Lautenbach

Gemeinde unterstützt Naturkindergarten »Sonnenkinder«

Simon Allgeier
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12. November 2015
Zehn Kinder werden im Naturkindergarten Sonnenkinder in Lautenbach betreut. Der Gemeinderat stimmte am Montag einer weiteren Förderung in den nächsten zwei Jahren zu.

Zehn Kinder werden im Naturkindergarten Sonnenkinder in Lautenbach betreut. Der Gemeinderat stimmte am Montag einer weiteren Förderung in den nächsten zwei Jahren zu. ©Archivfoto: Reich

Der Lautenbacher Naturkindergarten »Sonnenkinder« befindet sich im Aufwind. Mittlerweile werden dort zehn Kinder betreut, maximal 20 wären möglich. Um dem Betreiberverein Planungssicherheit zu geben, schießt die Gemeinde in den nächsten zwei Jahren voraussichtlich 25 200 Euro aus eigener Kasse zu.

Die Nachfrage nach einem Betreuungsplatz im Lautenbacher Naturkindergarten »Sonnenkinder« wächst. Die vom gleichnamigen Verein getragene Einrichtung im Sendelbach startete bei der Eröffnung im September 2014 mit sieben Kindern, inzwischen sind zehn Kinder im Naturkindergarten angemeldet, davon acht Kinder aus umliegenden Gemeinden. »Wir sind froh, dass wir diesen Kindergarten haben, er ist eine Bereicherung für Lautenbach«, betonte Bürgermeister Karl Bühler in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend. Es dürfe dabei aber nicht vergessen werden, dass der Trägerverein Anspruch auf eine Förderung durch die Gemeinde habe.

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Gemeinderat beschlossen, die Höhe des Zuschusses jeweils für zwei Jahre festzulegen. Im Jahr 2016 erhält der Naturkindergarten nach aktuellem Beschluss nun einen Gesamtzuschuss über 46 300 Euro, wovon knapp 32 000 Euro über FAG-Zuweisungen und den Interkommunalen Kostenausgleich gedeckt sein sollen. Die Gemeindekasse wird folglich mit 14 500 Euro belastet. Für jedes Kind aus einer anderen Gemeinde, das im Naturkindergarten betreut wird, erhält die Gemeinde 1916 Euro aus dem Interkommunalen Kostenausgleich. »Wir können nur vage voraussagen, wie viele Kinder und wie viele auswärtige davon es tatsächlich sein werden«, betonte Hauptamtsleiter Bastian Knapp am Dienstagabend. Die vom Verein prognostizierten Zahlen (neun auswärtige Kinder im Jahr 2016 und zehn im Jahr 2017) seien allerdings aufgrund der stetig nach oben gehenden Anmeldezahlen realistisch.

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Jedes weitere Kind aus einer anderen Gemeinde, das den Naturkindergarten besucht, spare Lautenbach rund 3500 Euro ein, erfuhr Markus Kohler (Bürgerliste) auf Nachfrage. Bei etwa 14 auswärtigen Kindern gehe die finanzielle Belastung für die Gemeinde gegen null, erklärte Knapp. Die Kapazitätsgrenze der Einrichtung liege bei 20 Kindern. »Wir profitieren hier auch von den auswärtigen Kindern«, fügte Bürgermeister Bühler hinzu. »Es ist schön, dass es mehr Kinder werden«, betonte Gabriele Waidele (CDU). Das müsse das Ziel der Gemeinde und des Vereins sein. Inzwischen spreche sich herum, »dass das ein tolles Angebot ist«, erklärte Hauptamtsleiter Knapp.

Daniela Birk, Vorsitzende des Vereins »Naturgarten Sonnenkinder«, zeigt sich gegenüber der ARZ mit der Entwicklung des Waldkindergartens zufrieden. »Es fühlt sich stimmig an.« Die Kinder würden derzeit von drei Erzieherinnen betreut, davon sei eine vollzeitbeschäftigt und die beiden anderen halbtagsangestellt. Die Einstellung einer Waldtagesmutter für die Betreuung jüngerer Kinder sei zudem angedacht. Bislang richtet sich das Betreuungsangebot allerdings nur an Kinder ab 2,9 Jahren.

Hintergrund

Förderzusagen

Im Juli 2014 nahm die Gemeinde Lautenbach den Naturkindergarten Sonnenkinder in ihren Kindergartenbedarfsplan auf. Den damaligen Planungen zufolge sollten 2015 zehn Kinder von auswärts den Waldkindergarten besuchen, aktuell sind es jedoch nur acht. Die Gemeinde gewährte für 2015 eine Förderung über 38 000 Euro, abzüglich der Zuweisungen kalkulierte die Gemeinde mit Kosten über 19 300 Euro.

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