Achern / Oberkirch

Frenetischer Jubel für Jungstars

Autor: 
Katharina Reich
Lesezeit 4 Minuten
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29. Mai 2012
Unter aufwändiger Lichtshow kam Pietro Lombardi auf die Bühne und wurde von dem überwiegend weiblichen Publikum frenetisch gefeiert. Unterstützt wurde er von einer Band.

(Bild 1/4) Unter aufwändiger Lichtshow kam Pietro Lombardi auf die Bühne und wurde von dem überwiegend weiblichen Publikum frenetisch gefeiert. Unterstützt wurde er von einer Band.

Idole aus DSDS und »Voice of Germany« rockten im Rahmen der »BaWü Airgames« die Showbühne in Oppenau. Das junge Publikum war begeistert von Pietro Lombardi, Sarah Engels, Sebastian Wurth und Michael Schulte.

Oppenau. »Oppenau ist so eine wunderschöne Stadt«, rief Sarah Engels ihren Fans zu. Sie und ihr Kollege Pietro Lombardi waren die heiß ersehnten Topacts der sehr jungen, meist weiblichen Konzertbesucher der BaWü-Talent-Show im Rahmen der »BaWü Airgames« in Oppenau. Die beiden 19-Jährigen hatten in der achten Staffel der Castingshow »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) das Finale erreicht. Pietro Lombardi ging dabei knapp als Gewinner hervor, seine Freundin wurde Zweite.

Bevor die DSDS-Stars die Bühne betraten, hatten auch junge Ortenauer Musiker die Chance, ihr Können zu zeigen. Den Anfang machte mit rockigen Klängen die Schulband »Copyright« aus Friesenheim. Beim letzten »Battle of the Schoolbands« hatten die Jugendlichen den dritten Platz belegt und seither schon einige Auftritte erlebt. »Wir sind ja kleine Clubs gewöhnt, jetzt standen wir auf der großen Bühne mit viel Technik und einem professionellen Soundcheck, das ist schon toll«, schilderte die 16-jährige Saskia Ockenfuß, Bassistin von Copyright, ihren Auftritt.

Die 13-jährige Vanessa Lehmann aus Oberharmersbach durfte die Bühne als »BaWü-Talent 2012« betreten. Mit einer unglaublich ausdrucksstarken, für ihr Alter sehr reifen Stimme interpretierte sie unter anderem Adeles »Someone like you« und »Zombie« von den Cranberries.

Sebastian Wurth, fünfter der letzten DSDS-Staffel, stellte seine neue Single »The time is right« vor. Der erst 17-jährige, sympathische, junge Mann ließ die Herzen der Mädchen mehrfach höher schlagen, als er immer wieder die Bühne verließ und sich in die Menge begab. Hier gab es dann viele Umarmungen für die Fans – ein Star sprichwörtlich zum Anfassen.

Eigene Kompositionen

Auch der Drittplatzierte der Castingshow »The Voice of Germany«, Michael Schulte, besuchte die BaWü-Talent-Show. Der junge Mann mit dem Wuschelkopf und der Gitarre sang in erster Linie Eigenkompositionen. Leider fielen seine Titel der schlechten Abmischung zum Opfer. Die Musik war einfach nur laut, die Texte kaum zu verstehen. Das war schade, sowohl für Fans als auch für den Künstler.

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Dann war es endlich so weit: Im weißen Kleidchen betrat Sarah Engels die Bühne. Das Publikum kreischte. »Sarah, wir lieben Dich«, schallte es aus den ersten Reihen. »Ich habe Euch auch ganz doll lieb«, gab die Sängerin zurück. Mit Liedern wie »Can’t stop«, »Hearts of fire« und »Only for you« stellte sie ihr Album vor. »Alles cool?«, fragte Pietro Lombardi, als er die Bühne betrat. »Wenn jemand mitsingt, dann bewegt das mein Herz«, forderte Pietro das Publikum zum Mitsingen auf.

Und die Mädchen waren textsicher. Wenn Pietro einen Klassiker wie »Que sera sera« anstimmte, konnten auch Zehnjährige mitsingen. Als Zugabe stimmten Sarah und Pietro noch ihr Duett »I miss you« an. Leider war die Veranstaltung schlecht besucht, was sicher auch an den hohen Eintrittspreisen lag.

Der Rathausplatz war nur zur Hälfte gefüllt. 30, beziehungsweise 40 Euro sind für die meist noch jungen Fans sehr viel Geld.

STICHWORT

»Sie lieben uns«

Die 13-jährige Natalia Henrich reiste extra aus Rüsselsheim nach Oppenau, um ihre Stars zu sehen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Sarah Schmiderer aus Hornberg hat sie am »Meet & Greet« mit den Stars teilgenommen.

»Wir waren ganz aufgeregt«, erzählten die beiden, »wir wussten gar nicht richtig, was wir fragen sollen.« Dann haben sie Sarah einfach ein Lied vorgesungen: »I miss you.« »Einfach alles« fänden sie an Sarah und Pietro gut. »Sarah musste niesen, das war so süß«, schildert Sarah Schmiderer ihre Begegnung mit der namensgleichen Sängerin. »Die lieben ihre Fans«, sind sich die Mädchen sicher, »und wir lieben sie auch«. kr

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