Glanzlichter des Barocks

Ensemble Hikari gastiert in der Gamshurster Kirche

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 2 Minuten
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10. Dezember 2019

Zur Einstimmung auf Weihnachten bot das Ensemble Hikari beim Konzert in der Gamshurster Kirche Glanzlichter des Barocks und der Klassik. ©Reinhard Brunner

Es ist in Gamshurst Tradition, dass am Vorabend zum Patrozinium ein Konzert stattfindet. Für eine Stunde dem Alltag entfliehen und eintauchen in eine faszinierende Klangwelt – das ermöglichten das Ensemble Hikari und die Mezzosopranistin Yurika Waseda am Samstagabend. 

„In der Vorweihnachtszeit hat Licht eine besondere Bedeutung, vor allem Kerzenlicht. Wenn es jetzt schon früh dunkel wird, zünden wir Kerzen an, sie verbreiten eine besondere Stimmung, es wird besinnlich, wir werden nachdenklich“, meinte Theo Manninger vom Gemeindeteam. Dazu passte das Ensemble Hikari um Denise Wambsganß. Es bot festliche Musik zum Advent von Vivaldi, Pachelbel, Bach, Adam und Fujikake. Musiziert wurde in kammermusikalischer Besetzung auf Mandoline, Mandola, Mandoloncello, Gitarre und Percussion. 

Hikari hat sich zum Ziel gesetzt, in Deutschland unbekannte Originalwerke für Zupfinstrumente, insbesondere auch solcher japanischen Komponisten, vorzustellen und mit Künstlern aus anderen Kulturkreisen zu musizieren. In St. Nikolaus eröffnete Hikari mit Kanon von Johann Pachelbel und Cantique Noel von Adolphe Adam das Konzert. 

Anschließend ging die Reise nach Italien; logischer Weise wurde aus „Vier Jahreszeiten“ passend zur jetzigen Jahreszeit „Der Winter“ mit großem Einfühlungsvermögen dargeboten. Zwei wundervolle Arien aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach hinterließen Eindruck, wobei die Mezzosopranistin Yurika Waseda begeisterte. 

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Anschließend wurden die Zuhörer in die Weihnachtszeit versetzt, mit Stücken, die man kennt, aber die man so nicht kennt, wie Moderator Michael Schwitzke treffend bemerkte. Niveauvolle Akzente setzten hier die „Jingle Bells“ von James Lord Pierpont, „Let it Snow“ von Jule Styne und „Sleigh Ride“ von Leroy Anderson. 

Fingerfertige Musiker

Wie man mit einem atemberaubenden Tempo – alles in beeindruckender Fingerfertigkeit auf der Gitarre und Mandoline – durch den Schnee rauscht, offenbarte die „Petersburger Schlittenfahrt“. Gleich drei Zugaben wurden mit stehenden Ovationen des Publikums eingefordert. Als „kleines Nikolauspräsent“ gab es mit Yurika Waseda einen gesanglichen Leckerbissen beim „Santa Claus“ und „Rudolf das 
Rentier“. 

Sichtlich betroffen machte das letzte Stück das Publikum, „Black Rain“, dieses besinnliche Lied hatte die Folgen des Atombombenabwurfs aufgegriffen und setzte dies in einer wunderschönen Melodie um. 

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