Bezaubernde Auftritte

Frauenfasent in Peterstal setzte närrische Treffer

Autor: 
Jutta Schmiederer
Lesezeit 3 Minuten
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13. Februar 2020

(Bild 1/2) Christiane Kimmig (links) und Ulrike Mayer diskutierten über die Schreibmaschine ohne Monitor, die noch repariert werden sollte ©Jutta Schmiederer

Die Frauenfasent gehört zu den närrischen Traditionsveranstaltungen in Bad Peterstal. Die humorvollen Auftritte sorgten für viele Lacher.

Mit dem Gedenken an die kürzlich verstorbene Monika Huber begann die Frauenfasent im Pfarrsaal St. Bernhard in diesem Jahr ungewohnt, aber passend, schließlich hatte sie jahrelang einen aktiven Part dabei gespielt. Eine Premiere war auch die Moderation, die von Birgit Maier und Stefanie Müller als Putzfrauen in sehr lebendigen und humorvollen Dialogen übernommen wurde. 

Die bezaubernden Auftritte des kleinen und des mittleren Balletts, der jüngsten Frauen an diesem Abend, erfreuten die Großen mit ihrer Natürlichkeit und Tanzfreude. Die Vorsitzende der veranstaltenden Frauengemeinschaft Bad Peterstal Gisela Wiegert, als Schnecke kostümiert, begrüßte gemeinsam mit ihrer Tochter Marion Schindler die fast ausschließlich weiblichen Gäste. Die Art, wie beide sich dabei aufzogen („du schleimsch do rum“), erzielte die ersten Lachsalven an diesem Abend, der „wunderlustig unterhaltsam“ werden sollte, so Wiegert. 

Marion Schindlers überdimensionierter Teller, den sie für das anschließende Büffet mitgebracht hatte, wurde mit verständnisvollem Lachen quittiert, schließlich sind Menge, Auswahl und Qualität bei der Frauenfasent legendär. 

„Die Frau mit Hut“ Gisela Matteit nahm den Prospekt über ihre gewonnene Kreuzfahrt auf der MS Aida genauestens unter die Lupe. Als Kabinentyp wünschte sie sich „am liebsten einen mit schwarzen Locken“. Aus Umweltschutzgründen entschied sie sich dann aber doch anders: „Daheim im Schwimmbad isch es au ganz nett, schad nur, e Kabinentyp isch seller Badmeister net“. Bewegung ins Publikum brachten die Turnerfrauen Ursula Waidele, Carmen Rappenecker, Maria Hofsäß, Hedwig Schindler und Ursula Streck mit ihren Liedern. „Arme hoch, Arme runter und nach vorn“ sangen sie, und alle mussten mitmachen, um nach dem reichlichen Essen in den Bäuchen Platz fürs Dessert zu schaffen. Ulrike Maier staunte als 20-jähriger Computerfachmann nicht schlecht über die Schreibmaschine, die Christiane Kimmig zur Reparatur mitbrachte. „Isch des e Erbstück?“ fragte sie verständnislos und stellte fest, „die hat gar keinen Monitor“. Die Feststellung, dass die Schreibmaschine bisher erst drei Mal repariert werden musste kommentierte sie „dafür hätte sie scho 36 Computer wegschmisse könne“. 

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Vertauschte Rollen

Als hinreißende Überraschung an diesem Abend marschierte das Ehepaar Schindler in vertauschten Rollen ein: Hedwig mit Lederhosen und Martin als ihr „Schwarzwaldmädel“ im übergroßen Outfit legten zur gleichnamigen Melodie ein Tänzchen aufs Parkett. Verständigungsschwierigkeiten hatten Carmen Rappenecker und Maria Hofsäß, die sich an der Bushaltestelle über den Cholesterinspiegel zu unterhalten versuchten. 

Dabei mimte Maria Hofsäß diejenige, die nur „Spiegel“ verstand und meinte „ich muss abnehme, ich hab minner Spiegel scho der Breite nach uffghängt und jetzt hab i koi Platz meh drin“. „Es isch aber au verflixt, dass Kalorien besser schmecke müsse, als Vitamine“, die Richtigkeit dieser Aussage der moderierenden „Putzfrauen“ konnten die Frauen beim Desserbuffet überprüfen. Als „Quarkdasche“ räsonierten sie in einem eigenen Programmpunkt über ihre Ehemänner. „Ich hab daheim e Ufo: ein unheimlich faules Objekt“, war eine der Sticheleien. 

Als Highlight betrat zuletzt Robin Jekal als „Rüdiger Karpfendale“ die Bühne und beklagte ein „Drücken und Ziehen im Schritt“. Zunächst führte er es auf Wanderhoden zurück. Den wahren Grund, sein spezielles Haustier, zeigte er aber singend mit dem Lied „In meiner Hose wohnt ein Iltis“ und diesen präsentierte er auch der gröhlenden Frauenschar.

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