Achern

Eugen Weber erhält Bundesverdienstkreuz

Autor: 
red/hei
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23. Oktober 2014

Der Vorsitzende vom Verein für Ortsgeschichte Önsbach, Gerhard Bär (links), gratulierte seinem einstigen Sportkameraden Eugen Weber im Odenwald zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. ©Gerhard Boschert

Im Auftrag von Bundespräsident Joachim Gauck verlieh am Freitagabend Thomas Metz, Staatssekretär im Justizministerium Wiesbaden, im Bürgerhaus der Gemeinde Mörlenbach im Odenwald dem aus Önsbach stammenden Eugen Weber das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Zahlreiche Gäste nahmen an dieser Feier teil, darunter auch eine stattliche Anzahl von Verwandten, Freunden und Schulkameraden aus Önsbach und Umgebung.
Für die Stadt Achern und die Ortsverwaltung Önsbach übermittelte Bürgermeister Dietmar Stiefel Grußworte. Der Ehrenpräsident des SC Önsbach und stellvertretende Vorsitzende des Vereins für Ortsgeschichte Önsbach, Augustin Hodapp, ließ die Verdienste von Eugen Weber Revue passieren:
Unter primitiven Bedingungen begann Eugen Weber in Önsbach 1952 mit dem Leistungssport, was in einem damals landwirtschaftlich orientierten Dorf in den Augen der Dorfbewohner nicht populär war. Unter schwierigen Voraussetzungen übernahm Eugen Weber im Turnverein 1956 die Leichtathletikabteilung. Schnell wuchs die Mitgliederzahl, besonders im Langstreckenlauf sorgten die Läufer des TV Önsbach bald in ganz Baden für Furore.
Durch den von der Bundespost veranstalteten Briefträgermarsch – Eugen Weber war seit 1951 beim Postamt Achern tätig – führte er damals in Önsbach das sportliche Gehen ein. Önsbach war jahrzehntelang badische Geherhochburg. Webers größter Erfolg war 1959 bei den süddeutschen Meisterschaften im 20-km-Gehen der Mannschaftstitel. Seine Teamkollegen waren Gerhard Bär und Erich Riegelsberger. Seine sportliche Laufbahn in Önsbach endete 1960 mit der gewünschten Versetzung zum Postamt Weinheim.
In der Ahnenforschung
Eugen Webers Leistungen für Mörlenbach und Umgebung sind Legende. In der Ahnenforschung für Önsbach hat er sich mit dem 2004 erschienenen Dorfsippenbuch umfassend die Jahre von 1700 bis 1950 vorgenommen (zu kaufen beim Önsbacher Verein für Ortsgeschichte). Es ist eine wertvolle Ergänzung zur Önsbacher Ortschronik, die in zwei Bänden ebenfalls in Önsbach zu erwerben ist.
Eugen Weber wurde auch von seinem jetzigen Heimatort Mörlenbach, von Landkreis und Land gewürdigt. In seiner Dankesrede schloss er alle seine bisherigen Weggefährten aus Kultur, Sport und Politik ein, ganz besonders bedankte er sich bei seiner Ehefrau Maria  und seinen Kindern.

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