Bebauungsplan

Diskussion über Kappelrodecker Baugebiet Grässelsmatt/Heidenhof

Autor: 
Bertold Gallinat
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19. Juni 2021
Kappelrodecker Baugebiet Gässelsmatt/Heidenhof: Dort sind Wohnhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser geplant. Auch Ferienwohnungen sollen zugelassen werden.

Kappelrodecker Baugebiet Gässelsmatt/Heidenhof: Dort sind Wohnhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser geplant. Auch Ferienwohnungen sollen zugelassen werden. ©Bertold Gallinat

Der Technikausschuss der Gemeinde Kappelrodeck setzt sich kritisch mit dem Bebauungsplan für das Baugebiet Gässelsmatt/Heidenhof auseinander.

Der Technische Ausschuss des Kappelrodecker Gemeinderats hat sich am Montagabend intensiv mit dem Baugebiet Gässelsmatt/Heidenhof auseinandergesetzt. In dem Baugebiet sind Wohnhäuser, Doppelhäuser und Einfamilienhäuser geplant. Die Offenlage hat stattgefunden, daher informierte Stadtplaner Jürgen Schill vom Büro FSP Stadtplanung Freiburg zum Stand der Dinge und ging zusammenfassend auf die Anregungen der Träger öffentlicher Belange sowie von Bürgern ein.

Ausgleichsmaßnahmen

Nach einer Reihe von Untersuchungen zum Artenschutz, Gewässerausbau, zu Lärmerwartungen, zu Geologie, Hydrologie und Hochwasserschutz konnte er mitteilen, dass mit dem geplanten Baugebiet keine erheblichen Eingriffe in diesen Bereichen verbunden seien, notwendige Ausgleichsmaßnahmen für die geringfügigen Eingriffe im Plangebiet müssten vor Baubeginn vollzogen sein.

In der anschließenden Diskussion ging es zunächst um die Einrichtung von Ferienwohnungen in Einfamilienhäusern und Doppelhäusern. „Als Tourismusgemeinde sollten wir das zulassen“, äußerte sich dazu Bürgermeister Stefan Hattenbach und erntete Zustimmung. „Der Gebietscharakter muss aber gewahrt bleiben“, ergänzte Stadtplaner Schill, „der Ausuferung solcher Einrichtungen ist ein Riegel vorzuschieben.“ In den Mehrfamilienhäusern, da waren sich auf die kritische Nachfrage von Katrin Merkel (CDU) alle einig, kämen Ferienwohnungen nicht in Frage.

Bei der Frage, wie weit eine Terrasse das Baufenster überschreiten darf, einigte sich der Rat auf drei Meter. „Wenn wir uns, wie vorgeschlagen, auf die 1,50 Meter festlegen, müssen wir nur wieder mit Anträgen auf Befreiungen rechnen“, argumentierte Georg Baßler (FWV). Jürgen Köninger (FWV) und Manfred Lamm (CDU) sahen das ebenso.

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Die Wohneinheiten der Einfamilienhäuser und Doppelhäuser von zwei auf drei zu erhöhen, hatte der Regionalverband Südlicher Oberrhein angeregt. Manfred Lamm und Jürgen Köninger jedoch sahen das kritisch. „Ich sehe als Problem, dass bei drei Wohneinheiten in den Einfamilien- und Doppelhäusern zu viele Autos auf der Straße parken werden und dass wir als Gemeinde dann anderweitig Parkgelegenheiten schaffen müssen“, sagte Köninger. Deshalb erteilte der Ausschuss der Empfehlung des Regionalverbands eine Absage.

Kritik von Hattenbach

Stefan Hattenbach brachte als kritische Punkte noch die Bauzeitenbeschränkung während der Bauphase ins Gespräch. Dass mit Beginn der Dunkelheit auf eine „starke sowie diffuse Grundstücksbeleuchtung“ verzichtet werde solle und entlang der Acher Lichtquellen nicht zugelassen werden sollen, empfand der Bürgermeister als zu weit gehend. „Eine dezente Terrassenbeleuchtung muss möglich sein“, gab er Stadtplaner Schill mit auf den Weg.

Nachdem ein Bürger auf den Wegfall der derzeitigen Parkmöglichkeiten entlang der Acher hingewiesen hatte, verwies Manfred Lamm auf das Schwimmbad, dessen Parkplatz ja nur an schönen Tagen während der Sommerzeit belegt sei.

Zu Bedenken gegen Spielflächen im Neubaugebiet wegen der davon ausgehenden Lärmentwicklung bemerkte Jürgen Schill: „Kinderspielplätze sind per Gesetz als sozial adäquat hinzunehmen.“ Stefan Hattenbach sicherte aber zu, Spielflächen gut überlegt und so rücksichtsvoll wie möglich auszuweisen.

Rico Nock (FWV) machte darauf aufmerksam, dass die Anlage von Spielflächen nicht einfach werde, da sich die möglichen Freiflächen dafür in Wassernähe befänden.

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