Sehnsucht nach Harmonie

Ein Konzert mit Tiefgang in der Dreifaltigkeitskirche Sasbachwalden

Von Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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07. Dezember 2023
Der Traum von einer neuen Welt kam beim Adventskonzert in Sasbachwalden zum Klingen.

Der Traum von einer neuen Welt kam beim Adventskonzert in Sasbachwalden zum Klingen. ©Roland Spether

In Sasbachwalden hat die musikalische Adventsbesinnung Tradition. Am Wochenende stand der Traum von einer friedlichen Welt im Mittelpunkt.

Gibt es beim Blick in die Welt einen größeren Weihnachtswunsch als den nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden? Eine Antwort auf diese Frage brachten Sänger und Musiker bei einem etwas anderen Adventskonzert in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit zum Klingen, in dessen Mittelpunkt der „Traum von einer neuen Welt“ stand.

Doch offensichtlich hält ein Teil der Menschen und Nationen nichts vom Frieden und vertraut eher den Marktschreiern und falschen Propheten, die „Grenzen und Mauern errichten und die Menschen entfremden“, wie es in dem „Lied „Wir haben einen Traum“ deutlich thematisiert wurde. Aufführende waren der Kirchenchor St. Cäcilia, die Musikgruppe Maranathá, Grundschulkinder sowie Instrumentalisten und Solisten, die Leitung hatte Susanne Brock.

Die musikalische Adventsbesinnung hat immer eine besondere Note, weil sie inhaltlich in die Tiefe geht und den Advent von seinem christlichen Kern als Vorbereitung auf die Geburt Jesu erschließt. Diesmal wurde es vor dem Hintergrund der Kriege und Konflikte auch politisch, denn das Thema lautete „Europa – Traum von der neuen Welt“.

Gemeinsam lösen

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Dieser Traum stehe für die große Vision, dass die Menschen und die Nationen gemeinsam die vielen Probleme in der Welt angehen und lösen, so Pastoralreferent Gerhard Brock. Er sprach auch Themen wie soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Probleme und ökologische Verantwortung an, nicht zuletzt die Sorge um die Wahrung von Demokratie, Rechte und Freiheit.

Mit dem Adventslied „Veni, veni Emmanuel“ aus dem 13. Jahrhundert eröffnete der Kirchenchor das Konzert, der mystische Gesang stand für die vielen Hoffnungslieder der Menschheit, die immer wieder gesungen wurden: "Komm, o Morgenstern! Tröste uns, indem du kommst. Vertreibe die Nebel der Nacht und die schreckliche Finsternis des Todes!“. Mit diesem „Morgenstern“ ist das Kind in der Krippe gemeint.

Dass Susanne Brock auch bekannte europäische Melodien wie „Vereinigt in Freundschaft und Frieden“ und „Freude schöner Götterfunken“ im Raum der Kirche darbot, verdeutlichte, dass ein Europa in Frieden und Freiheit auch ein wesentlich christliches Anliegen und Teil der Verantwortung jedes einzelnen ist. 

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