Sasbachwalden

Eschensterben erfordert Großaktion

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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07. November 2014

Die Gaishöll-Wasserfälle liegen in einer bewaldeten Schlucht. Weil die vielen Eschen hier Stabilität verlieren, müssen sie gefällt werden. ©Michaela Gabriel

Eine beliebte Wanderroute in Sasbachwalden wird ihr Gesicht komplett verändern: Seit einigen Wochen ist die Gaishöll-Schlucht bereits gesperrt, bald müssen dort in erheblichem Umfang Bäume gefällt werden. Grund ist das Eschensterben, das für unberechenbare Gefahren sorgt. Am Mittwoch gab Bürgermeister Valentin Doll im Gemeinderat bekannt, dass 70 Prozent der Bäume in dem wildromantischen Tal Eschen sind und diese nach Auffassung der Forstfachleute alle absterben werden. Rund die Hälfte sei jetzt schon von dem Pilz befallen, der sowohl Triebe und Äste absterben lässt als auch die Wurzeln angreift.
Erheblicher Einschlag
Um die beliebte Wanderroute nicht für Jahre oder Jahrzehnte sperren zu müssen, sollen in der Gaishölle in den kommenden Wochen 800 bis 1000 Festmeter Holz geschlagen werden. Es wird überwiegend zu Brennholz werden, ein gewisser Anteil sei nach Auffassung von Revierförster Michael Ratzel auch als Langholz zu verkaufen. Da es sich um Notfällungen handle, werde dieser Einschlag nach seiner Einschätzung nicht auf den Hiebsatz im Gemeindewald angerechnet, so Doll: »Das wäre ja doppelt ärgerlich. Wir brauchen Gewinn aus dem Wald, um das Defizit hier abzudecken.«
Die Arbeiten werden nicht nur die Gaishölle für Jahrzehnte verändern, sondern auch viel Geld kosten. Entweder es muss eine Seilbahn zum Einsatz kommen, um die Bäume aus der Schlucht zu holen, oder ein Hubschrauber. Nach der Großaktion müssen die Holzbrücken und Geländer des Wanderwegs wieder hergestellt werden, die bei den Arbeiten beschädigt werden.
Markus Bruder (CDU) erinnerte , dass auch Privatwaldbesitzer ihre Eschen vorsorglich fällen lassen sollten, bevor jemand zu Schaden komme. Der Bürgermeister pflichtete ihm bei: »Der Pilz, der die Eschen zum Absterben bringt, wächst auch im Winter, das heißt, wir haben nicht viel Zeit.« Der tödliche Unfall, der sich im Mai in der Schlucht ereignet habe, sei nicht von einer Esche verursacht worden, sondern von einer Erle, stellte er klar.
Sieben Feuerwerke hat die Gemeindeverwaltung 2014 bisher genehmigt, davon drei am Schlossberg (Hörchenberg) und vier am Kurhaus. Darüber informierte der Rathauschef jetzt aufgrund der Beschwerde einiger Bürger in der letzten Gemeinderatssitzung (wir berichteten). Sie hatten zwölf Feuerwerke gezählt und dies für zu viel gehalten, zumal Anwohner und Tiere am Hörchenberg davon erheblich gestört werden.
Härteres Vorgehen
Künftig werde der Landwirt, der die Rinder freilaufend halte, immer eine Nachricht bekommen, wenn ein Feuerwerk genehmigt sei, so Bürgermeister Doll. Werde er nicht benachrichtigt, dann sei ein Feuerwerk auch nicht genehmigt. Dabei handle es sich dann um »eine Ordnungswidrigkeit, die man auch verfolgen kann«.
Zufällig habe vor wenigen Tagen das Umweltministerium mitgeteilt, dass Großfeuerwerke mitten in der Nacht nicht mehr zugelassen werden sollen, um Lärmbelästigungen zu vermeiden.
An die von dort vorgegebenen Zeiten werde man sich halten, sagte Valentin Doll zu. Sie sind von Mai bis Juli bis 23 Uhr, sonst bis 22 beziehungsweise 22.30 Uhr.

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Am RANDE

Bischenberg ist nominiert
Das Gasthaus Bischenberg in Sasbachwalden ist für den Ortenauer Marketing-Preis nominiert, informierte Bürgermeister Valetin Doll den Gemeinderat.
Ende November werde bekannt gegeben, ob es zum ersten Platz reichen wird. 35 kleine Unternehmen hatten sich beworben, von denen drei nominiert wurden, darunter auch die Oberkircher Winzer eG und die Grossmann Group aus Kehl. Der Preis wird vom Marketing-Club Ortenau/Offenburg zum zweiten Mal vergeben – einmal für kleine Unternehmen und einmal für große. mg

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