Achern / Oberkirch

Flyer für ein Denkmal

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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06. Dezember 2012
Roland Spether - Flyer und Plakat helfen mit, das Vermächtnis des Landesfeuerwehr-Ehrenmals lebendig zu halten (von links): Uta Kurzmann, Marco Weber, Kommandant Michael Wegel, Oberbürgermeister Klaus Muttach und Manfred Gaiser.

Roland Spether - Flyer und Plakat helfen mit, das Vermächtnis des Landesfeuerwehr-Ehrenmals lebendig zu halten (von links): Uta Kurzmann, Marco Weber, Kommandant Michael Wegel, Oberbürgermeister Klaus Muttach und Manfred Gaiser.

Das Ehrenmal auf dem »Hohbühl« erinnert an die im Einsatz gefallenen Feuerwehrmänner, ein Flyer und Plakat geben nun dem Ehrenmal selbst die Ehre. Manfred Gaiser und Marco Weber gruben dafür zahlreiche historische Informationen aus.

Achern. In liebevoller Arbeit entstanden Flyer und Plakat, die landesweit auf das Feuerwehr-Ehrenmal auf dem »Hohbühl« verweisen sollen. Es wurde am 11. Oktober 1936 mit einem imposanten Festakt eingeweiht und zum Jubiläum am 10. September 2011 noch einmal groß gefeiert. Dabei stellte der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Frank Knödler, fest: »Das Feuerwehr-Ehrenmal ist heute ein Symbol dafür, dass der Dienst der Feuerwehrangehörigen und die Rettung von Leben schön und notwendig, aber auch schwierig und gefährlich sind.«

»Wertvolle Hilfe«

In dieser Intention und nach umfassenden Recherchen entwarfen der Alterskamerad Manfred Gaiser und der aktive Feuerwehrmann Marco Weber den Flyer. »Das Acherner Stadtarchiv leitete dabei wertvolle Hilfe«, ließ Gaiser bei der Präsentation am vergangenen Dienstag wissen. Mit dabei waren Oberbürgermeister Klaus Muttach, Kommandant Michael Wegel und die für die Feuerwehr zuständige Fachbereichsleiterin Uta Kurzmann. »Heute wissen wir mehr als je zuvor über das Ehrenmal«, freute sich Manfred Gaiser aus Oberachern, der in den vergangenen Jahren als »Feuerwehr-Historiker« wertvolle Arbeit geleistet hatte.

Der Flyer zeigt den damaligen Kommandanten Josef Knapp (1933 bis 1937), der den Bau des Ehrenmals leitete. Auch der 1949 zum Landesbrandmeister ernannte Ludwig Hehn aus Achern ist zu sehen sowie ein historisches Bild vom Aufmarsch der Feuerwehren 1936. Dem gegenüber stehen Aufnahmen von der Jubiläumsfeier 2011 sowie einem Arbeitseinsatz einer Gruppe der Acherner Jugendfeuerwehr, die am Ehrenmal ihre Projektarbeit zur Stufe III der »Jugendflamme« absolvierte. Zu sehen ist auch der Acherner Kommandant und Kreisbrandmeister Michael Wegel, dem die historische Arbeit und vor allem das lebendige Vermächtnis des Ehrenmals für alle Feuerwehren in Baden-Württemberg ein Anliegen ist.

Informationen über die Stadt Achern und die Feuerwehr runden den Flyer ab, den die Acherner Feuerwehr in einer Auflage von 2500 Exemplaren drucken ließ und an zentralen Stellen, wie der Landesfeuerwehrschule oder dem Feuerwehr-Hotel »Sankt Florian« am Titisee, auslegen oder zu besonderen Anlässen mitnehmen wird. Der Flyer werde nicht gezielt an die Feuerwehren im Land versandt. Wer ihn haben möchte, bekomme ihn zugesandt, so der Kommandant.

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Viele Rückmeldungen

Nach der Jubiläumsfeier 2011 und den Veröffentlichungen über das Ehrenmal habe es viele Rückmeldungen gegeben, so Michael Wegel. Auch kamen Alterskameraden von anderen Wehren nach Achern. Zu überlegen sei, ob und in welcher Form ein mögliches Gedenken stattfinden könnte. Dass Manfred Gaiser stets vor Ideen in Sachen Feuerwehr sprudelt, wurde an dem Vorschlag »Briefmarke mit Landesehrenmal« deutlich. »Machen sie mal einen Entwurf für eine Briefmarke«, gab der Oberbürgermeister grünes Licht.

HINTERGRUND

Botschaft des Ehrenmals

Wappen der elf Kreisstädte des damaligen Landes Baden zieren das Feuerwehr-Ehrenmal auf dem Hohbühl. Aus der Spitze des Denkmals lodern Flammen und ein auf dem Sockel stehender Feuerwehrmann gießt aus einem Kübel Wasser über ein brennendes Haus. »Die ihr Leben für uns gaben leben ewig«, steht als Vermächtnis auf dem Ehrenmal, das heute allen Feuerwehrleuten gewidmet ist, die in den Kriegen getötet wurden oder im Dienst für den Nächsten starben.

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