Sasbachwalden

Bel Air: Brand durch Zigarette

Autor: 
Matthias Heidinger
Lesezeit 2 Minuten
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10. November 2015
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Nachdem sich die Aufregung nach dem Feuer im Gebetsraum wieder gelegt hatte, durften die Bewohner nach der Evakuierung wieder zurück ins Bel Air.

Nachdem sich die Aufregung nach dem Feuer im Gebetsraum wieder gelegt hatte, durften die Bewohner nach der Evakuierung wieder zurück ins Bel Air. ©Bernhard Margull

Aufregung in der Flüchtlingsunterkunft Bel Air in Sasbachwalden: In einer zum Gebetsraum umfunktionierten Kegelbahn war am Montagabend ein Feuer ausgebrochen. Es konnte rasch wieder unter Kontrolle gebracht werden – drei Menschen wurden nur leicht verletzt. Vermutlicher Grund: eine achtlos ausgedrückte Zigarette.

Als die alarmierten Feuerwehren mit 37 Mann und acht Fahrzeugen am Montag gegen 21 Uhr am Bel Air eintrafen, hatten Mitarbeiter der Security bereits das Feuer in der ehemaligen Kegelbahn abgelöscht. Es rauchte nur noch, die Wärmebildkamera konnte keinen Brandherd mehr feststellen. Der Sicherheitsdienst hatte auch, unterstützt vom DRK, die Bewohner auf dem Sammelplatz beim Wendehammer am Brand­rüttel evakuiert – wie bei mehreren Fehlalarmen in der Vergangenheit unfreiwillig geübt werden konnte.
Die Feuerwehr übergab an den DRK-Rettungsdienst drei Sicherheitskräfte, die sich beim Löschen laut Polizeibericht leichte Rauchgasvergiftungen zugezogen hatten. Sie konnten nach ambulanter Behandlung wieder aus dem Klinikum entlassen werden.

Die Ermittlungsbehörden  gingen am Dienstag davon aus, dass das Feuer mit großer Wahrscheinlichkeit durch fahrlässiges Verhalten verursacht wurde. Beamte des Polizeireviers Achern, Kriminaltechniker und ein Brandsachverständiger des Landeskriminalamtes schlossen einen technischen Defekt aus.

Nicht vorsätzlich

Vielmehr hätten sich konkrete Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ein an der holzvertäfelten Wand aufgehängter Deko-Korb mit Plastikblumen vermutlich durch unachtsames Ausdrücken einer Zigarettenkippe in Brand geraten war. Das Feuer habe dann auf die Holzvertäfelung übergegriffen. Von vorsätzlichem Handeln wird bisher nicht ausgegangen. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen der Polizei mehrere hundert Euro betragen.

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»Security und Einsatzkräfte haben gut gearbeitet«, lobte am Dienstag Bürgermeister Valentin Doll im ARZ-Gespräch. Es sei zwar alles glimpflich abgelaufen, der Vorfall zeige aber auch, »wie fragil dass da oben alles ist«, sagte der Bürgermeister.

Lob für Einsatzkräfte

Auch Einrichtungsleiter Thomas Hosp hat nach Auskunft vom Regierungspräsidium (RP) Freiburg die Abläufe bei diesem Vorfall gelobt, die Evakuierung habe wie geplant geklappt. »Wir sind froh, dass die Brandmeldeanlage ausgelöst hat und danken den Einsatzkräften für ihre Arbeit«, heißt es aus Freiburg.

Die Polizei schätzte übrigens die Zahl der Bewohner am Montagabend auf 500. Laut Markus Adler, Sprecher des RP Freiburg, variiere diese Zahl derzeit fast täglich. Die aktuellste Zahl, die Adler am Dienstag vorlag, war 640 Bewohner.
Weiterhin sei das RP dabei, die Auszahlung des Taschengeldes an die bereits registrierten Bewohner vorzubereiten. Wegen der ausbleibenden Zahlung hatte es schon leichten Unmut im Bel Air gegeben (die ARZ berichtete).

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