Acherns OB Muttach malt in Orange

Erster Pinselstrich für Vision Europa von Alina Atlantis

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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10. November 2018
Ein Kunstzug des Gymnasiums Achern übernahm die Grundierung des riesigen Leitbilds Europa im Atelier von Alina Atlantis.

(Bild 1/2) Ein Kunstzug des Gymnasiums Achern übernahm die Grundierung des riesigen Leitbilds Europa im Atelier von Alina Atlantis. ©Regina de Rossi

Die 40-Quadratmeter-Leinwand des Leitbildes »Vision Europa«, initiiert von der Künstlerin Alina Atlantis, hat ihren ersten Pinselstrich. OB Klaus Muttach war der Einladung der Acherner Künstlerin gefolgt, diesen symbolischen Startschuss zu gestalten.

 Gerne habe er diesen ersten Pinselstrich übernommen, sagte Oberbürgermeister Klaus Muttach am Freitag im Atelier von Alina Atlantis. Dabei kam er auf die historischen Ereignisse dieses Tages zu sprechen: »Der 9. November war schon mehrfach entscheidend für die Zukunft von Europa und Deutschland.« 

Unter dieses Datum falle unter anderem die schreckliche Reichspogromnacht, aber auch die glückliche Fügung des Mauerfalls 1989. Erinnerungen, die aufzeigten, dass man die Wahl habe und sich bewusst fragen könne: »Wo wollen wir hin?« Auch Visionen seien gefragt, Visionen über Freiheit, Gleichheit. »Hier gehe es nicht gegen, sondern für Europa, deshalb »streiche ich gerne an der Vision mit«, sagte Muttach. Auch Peter Lorenz von der Europaunion war dabei und lobte dieses »große Projekt für ein vereintes Europa«.

Idee ist 13 Jahre alt

Alina Atlantis sprach in diesem Zusammenhang von einem Neustart und einem geschichtsträchtigen Pinselstrich für Europa. Aus der 2005 im Zeichen der Wirtschaftskrise entstandenen Idee der Künstlerin werde Realität. Der Aufruf an die Künstler und Bürger Europas beginne auf kommunaler Ebene und damit übergab sie Klaus Muttach einen leuchtend orangen Farbtopf. Diese Ölfarbe hatte sie nach einem alten Rezept aus der Renaissance hergestellt. 

Jetzt gehe es darum, dieses Bild zu füllen. Alina Atlantis startet in diesem Zusammenhang einen Aufruf an 820 Millionen Europäer in 47 Ländern. Mit großer Akribie, enormem Fleiß und dem treibenden Wunsch, Europa für den Frieden vereint zu wissen, geht sie professionell ans Werk.

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Dabei nutzt Atlantis moderne Medien ebenso wie den persönlichen Austausch mit einem jeden, der Interesse zeigt und sie in ihrem Atelier im alten Josefsaal besuchen möchte.

»Es ist und bleibt eine Idee«, fasst Alina Atlantis zusammen. Zur Verwirklichung wird sie von Schulen und Institutionen, von Universitäten und anderen Künstlern unterstützt.

Zehntklässler grundieren

Am Mittwoch zum Beispiel grundierten 26 junge Menschen, 15 und 16 Jahre alt, in weißen Schutzanzügen, blauen Schuhhüllen und einem dicken Pinsel in der Hand die  sechs mal zehn Meter große Malfläche. Die Zehntklässler, die den Kunstzug des Gymnasiums Achern belegen, waren bereits am Mittwoch ebenfalls der Einladung von Alina Atlantis gefolgt, mit ihr gemeinsam ans Werk zu gehen. Die Erläuterung des Friedensprojekts Vison Europa – jetzt!« stieß bei den jungen Menschen auf großes Interesse. 

»Mega cool das mitzuerleben, die Arbeit, die Idee – mega cool«, findet das Carmen Gundelach. Und Maya Cloth: »Ja, hier dabei zu sein, es hat ja wirklich was Historisches!« Nach gut einer Stunde war die Hälfte grundiert. Lehrerin Heike Ronsdorf und Künstlerin Alina Atlantis halfen natürlich auch mit.

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