ist ein verdammt wichtiger Tag, wir feiern die Wiedereröffnung unseres Narrenkellers“, betonte Narrenpräsident Markus Ell. Bekanntlich ist der Narrenkeller die Denkfabrik der Zunft, wo die Ideen der Reden, Sketche, Aufführungen und viel Schabernack entstehen.

Markus Ell gab eine Rückblende. „Wir schreiben den Monat April im Jahre drei vor Corona also 2017“. Da stellte „Oberstromer“ und Ehrenpräsident Franz Huber – der nur den neuen Verteilerkasten im Vorraum installieren wollte – fest, dass es da mehr zu tun gab. Nach Begehung mit einem städtischen Mitarbeiter schließlich ein niederschmetterndes Ergebnis: Gravierende Mängel, was den Brandschutz betraf, traten auf, die Nutzung des Narrenkellers wurde untersagt.

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Für den geforderten zweiten Rettungsweg und die Brandschutztür musste ein kompletter Bauantrag gestellt werden. Im August 2017 rückte der damalige Präsident Manfred Bähr mit dem Abrisstrupp an. Alles wurde ausgeräumt, die Wandvertäfelung abmontiert, Fenster für den Rettungsweg eingebaut und aufgepasst, dass die Sandsteinfassade des 1911 erbauten Schulgebäudes in ihrem Erscheinungsbild nicht verändert wurde, da ging es gleich zu Beginn der Baumaßnahme voll zur Sache, so Ell. Auch die vier vergitterten Außenfenster wurden getauscht, ein weiterer Arbeitsabschnitt war der Abbruch und Neuaufbau der Trennwand zum Magazin, um den Sitzungsraum zu vergrößern. Die Kampagne 2020 wurde im Schulungsraum der Feuerwehr durchgeführt, doch man musste feststellen, dass es nicht dasselbe war.

Kaum ist jetzt der Narrenkeller fertig, ist schon die Kampagne 2022 im Fokus, denn da feiert der Narrenverein sein 55-jähriges Bestehen. Für Sonntag, 30. Januar, ist ein Jubiläumsumzug geplant. Dazu wird die Hilfe der örtlichen Vereinsgemeinschaft benötigt. Für überdurchschnittliche Dienste beim Narrenkellerbau wurden Manfred Bähr, David Berger, Fabian Berger, Thorsten Ell, Franz Huber, Elmar und Jörg Jogerst, Hans Sermersheim, Marven Eckstein und Matthias Heinzelmann mit einer „großen Rotweinbombe“ geehrt.

Voll des Lobes

Erstmals bei den Wooschter Narren war Sparkassenvortand Alexander Meßmer und Claus Roth. Denn von der Sparkasse Offenburg/Ortenau gab es einen „dicken Scheck“ über 10 000 Euro. Froh war Oberbürgermeister Klaus Muttach, dass die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau parat stand. Sein Dank galt der großen Schar engagierter ehrenamtlicher Helfer, die ein Schmuckstück geschaffen haben. Voll des Lobes war auch Ortsvorsteher Gerd Boschert, selbst ein närrischer Houmock. Es gab beim Narrenkellerbau viele Baustellen, die von Beginn an nicht eingeplant waren. Ein Bier kann man immer trinken und da noch weitere Aktionen kommen übergab Ortsvorsteher Boschert eine Flasche mit Kuvert „wo noch mehr flüssiges Gut drin ist“. Von der Houmocken-Hausbrauerei Bauhöfer in Renchen-Ulm gab es an diesem Abend dann gleich das große Freibierfass, das Vertriebsleiter Florian Nachtsheim überreichte.

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