Rheinauer Musuem

Exponate vom Ursteinzeitfund bis aus den 60er Jahren

03. Januar 2018
&copy Ellen Matzat

Das Rheinauer Museum in der Hauptstraße 16 in Freistett ist ein Kleinod, in dem es auf vier Stockwerken allerhand Heimatgeschichtliches zu entdecken gibt. Die Exponate reichen vom Ursteinzeitfund bis in die 60er Jahre.

Im Keller des Heimatmuseums sind eine alte Schreinerei, eine Schuhmacherwerkstatt und ein Ausstellungsraum über Tabakverarbeitung zu bewundern. Die frühere Lebensmittellagerung in Steintöpfen und Weckgläsern wird ebenfalls gezeigt. Im Erdgeschoss finden sich die ursteinzeitlichen Funde überwiegend aus den Kieswerken wie alte Mammutzähne, versteinerte Schädel, Grabplatten, eine über 100 Jahre alte Küche, alte Gefäße zur Lagerhaltung, eine Schlafstube mit Bekleidung aus der damaligen Zeit, die gute Stube der betuchteren Bevölkerung sowie ein Raum zur Lokalgeschichte ab 1790. 


Im ersten Obergeschoss befinden sich der Sonderausstellungsraum und die große Schifffahrtsausstellung zur örtlichen Rheinschifffahrt. Weiter wurde eine Exposition der Fischerei gewidmet. Im letzten Raum findet sich Interessantes zum Rhein als Erwerbsquelle mit Kies- und Sandabbau sowie der Goldwäscherei. Im Obergeschoss ist die Ausstellung »vom Hanf bis zum Leinen« mit Spinnrädern, Webstuhl, bäuerlicher Kelsch-Bettwäsche und die Hanauer Tracht zu sehen. 


Weiter gibt es Römerfunde aus Diersheim und Helmlingen sowie Suebengräber aus Diersheim zu bewundern. Von Familie Großholz aus Memprechtshofen wird ein Richtschwert aus den Anfängen des 16. Jahrhunderts gezeigt. Weiter deckt das Museum bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges diverse Themenbereiche ab. 2016 wurde das Museum umgebaut und neu eingerichtet. 


 »Es gibt immer noch viele, die noch nie im Rheinauer Museum waren«, bedauert Vorsitzende Stefan Hagemeister. Die Rheinauer Schulen können das Museum klassenweise besuchen. Es ist sonntags von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Infos: 
• 0 78 44/42 88 17.

 www.museum-rheinau.de

Hintergrund

Zum Vereinsvorsitzenden

Stefan Hagemeister leitet seit fast zehn Jahren den Museumsverein. Er ist Polizeibeamter und war schon immer geschichtlich interessiert. 1996 wechselte er zur Polizei nach Rheinbischofheim, arbeitete die Geschichte der Polizei auf, veröffentlichte über den Historischen Verein eine Broschüre und machte im Museum eine Sonderausstellung. So muss er der damaligen Vorsitzenden Renate Demuth in guter Erinnerung geblieben sein, denn sie fragte ihn später, ob er nicht den Vorsitz übernehmen wolle. Sein Haupthobby ist aber sein Fachwerkaus von 1717. Zudem ist er Musiker der »Harmonie« Auenheim, Vorsitzender der Rheinwaldmusikanten und Familienvater. em

Autor:
Ellen Matzat

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