Bildung

„Discover industry“-Truck Hingucker vor Acherner Gymnasium

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 2 Minuten
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24. Juni 2021
Größe und Ausstattung beeindrucken: der „Discover industry”-Truck vorm Gymnasium Achern.

Größe und Ausstattung beeindrucken: der „Discover industry”-Truck vorm Gymnasium Achern. ©Michaela Gabriel

Vor dem Acherner Gymnasium zieht derzeit ein Seminarraum auf Rädern die Blicke auf sich: Der „Discover industry“-Truck.

Ein beeindruckender Truck steht diese Woche auf dem Schulhof des Gymnasiums Achern. Das Führerhaus des Sattelschleppers wirkt winzig gegen den bunt beklebten Auflieger. Er wird im Stand durch ausfahrbare Module 7,50 Meter breit und 6,20 Meter hoch. Eine technisch hochmodern ausgestattete interaktive Ausstellung auf 50 Quadratmetern und ein Seminarraum für ganze Schulklassen stecken da drin.

„Discover industry”, Industrie entdecken, steht groß auf dem Truck. Logos weisen darauf hin, wer ihn finanziert: die Baden-Württemberg Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit Baden-Württemberg und der Arbeitgeberverband Südwest Metall. Das Ziel: Schüler sollen Einblicke in Anwendungen der Industrie und in Technologien der Zukunft bekommen. Sie lernen naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder kennen und können herausfinden, ob ein Arbeitsplatz in der Industrie für sie interessant wäre.

„2020 wurden wir als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet. Seit diesem Schuljahr bieten wir Naturwissenschaft und Technik als Leistungsfach an – als eines von zehn Gymnasien im Land”, berichtet Stefan Hunn, Lehrer und Koordinator für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Eigentlich sollte der Truck bereits im März zum wiederholten Mal an die Schule kommen, doch wegen Corona wurde daraus nichts.

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Der Termin jetzt sei für die Schüler aber wesentlich besser, so Hunn. Erstmals sei der Truck fünf Tage lang zu Gast. Es sei ein Höhepunkt für die Jugendlichen, dass sie zur Berufsorientierung mit ihrer ganzen Klasse die Möglichkeiten des Trucks entdecken können.

Schüler der siebten, neunten und zehnten Klassen lernen dabei typische Anwendungen der Industrie kennen, etwa einen Roboter-Arm zu programmieren oder einen 3D-Scanner zu bedienen. Sie erfahren, was an der Schwelle zur Industrie 4.0 wichtig wird.

Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren, dreidimensionale Druckverfahren und Quantencomputer gehören zu den Schlüsseltechnologien der nächsten Jahre, erläuterte Domenic Kratzer, einer von drei Coaches, die den Truck begleiten.

In Achern finde zum ersten Mal ein Workshop zu dieser Industrie 4.0 statt. Er ist den Schüler der Kursstufe vorbehalten, die Naturwissenschaft und Technik gewählt haben und kurz vor dem Abitur stehen. Dabei ist es Lehrer Stefan Hunn wichtig, dass die jungen Leuten auch der Frage nachgehen, wie diese Themen die Gesellschaft in Zukunft beeinflussen könnten.

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