Ortschaftsrat

Diersheim will den Brückenneubau

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2021
Völlig marode: die Brücke im Fischereck.

Völlig marode: die Brücke im Fischereck. ©Ellen Matzat

Einstimmig sprach sich der Ortschaftsrat für die Notwendigkeit eines Neubaus der Fuß- und Radwegquerung über den Mühlbach im Fischereck aus.

Bei einer Brückenwiederholungsprüfung durch ein Acherner Ingenieurbüro war die Diersheimer Fischereck-Brücke bei einer Skala von 1 (sehr gut) bis 4 (ungenügend) auf die Zustandsnote 3,7 gekommen. Damit sei die Standsicherheit des Bauwerks nicht mehr gegeben, wie Ortsvorsteherin Doris Bleß dem Ortschaftsrat bei seiner jüngsten Sitzung vortrug. Der sprach sich einstimmig für einen Neubau – geschätzte Kosten: 65 000 Euro – aus, denn eine wirtschaftliche Instandsetzung des Bauwerks sei nicht möglich.

Im Rahmen der letztjährigen Bauausschussbereisung wurden für die Brücke allerdings keine Haushaltsmittel bereitgestellt, da zuerst geprüft werden soll, ob sie bezüglich der Frequentierung überhaupt notwendig ist. Ingenieur Maximillian Heitz vom Büro RS Ingenieure ging im Ortschaftsrat näher auf den Zustand der Brücke ein, die im Volksmund auch „Schützensteg“ genannt wird: „Die Stahl- und Gelenkträger sind sehr verrostet, die Betonplatte und Wiederlager sind in die Jahre gekommen, und das Geländer steht schief“, zählte Heitz auf.

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Als Neubaumöglichkeiten stellte er eine Brücke mit drei Längsträgern und einem GFH-Bodenbelag, eine Brücke komplett aus GFK (Kunststoff) sowie eine Stahlträgerkonstruktion vor. Weiter müsse die 1,39 Meter breite Brücke nach den neuen Vorschriften für Fußgängerbrücken mindestens 1,5 Meter breit sein. Wenn man im September den Entwurf planen könne, die wasserrechtliche Genehmigung bis im Februar 2022 habe und im März dann die Auschreibung erfolge, könne die Brücke im Sommer 2022 gebaut werden, erklärte der Ingenieur. Bauamtsleiter Roland Mündel wand ein, dass vor der Planung erst der Gemeinderat zustimmen müsse und der Haushalt 2022 voraussichtlich erst im Januar/Februar 2022 verabschiedet werde. Die nächste Bauausschussbereisung ist am 30. Oktober.

Vor einer eventuellen Ausschreibung werden dem Ortschaftsrat nochmals mindestens zwei Varianten vorgestellt. „Es heißt allerdings nicht, dass wenn der Ortschaftsrat sich heute für die Brücke ausspricht, sie auch wirklich kommt“, machte Mündel deutlich.
Thorsten Stephan nannte zahlreiche Beispiele für die starke Frequentierung der Brücke. Dies bestätigte Susanne Kaiser, die im Vorfeld zahlreiche Anfragen von wegen eines möglichen Wegfalls der Querung besorgter Bürger bekommen habe. Auch Bleß plädierte für den Erhalt der Brücke: „Wir würden ein Stück Lebensqualität und ein wichtiges Verbindungsglied verlieren“, sagte sie. „Jedes Gebäude in diesem Alter würde unter Denkmalschutz stehen“, argumentierte eine Bürgerin. Historikerin Helga Grampp-Weiß wiederum erinnerte daran, dass die marode Brücke bereits 2014 Thema im Ortschaftsrat war und damals vorgeschlagen wurde, sie für 110 000 Euro für Autos zu verbreitern. Dies habe das Ortsgremium abgelehnt. „Aber für Fußgänger und Radfahrer ist diese Brücke, die es seit 1896 gibt, wichtig“, erklärte sie. Vor 1896 gab es eine Holzbrücke als Hauptverbindungsweg zum Rhein. Der sehr alte hölzerene Steg komme in den Sagen vor, und es handle sich um eine historische Dimension, die man nicht außer Acht lassen dürfe.

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