Achern

Freilichttheater mitten im Eiskellerwald

Autor: 
Wolfgang Winter
Lesezeit 2 Minuten
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30. Juli 2014

Mitten im Eiskellerwald hinter der Illenau führt das Illenau-Theater »Ronja Räubertochter« auf. Sechs Vorstellungen sind geplant, Premiere ist am Samstag. ©Daniela Busam

Beim Donnerdrummel, im Eiskellerwald, hinter der Illenau, ist immer häufiger statt Vogelgezwitscher der Lärm zweier Räuberbanden zu hören. Doch keine Angst, alles ist nur Theaterdonner. Am kommenden Samstag um 17 Uhr feiert dort die Freilichtaufführung von »Ronja Räubertochter« des Illenau-Theaters Premiere.

Astrid Lindgren hätte es sicher gefallen, die Geschichte von Ronja Räubertochter auf einer Waldlichtung anzuschauen. Noch als 67-Jährige ist die Kinderbuch-Klassikerin mit einer Freundin in Bäumen herumgeklettert. »Steine und Bäume standen uns nahe, fast wie lebende Wesen, und die Natur war es auch, die unsere Spiele und Träume hegte«, erinnerte sich die Autorin.
Ronja Räubertochter, veröffentlicht 1981, ist der letzte Roman Astrid Lindgrens. Erzählt wird die Geschichte von Ronja und Birk, zwei Räuberkindern die in konkurrierenden Clans aufwachsen. Als Ronja ist die Gamshursterin Fabien Ehrmann, ihre Klassenkameradin, Klara Kiniger aus Oberachern als Birk zu sehen.
Muss den Macker spielen
Klara fiel es anfangs schwer ihre Freundin »anzuschreien und herunterzumachen«. Sie erzählt: »Ich muss den Macker spielen, frech sein und herummotzen, an sich ist Birk aber ein guter Kerl, der auch Gefühle zeigen kann.« Ihr Lampenfieber hält sich in Grenzen, hat sie doch als Nachwuchsposaunistin der »Harmonie« in Oberachern schon häufiger vor Publikum gespielt.
Die zwölfjährige Fabien ist eine Leseratte. Neben dem Ronja-Roman hat sie noch viele andere Bücher von Astrid Lindgren gelesen. Für sie ist es zwar der erste große Auftritt, doch wer die Gymnasiastin bei einer der vielen Proben beobachtet, muss glauben, dass sie schon häufig auf der Bühne stand.
Regisseurin Rosa Maria Gannuscio, die für das Illenau-Theater bereits einige Kassenschlager inszenierte, ist vom Schauplatz Eiskellerwald begeistert und kann sich keinen interessanteren Aufführungsort vorstellen. Die Rollen der Erwachsenen zu besetzen, fiel leicht. Die alten Theaterhasen, zum Beispiel Petra Hoppe und Jürgen Schulze, motivieren die Nachwuchskräfte, ihr Bestes zu geben.
Ohne großes Equipment
Gannuscio gibt präzise Anweisungen. »Du musst der Klara richtig an die Nase packen«, ruft sie und demonstriert ihre Vorstellung handgreiflich an einem verdutzt aus der Wäsche schauenden Proben-Zaungast. Regieassistentin Viktoria Sutterer, die in einer Vielzahl von Märcheninszenierungen als Hauptdarstellerin zu sehen war, macht sich fleißig Notizen, um jede Änderung festzuhalten.  Techniker Pit Ferch muss ohne großes Equipment auskommen, ein besonders leiser Generator soll die Stromversorgung garantieren.

Stichwort

Aufführungen

Premiere von »Ronja Räubertochter« ist am Samstag, 2. August, 17 Uhr, weitere Aufführungen: 3., 5., 6., 8. und 9. August jeweils um 17 Uhr. Die Besucher können entlang der Illenau und beim Maison de France parken. Der Weg zum Eiskellerwald ist ausgeschildert.
Eintrittskarten gibt es bei den »gong«-Vorverkaufsstellen. Kurzentschlossene können am Aufführungstag ab 14.30 Uhr Karten bestellen unter: • 01 60/455 679 69.

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