Achern

REM-Verein feiert Jubiläum mit Festakt in der Illenau

Autor: 
Klaus Huber
Lesezeit 3 Minuten
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02. Dezember 2019

Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Fredmund Malik zeichnete als Gastredner beim REM-Jubiläum Wege zur Rettung des Klimas auf. ©Klaus Huber

Der Acherner Verein Regenerative Energien Mittelbaden (REM) feierte am Freitagabend im Festsaal der Illenau sein 25-jähriges Bestehen. Dabei wurde deutlich, dass die Menschheit zur Rettung des Klimas noch viel zu tun hat.

REM-Vorsitzender Uwe Burkardt schilderte die Entwicklung des Vereins in den vergangenen 25 Jahren, wobei stets der Klimawandel und mögliches Gegensteuern mit erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft im Fokus stünden. Er skizzierte dabei die Erwärmung der Erdatmosphäre um bis heute 1,5 Grad. „Wir haben nichts zu verlieren und können nur gewinnen“, betonte der Vorsitzende mit Blick auf die Aufgaben in den nächsten 25 Jahren. 

„Es geschieht nichts“

Prominenter Gastredner der von Giuliano Lenz von der Postcode-Lotterie moderierten Jubiläumsveranstaltung war Fredmund Malik (St. Gallen). Der Wirtschaftswissenschaftler betonte, dass man andere Werkzeuge brauche, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Das Handeln sei entscheidend, „aber es geschieht nichts“. Anhand von Schaubildern zeigte er auf, welche Schritte nun unternommen werden müssten, um „klimaresistente Zonen“ zu schaffen. 

Thomas Müllerschön schilderte den Weg des Vereins, der einst auf die Initiative von Wolfram Hedemann und Peter Griebl hin gegründet worden war. Pioniere waren ebenso Günter Westermann und Gerold Weber sowie er selbst. Ein Schwerpunkt wurden die Regenerativen Energien, wobei der Windmühlenberg Karlsruhe zum größten Infozentrum für Energieversorger wurde. Die Webseite von Frank Herbst wurde zum Aushängeschild des Vereins. Wichtige Projekte waren nach der Hilfe für Opfer des Elbehochwassers 2002 ein Jahr später die Ausstellung „Sonnige Zeiten“ im Acherner Rathaus und später in der Illenau, die Einweihung des Solarparks 2006 sowie die Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung 2016. 2018 verdankte man der Postcode-Lotterie den Erlebnispfad auf dem Weidenhof sowie den Biomeiler als Kompostheizung, erinnerte Müllerschön. Die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg rüttle alle auf. Hoffnung mache die Ausrufung des Klimanotstands durch die EU. 

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OB Klaus Muttach konstatierte REM, „Identität zu schaffen“. Er schilderte das zum Nachahmen empfohlene Projekt „Best Practice“ und versprach die Favorisierung des Fahrrads. Kevin Schad von der Energieagentur Mittelbaden ist in der Energieberatung in Schulen unterwegs. Ein Video mit Jessica Stolzenberger stellte das Projekt „Eine Minute für die Umwelt“ vor. Geza Winzig vom Energie-Netzwerk präsentierte als Klimaschutzmanagerin eine Landkarte mit Projektorten in der Ortenau. Andrea Bühler von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe ging auf das dortige Mobilitätszentrum ein. Günther Beikert stellte „Scientists for Future“ vor. Die Rastatter Jugendzeitung Ravolution erarbeitete 100 Vorschläge, um das Klima zu verbessern. 

Viele kleine Schritte

Alexander Panther von der Gewerbeschule Bühl berichtete von der Solar-Rallye Bühl 2012 sowie seinem schulinternen Energiemanagement. Silke Espriritu referierte über das Baumpflanzprojekt „Plant for the planet“. Michaela Schorpp sprach über klimaneutrale Unternehmen. Das Klimaschutzprojekt der Handelslehranstalt Gernsbach stellten Mustafa Özkan und Sarah Fritz vor. Die Landesdelegierte von „Fridays for Future Rastatt“, Annabell Sonn, stellte Aktivitäten vor. 

Geehrt wurden in der Veranstaltung auch zwei Gründerväter von REM – Wolfram Hedemann und Peter Griebl (wir berichten darüber noch).

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