Oppenau

Ein Buch über einen, der sich durchboxte

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red/all
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05. März 2014

Der Oppenauer Autor Daniel Oliver Bachmann erzählt in seinem neuen Buch die Geschichte von Ibraimo Alberto. ©Simon Allgeier/Archiv

Auf die Spuren von Ibraimo Alberto hat sich der Oppenauer Autor Daniel Oliver Bachmann begeben. Herausgekommen ist ein Buch über das Leben eines ehemaligen Sklaven, der es zum Boxer und Ausländerbeauftragten brachte.

Der in Oppenau lebende Autor und Ghostwriter Daniel-Oliver Bachmann hat ein neues Buchprojekt fertiggestellt. In »Ich wollte leben wie die Götter« beschreibt er das abenteuerliche Leben von Ibraimo Alberto, der es vom Sklaven zu Deutschlands erstem schwarzen Ausländerbeauftragten brachte, und nach seiner Vertreibung durch Neonazis in Karlsruhe »innerdeutsches Asyl« erhielt, ein in ganz Deutschland vielbeachteter Vorgang.

Alberto wächst als eines von zwölf Kindern eines Medizinmannes – und als Sklave eines portugiesischen Landbesitzers – in Mosambik auf. Dennoch erkämpft er sich das Recht, zur Schule zu gehen. 1981 zieht er in den damaligen »Bruderstaat« DDR, versprochen war ihm, dort studieren zu können, doch er wird in ein Fleischkombinat abkommandiert. Er darf sich im Lande nicht frei bewegen, auch nicht heiraten. Doch Alberto boxt sich nach oben – im wahrsten Sinne: Er macht Karriere in einem Ostberliner Boxverein.

1991 übernehmen die Neonazis in Schwedt das Kommando. Alberto wird tagtäglich angepöbelt, beleidigt und angegriffen. Dutzende Male entkommt er dem rechten Mob nur knapp. Als Rechtsradikale seinen 17-jährigen Sohn bei einem Fußballspiel gegen Eberswalde totzuschlagen drohen, weiß Alberto, inzwischen Ausländerbeauftragter in der Stadt an der Oder, dass er hier keine Zukunft mehr hat.

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Vorgestellt wird das am 10. April erscheinende Buch am Donnerstag, 27. März, um 20 Uhr, im Karl-Max-Palais in Karlsruhe im Rahmen der Internationalen Woche gegen Rassismus.

Bereits heute Abend, Mittwoch, wird auf 3SAT der Film »Amok in Winnenden – das Leben danach« um 21.45 Uhr ausgestrahlt, bei dem Bachmann für die Dramaturgie zuständig war. Der Film spürt der Frage nach, wie Menschen, die am 11. März 2009 mit »dabei« waren, mit dem Erlebten umgehen und wie der Amoklauf von Winnenden ihr Leben bis heute prägt.

 

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