Rodungen stehen an

Feucht- und Nasswiese in Großweier bald frei von Dickicht

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red/aci
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23. Oktober 2021
: An den schattigen Tümpel im Innern des Weidengebüschs soll künftig mehr Licht kommen.

: An den schattigen Tümpel im Innern des Weidengebüschs soll künftig mehr Licht kommen. ©Regierungspräsdium Freiburg

Stark überwachsen ist die Feucht- und Nasswiese im Gewann Galgenweier. Damit ist der Artenreichtum gefährdet. Eine Rodung soll hier Abhilfe schaffen.

Zur Wiederherstellung einer ehemaligen Feucht- und Nasswiese lässt das Regierungspräsidium Freiburg (RP) kommende Woche im Bereich des Feuchtbiotops Galgenweier am östlichen Ortsrand des Acherner Stadtteils Großweier (Ortenaukreis) Teile des großen Weidengebüschs roden. Wie das RP mitteilt, dient die Maßnahme dem Artenschutz: Für seltene Insekten, Amphibien und Reptilien entstehen neue Lebensräume.

Die Fläche befindet sich im Eigentum des Landes. Das RP weist darauf hin, dass die Rodungsarbeiten im Vorfeld mit der Stadt Achern sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt wurden. Die Arbeiten sind abhängig von der Witterung, heißt es weiter.

Stark überwachsen

Ein in den 1980er-Jahren angelegter kleiner Tümpel im Inneren des Weidengebüschs sei mittlerweile stark überwachsen. Aus den damals von der Gemeinde einzeln gepflanzten Gehölzen sei undurchdringliches Dickicht entstanden und überwuchere die ehemals artenreiche Feucht- und Nasswiese. Gebietsfremde Arten wie die Goldrute sollen sich ausgebreitet haben. Im Auftrag des Naturschutzreferats im RP werde nun ein großer Teil des Gehölzes entnommen. Lediglich ein Gehölzsaum jeweils am nördlichen und südlichen Rand bleibe stehen als Schutz für Wildtiere.

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„Ziel der Maßnahme ist es, den ehemaligen Charakter einer blütenreichen Nasswiese wiederherzustellen und für die dort heimischen Pflanzen- und Tierarten geeigneten Lebensraum zu schaffen“, erklärt Sabine Harms vom Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums. Hierzu werde nach der Rodung Mähgut aus nahegelegenen Nasswiesen ausgebracht und die Fläche zukünftig gemäht. Harms: „Sobald sich die entsprechenden Pflanzen wieder angesiedelt haben, stellen sich auch Insekten ein wie zum Beispiel Schmetterlinge, Libellen und Heuschrecken. Im wieder besonnten Tümpel sollen sich Amphibien und die Ringelnatter wieder wohl fühlen.“

Selten geworden

Besonderes Augenmerk liegt laut der Pressemitteilung auf zwei inzwischen stark gefährdeten Schmetterlingsarten, dem Hellen und dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Diese benötigen für ihren speziellen Lebenszyklus den Großen Wiesenknopf (Blume des Jahres 2021) als Eiablage- und Raupennahrungspflanze sowie bestimmte Ameisennester im Boden für die Entwicklung der Raupe zum Schmetterling.

Die Bestände der Schmetterlinge gehen, so teilt das RP mit, rasant zurück, weil feuchte Wiesen als Lebensraum selten geworden sind und, weil sowohl zu trockene als auch zu nasse Sommer wie in den vergangenen Jahren für die Wirtsameisen problematisch sind. Die noch übrigen Restbestände der beiden Bläulinge am Mittleren Oberrhein haben sowohl baden-württembergweit als auch deutschlandweit Bedeutung, schreibt das Regierungspräsidium.

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