Verein für Heimatgeschichte

Dorfladen-Räume gehören jetzt zur Diersheimer »Dorfstubb«

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juni 2019
Wilfried Heinzelmann, stellvertretender Vorsitzende, und Vorsitzende Helga Grampp-Weiß zeigten nach dem Film Produkte aus Hanf aus dem eigenen Museum.

Wilfried Heinzelmann, stellvertretender Vorsitzende, und Vorsitzende Helga Grampp-Weiß zeigten nach dem Film Produkte aus Hanf aus dem eigenen Museum. ©Ellen Matzat

Auf ein aufregendes und arbeitsintensives Jahr blickte der Diersheimer Verein für Heimatgeschichte. Die erweitere »Dorfstubb« stand 2018 im Zentrum.

Anfang 2018 entschieden sich die Vereinsmitglieder, die beiden freien Räume in der ehemaligen Nudelfabrik, in denen früher der Dorfladen war, und die direkt an die Räume der »Dierschmer Stubb« anschlossen, zu übernehmen. Pläne waren noch vorhanden, als man kurz nach dem großen Dorffest schon mal über die Übernahme nachdachte. Am 3. April wurde der Mietvertrag unterschrieben und ab August renoviert. Dazu wurden Leitungen verlegt und Möbel aufgefrischt. 

Heute ist der zusätzliche große Raum mit Tischen und Stühlen von der Jahrhundertwende eingerichtet, die aus dem Dorf gespendet wurden. Der Raum lädt nach Museumsführungen zum gemütlichen Zusammensitzen ein. Außerdem wird er für kleinere Veranstaltungen wie Vorträge oder Workshops genutzt. Im Dezember wurde die Eröffnung gefeiert. Das Bild von Maler Horst Schäfer, das nun den Stromkasten verdeckt, wurde erst vor ein paar Tagen fertig. 

Man hatte 2018 um Sachspenden gebeten um die »Stubb« einzurichten, berichtete Schriftführerin Claudia De Witte. »Wir bekamen Möbel, Geschirr sowie Leinen und Kelsch, aus dem wir weiterhin schöne Dinge anfertigen und verkaufen konnten.«

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Vielseitig aktiv

Um die Kasse aufzubessern, wurde beim Konzert der Schwarzwaldfamilie Seitz bewirtet. Kelsch und Leinensachen wurden auf dem historischen Fest in Schutterwald, auf dem Hanauerlandmarkt in Kehl und bei den Ortenauer Textiltagen in Freistett verkauft. Dort kam auch die große Ausstellung zum Thema Leinen sehr gut an. Zum Thema »Evakuierung« wurde mit dem Heimatverein in Önsbach ein Büchlein erarbeitet und beim Lesenachmittag in Önsbach vorgestellt. Einige Zeitzeugen kamen ebenfalls zu Wort. 

Kassiererin Margarete Marz berichtete von einem kleinen Minus, da viel investiert wurde. Für 14. und 15. September ist die Teilnahme am Künstlermarkt in Willstätt, am 5. und 6. Oktober beim Hanauerlandmarkt im Kehl und am 19. und 20. Oktober an den Ortenauer Textiltage mit Ausstellung in Freistett vorgesehen. Für den Lesenachmittag ist ein Vortrag von Tobias Schneider aus Bamberg über die Schlacht von Diersheim geplant. Ein Tag der offenen Tür mit Führung durchs Museum und Weihnachtsbaumverkauf ist am 14. Dezember angedacht. 

Nach den Regularien wurde ein interessanter Film aus den 70er Jahren über den bedeutenden Hanfanbau und seine Verarbeitung gezeigt. Hanf wurde auch um Diersheim herum angebaut, bis der Tabak ihn verdrängte. »Da sieht man mal, wie mühsam früher alles war, was heute automatisch gemacht wird«, sagte die Vorsitzende Helga Grampp-Weiß. Der Verein sammelt weiterhin alte Fotos, die das frühere Leben zeigen, sowie Leinen und den karierten Kelsch.

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