Wetter beeinflusst die Fasnacht

Die Schudilampe in Sasbach weicht dem Orkantief

Autor: 
Walter Lang
Lesezeit 2 Minuten
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11. Februar 2020

Unter dem örtlichen „Zwetschgenbacher Narren-Symbol“ närrisch-friedlich vereint wohnten alle örtlichen Schudigruppen dem Umzugs-Höhepunkt bei, als die „Schudi-Lomp“ installiert wurde. ©Walter Lang

Vollkommen durchgetaktet war für Sasbachs Narren der vergangene Sonntag. Den Auftakt machte der fasnachtliche Wortgottesdienst.

Quasi als „Startschuss in die fünfte Jahreszeit“ begannen die närrischen Verpflichtungen mit dem Besuch des fasnächtlichen Wortgottesdienstes. Ddie Predigt fiel ungewohnt aus, als sich Pfarrer Jens Bader zusammen mit Markus Kraus, dem Chef der Zwetschgenbacher Narrengilde, zum Gesangsduo zusammentat, um nach abgeändertem Schlagertext nachzufragen „wann wirds mal endlich wieder Hochamt?“ 

Der närrische Frühschoppen wenig später führte zum nahegelegenen Domizil des Unternehmers Willi Lipp, der nicht nur traditionell „seine Bachwegler“ zu sich eingeladen hatte, sondern gleich auch alle örtlichen Schudigruppen.Die Narren fegten die  „Ochsenbrugg“. Diese sollte sauber genug gemacht werden, so Markus Kraus an die gesamte Narrenrunde,  damit endlich „mit dem Teeren begonnen werden könne“. 

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Mitten am Nachmittag verlagerte sich das närrische Geschehen in die Oberdorfstraße – allerdings nahm der ehemals „kleinste Umzug im Ortenaukreis“ mittlerweile längere Ausmaße an. Der Zweck des närrischen Spektakels war den zahlreichen Zaungästen in der Ortsmitte bekannt: die Schudilampe, platziert auf einer alten Marktchaise, rückte ins Rampenlicht. Die Zwetschgenbacher als närrische Anführer vorneweg, die närrisch-verbrüderten Lochmattdruden am Umzugsende und dazwischen neben der Guggemusik auch noch ordentlich viel Narrensamen. So ging es wie in den Jahren zuvor „de Bach nuff un de Bach na“ und schließlich über den Lindenplatz hinauf in den Pfarrgarten. Auffallend war dabei auch das „jüngste Kind“ des Sasbacher Schudilebens: die „Sack-Ratten“.

„Oberfuchtler“ Marcel Ernst dirigierte nach Erreichen des Pfarrgartens „seine“ Rot-Kritz-Guggis zum klangvollen Höhepunkt des Nachmittags: Der Schudilampe wurde gezeigt, wo sie nun bis zum Ende der „fünften Jahreszeit“ den kleinen und großen Schudis „heimleuchtet“. Allerdings musste das närrische Prunkstück bald wieder seinen Platz an der Vorrichtung im Pfarrgarten wieder räumen. „Schuld daran“ waren die zu erwartenden stürmischen Stunden, die für die Abendstunden und bis in den nächsten Tag hinein angekündigt wurden. Sie ging sie also wieder ins „alte Spritzenhaus“ zurück, die „Schudilomp“, bis sich die stürmischen Winde gelegt haben. Schließlich vereint dieses fasnächtliche Relikt alle örtlichen Schudigruppen um sich: die federführenden Zwetschgenbacher, die mittlerweile etablierten Lochmatt-Druden, die an diesem Sonntag ihren neuen Fasnachts-Wagen präsentierten, die mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden „Rot-Kriz-Guggis“ und jetzt auch neu hinzugekommenen „Sack-Ratten“.

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