Rat prüft Varianten

Freistetter Radweglücke im Industriegebiet wird geschlossen

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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19. Dezember 2019

Entlang der Rheinstraße im Freistetter Industriegebiet – hier auf Höhe der Spedition Hauser – soll der neue Radweg die Ortsmitte mit dem Grenzübergang verbinden. ©Ellen Matzat

Sicherer von der Grenze durch das Indutriegebiet sollen schon bald Radler in Freistett kommen. Der Bezirksbeirat einigte sich dabei auf den genauen Streckenverlauf.

Mit der Sanierung der Rheinstraße und der damit verbundenen Anbindung des Geh- und Radwegs an den Rheinübergang ging es am Dienstag im Bezirksbeirat um ein weiteres großes Projekt. Heike Schütt vom Ingenieurbüro Zink stellte sechs untereinander kombinierbare Varianten mit Kosten zwischen 740 000 und 1,35 Millionen Euro vor. Im Haushalt sind bisher 740 000 Euro eingeplant. Der Baubeginn ist an der Einmündung zur Straße Im Glockenloch und schließt an den neuen Radweg nach Gambsheim an. Das Bauende für die Straßenerneuerung ist vor der Überleitung zur L 87.

„Der Anlass der Planung sind die sichere Fuß- und Radweganbindung sowie das Beseitigen der Straßenschäden wie Rissen, Flickstellen und Verformungen der Oberfläche“, so Zink. Der Ausbau beschränkt sich auf die Erneuerung der Fahrbahn. Dazu soll aufgrund von Teerbelastungen im Untergrund nur oberflächlich gefräst werden. Es soll eine Fahrbahnbreite von 6,5 Metern geschaffen werden, die mit Borden eingefasst wird. 

Mit Querungshilfe

Das Gremium einigte sich auf die Variante, bei der der drei Meter breite gegenläufige Radweg von der Einmündung „Im Glockenloch/Rheinstraße“ bis zur Einmündung „Im Salmenkopf“ rechts auf der Seite der Firma Ytong verlaufen soll. Dort soll die Rheinstraße über eine Querungshilfe überquert werden und der Radweg nach der Einfahrt zur Firma Hauser mit einem 1,25 Meter breiten Schutzstreifen (Mulde) weiter auf der Seite der Angelweiher führen. 

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Durch die Mulde kann auf eine kostspielige Verlängerung der Regenwasserkanalisation verzichtet werden. Der Radweg soll weiter die Einmündung von der L 87 in das Industriegebiet überqueren und am Wald entlang zum Dammdurchlass und über die Brücke des Altrheinarms bis zur Einmündung „Minigolf/Tennisplatz“ führen, wo er an den neuen Radweg angeknüpft. Da man von der Ausfahrt Hauser nicht Richtung Baggersee schauen kann, ist die Querung nötig. Die Firmen Ytong und Hauser sind bereit, für den Radweg Gelände abzugeben.  

Zur Diskussion stand auch, ob es sicherer für die Radfahrer sei, den Radweg beidseitig mit einem Schutzstreifen wie in Hohbühn laufen zu lassen, bei der die Straßenseiten nicht gewechselt werden müssten. Da dabei aber der Fahrbahnquerschnitt geringer wäre, wäre der Schwerlastverkehr dazu gezwungen, den Radfahrschutzstreifen mit zu nutzen. 

Sicherheit geht vor

„Uns würde eine einseitige Radwegführung vollkommen reichen“, erklärte Reinhold Schmidt (CDU/FWG), allerdings wolle man die Radfahrer aufgrund des hohen LKW-Drucks nicht auf der Straße haben. Horst Siehl (SPD/FW) erkundigte sich nach einer Leitplanke als Alternative zu einer Betonabgrenzung. Da Leitplanken weder preislich noch räumlich Vorteile bringen, einigte man sich auf die optisch schönere Betonvariante mit Unterbrechungen, um die LKWs vom Radweg zu halten. Diese Variante wird neu berechnet und soll in der Januar-Sitzung nochmals vorgestellt werden, hieß es. 

Info

Am Rande/Bauantrag

Grünes Licht gab es für den Bauantrag der Firma Remondis Industrie Service zur Aufstellung von Raumcontainern zur dauerhaften Nutzung als Sozialräume. Im Erdgeschoss sollen drei Container für Dusche/WC und Umkleidebereich Männer sowie im Obergeschoss zwei Container für Dusche/WC und Umkleidebereich Damen sowie ein Aufenthaltsraum aufgestellt werden. em

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