58-Jähriger beging Unfallflucht

Freude über Führerschein im Acherner Gerichtssaal

Autor: 
Bodo G. Toussaint
Lesezeit 3 Minuten
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09. März 2018

©Archivfoto: Mittelbadische Presse

Unfallflucht hatte ein 58-Jähriger begangenen. Vor Gericht gelang es ihm, zumindest den Führerschein zurückzuerhalten.

Kleiner Schaden, große Wirkung: Beim Zurücksetzen auf einem Parkplatz hatte der ehemalige Arbeiter und (inzwischen Frührentner) ein betagtes Auto gestreift und – womöglich aus Ärger, dass der Wagen einen anderen zugeparkt hatte – sich aus dem Staub gemacht. Dabei war er allerdings beobachtet worden, und so konnte ihm ein Strafbefehl wegen Unfallflucht zugestellt werden.

Die Geldstrafe schien ihm allerdings zu hoch und den Führerschein wollte er erst recht nicht abgeben. So legte er Einspruch ein und der Fall landete nun bei Richter Thomas Röber am Amtsgericht in Achern. Im Gerichtssaal befand sich eine Schulklasse mit Gymnasiasten, die den Prozess für das Fach Gemeinschaftskunde beobachteten. 

Den Kostenvoranschlag für die Reparatur der Blechschramme veranschlagte ein Autohaus auf 1300 Euro. Wie sich jedoch herausstellte, belief sich der von einem Sachverständigen festgestellte Schaden auf nur 700 Euro.

Nun hatte der 58-jährige Angeklagte aber schon Kontakt mit der Geschädigten aufgenommen und bereitwillig 1200 Euro überwiesen. Und wie sie im Zeugenstand einräumte, ist der Blechschaden bislang noch nicht einmal behoben worden, weil sich ein Bekannter »darum kümmern« wolle zu einem noch günstigeren Preis. 

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Dass er ein bisschen zu viel gezahlt zu haben schien, war für den Angeklagten offenbar nicht so von Bedeutung. Ihm ging es vielmehr darum, seinen Führerschein wiederzuerlangen. Sein Einspruch gegen den Strafbefehl bezog sich nur auf das Strafmaß, den Tatvorwurf hatte er zugegeben. 

Unumwunden zugegeben

Strafrechtlich war der Angeklagte bislang nicht in Erscheinung getreten, er hatte den Tatbestand zugegeben und der Schaden bewegte sich im unteren Grenzbereich, so dass sich die Staatsanwältin auf eine Geldstrafe von 35 Tagessätzen á 30 Euro (1050 Euro) beschränkte. Für das verkehrswidrige Verhalten kam noch einmal eine Geldbuße von 80 Euro hinzu.

Verteidiger Urs Hoernstein hielt sein Plädoyer ebenfalls kurz, regte als Geldstrafe 30 Tagessätze á 30 Euro an und hob den Umstand hervor, dass sein Mandant bereits seit mehr als zwei Monaten ohne Führerschein sei, dessen Herausgabe man ihm nun doch bitte gewähren möge. 

Das schien offenbar auch den Richter zu überzeugen. Er urteilte gemäß den Forderungen des Anwalts, der Entzug der Fahrerlaubnis wurde aufgehoben. Das nahm der Angeklagte mit sichtlicher Erleichterung zur Kenntnis, obwohl ihm sein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ganz schön teuer gekommen war. Seinen Führerschein aber bekam er noch im Saal ausgehändigt.  

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