Abteilung Butschbach-Hesselbach

Feuerwehr traf fast nur noch bei Einsätzen zusammen

Autor: 
Roman Vallendor
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2021
Jürgen Kimmig (rechts) verabschiedete Roland Maier (stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch), Michael Panter (stellvertretender Abteilungskommandant) und Josef Panter.

(Bild 1/2) Jürgen Kimmig (rechts) verabschiedete Roland Maier (stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch), Michael Panter (stellvertretender Abteilungskommandant) und Josef Panter. ©Roman Vallendor

Seit März 2020 haben sich die Mitglieder der Feuerwehr-Abteilung Butschbach-Hesselbach fast nur noch bei Einsätzen getroffen. Am Sonntag zogen sie gemeinsam vor der Maieckle-Halle ihre Bilanz.

Bürgermeister Christoph Lipps lobte die Abteilungswehr Butschbach-Hesselbach, die sich in Pandemiezeiten mit den Herausforderungen auseinandersetzte und wie alle 350 Feuerwehrkameraden in Oberkirch mit ihren Einsätzen für die Sicherheit der Bevölkerung sorgte. Lipps versprach ihnen neue Investitionen.

Mehrere größere Feuerwehreinsätze im Jahr 2019

Schriftführer Bernhard Walter konnte zunächst für den Zeitraum 2019 bis Mitte März 2020 über eine Vielzahl von Aktivitäten berichten, beginnend mit der Frühjahrshauptübung auf dem Hengsthof in Ödsbach mit den Abteilungswehren Ödsbach und Lautenbach im April 2019. Es folgten Einsätze im August 2019 wegen eines Gebäudebrands in der Winzergenossenschaft in Oberkirch, eines Wohnhausbrands in Bottenau, eines Brennhausbrands in Hesselbach (beide im Dezember 2019) sowie zur Dammkontrolle an der Rench beim Hochwasser im Februar 2020. Proben und gesellige Zusammenkünfte sowie das Praxis-Modul der Hochwasserschulung füllten den Kalender.

Fast ein Jahr lang waren für die Feuerwehr keine Proben möglich

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Mit einem Schlag kam dann Mitte März 2020 coronabedingt die Einstellung sämtlicher Probentätigkeiten. Aufgenommen wurde der Probenbetrieb, darunter die Maschinistenprobe und die Probe für alle Atemschutzträger, mit maximal zehn Personen unter Corona-Vorschriften erst Mitte März 2021. Der jüngste Einsatz im Juni 2021 galt einem Gebäudebrand in Hesselbach.
Abteilungskommandant Jürgen Kimmig konnte trotz der Widrigkeiten Positives vermelden: Durch fünf junge Feuerwehrmänner wird der Altersdurchschnitt auf 38,7 Jahre herabgestuft. 25 aktive Kameraden hat die Abteilungswehr. Das Feuerwehrfahrzeug wurde aufgerüstet. Auf Vorschlag ihres Kommandanten beschlossen die Feuerwehrmitglieder, alle zwei Wochen zu proben, die Ferien ausgeschlossen. „Ein paar Einsätze, ohne Menschenschaden, tun gut“, stellte Kommandant Kimmig rückblickend fest. Sein besonderer Dank ging an vier Kameraden, die bei einer zwölfstündigen, nächtlichen Brandwache ununterbrochen im Einsatz waren. Geplant ist am 4. September ein Kameradschaftsabend.

Nach dem Hochwasser: Feuerwehr Oberkirch plant einen Warntag

Marcus Kohler, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberkirch, sprach von vielen pandemiebedingten Einschränkungen. Übungen konnten nicht wie gewohnt absolviert werden. Einsätze waren überschaubar. Ein großes Thema ist der Katastrophenschutz. Mit einer spontanen Spendenaktion unterstützte man die Opfer der Hochwasserkatastrophe in Ahrweiler. Wichtig wird in diesem Zusammenhang die Umrüstung der Alarmsirenen mit entsprechendem Heulton. Falls kein Landeswarntag zustande kommen sollte, werde die Oberkircher Feuerwehr einen Warntag zum Testen ausrufen, verkündete Kohler. Im Bedarfsplan Hesselbach ist eine Absauganlage und eine Umkleide vorgesehen. Kohlers Fazit lautete: „Die Abteilung Butschbach-Hesselbach macht gut mit“.
Alfred Sester von der Altersabteilung nannte ein Alterskameradschaftstreffen in Ottenhöfen. „Die Kommunikation zwischen Alt und Jung funktioniert prima“, lobte er. Im Hinblick auf das 75-jährige Jubiläum in 2022 war es erfreulich, dass Kassierer Martin Fieß von einem positiven Kassenstand berichten konnte. Im Kommando gab es durch die Neuwahl auf fünf Jahre personelle Veränderungen.

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