Achern / Oberkirch

Frische Windkraft aus dem Renchtal

Autor: 
Heinz Hättig
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
30. April 2003

Bisher drehte sich die Windkraftanlage auf der Insel Fehmarn in der Ostsee. Jetzt steht sie in Nußbach-Müllen. Max Rohrhirsch hat sie im Secondhand-Verfahren erworben. Am kommenden Montag wird sie in einer kleinen Feierstunde eingeweiht.

Oberkirch-Nußbach. Wenn man Wortspiele liebt, kann man sagen, dass Max Rohrhirsch bei der Erstellung der Windkraftanlage zeitweise Gegenwind ins Gesicht blies. In der Tat mussten im Laufe des Genehmigungsverfahrens einige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden, bis im März der »rote Punkt« kam. Jetzt steht die Windkraftanlage unübersehbar bei der Rohrhirsch-Mühle in Nußbach-Müllen, als erste derartige Anlage im Renchtal. Ihre maximale Leistung liegt bei 55 Kilowatt pro Stunde. Der erzeugte Strom dient überwiegend dem Eigenbedarf. Der Überschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist. »Die Vergütung ist bei Wasserkraft, Windenergie und Solarenergie höchst unterschiedlich«, berichtete Max Rohrhirsch in einem Gespräch mit der Acher-Rench-Zeitung. Solarenergie werde am meisten gefördert, während Energie aus Wasser- und Windkraft als Stiefkind betrachtet werde. Einen Zuschuss gab es nicht. Dennoch hat er den Schritt zur Windkraftanlage konsequent betrieben. Schon vor drei Jahren begannen Windmessungen mit der Erkenntnis, dass es im Bereich des Renchgrabens genügend Wind gibt. In einer Windenergie-Zeitung entdeckte er dann ein interessantes Angebot. Der Besitzer einer Anlage auf der Insel Fehmarn, die durch die Lage an der Vogelfluglinie bekannt ist, wollte sein gutes Stück durch eine größere Anlage ersetzen. 30 Meter hoch Max Rohrhirsch packte zu. Die Anlage, die eine Narbenhöhe von 30 Metern und einen Rotordurchmesser von 20 Metern hat, wurde über 850 Kilometer hinweg auf drei Tiefladern geliefert, von einem Autokran abgeladen und innerhalb von zwei Tagen aufgestellt. Maßgeblich mit dabei waren Architekt Franz Vollmer (Oppenau) sowie Theo Vogt, Metallkonstruktionen, aus Bottenau. »In ganz Baden-Württemberg stehen bisher 200 Windkraftanlagen, weniger als in der Stadt Hamburg«, erzählte Max Rohrhirsch, der darauf hinwies, dass es mit dem Naturschutz keine Probleme gegeben habe. Bei der Stromgewinnung setzt er nicht nur auf den Wind, sondern auch auf Wasserkraft. Erst vor drei Jahren hat er im Mühlbach eine neue Wasserturbine eingebaut.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Stadtverwaltung legt Übersicht vor
vor 2 Stunden
Die Acherner Einsegnungshalle auf dem Friedhof soll saniert werden. In welchem Ausmaß muss noch festgelegt werden.  
Wegen Asphaltierungsarbeiten ist die obere Hauptstraße in Oberkirch voll gesperrt. Wenn es gut läuft, sollen die Bauarbeiten am Freitag abgeschlossen sein. Weniger gut sieht es für die Bäume aus, die auf der Nordseite der Straße geplant waren.
Oberkircher Hauptstraße
vor 5 Stunden
Noch mindestens bis Ende dieser Woche zwingt die Baustelle in der oberen Hauptstraße Autofahrer zu Umwegen. Um die Begleitumstände der Arbeiten ging es am Montag im Bau- und Umweltausschuss. Als Streitpunkt erwiesen sich die Bäume
Der Parkplatz zwischen Bahnhofsgebäude und Josef-Geldreich-Straße in Oberkirch soll eine zusätzliche Abfahrt erhalten.
Oberkirch
vor 5 Stunden
Die Stadt Oberkirch will Autofahrern die Zufahrt zum östlichen Bahnhofs­parkplatz erleichtern. Der Bau einer neuen Ausfahrt, dem der Bau- und Umweltausschuss am Montag zugestimmt hat, geht aber auf Kosten der Parkplätze.
Das neue Spielgerät auf dem Spielplatz in der Scheffelstraße soll dem Wappentier der Walachei nachempfunden werden – dann allerdings nicht wie auf der Grafik, sondern in deren Farben Rot und Grau.
Oberkircher Scheffelstraße
vor 6 Stunden
Der Spielplatz in der Scheffelstraße erhält ein neues Spielgerät – eine Kombination aus Rutsche, Wackelbrücke und Klettergerüst. Seine Form ist maßgeschneidert – die Stabhalterei Walachei könnte dafür Pate stehen.
Lautenbach
vor 7 Stunden
Ein Unbekannter ist in der Nacht von Sonntag auf Montag in ein Lautenbacher Hotel eingebrochen. Dort riss er einen Zimmertresor aus seiner Halterung und versuchte den Haupttresor zu knacken. 
Eine intensive Diskussion löste der Sasbacher Bürgermeister Gregbor Bühler mit seinem Vorschlag aus, die Zahl der Gemeinderäte zu reduzieren.
Vorschlag abgelehnt
vor 8 Stunden
Die Zahl der Sasbacher Gemeinderäte wird zur Kommunalwahl 2019 nicht reduziert, vorerst zumindest. Denn die Sasbacher Gemeinderäte lehnten am Montag mit zehn Nein-, sechs Jastimmen und drei Enthaltungen einen entsprechenden Vorschlag ab.
Ulmer Hexensud am 11.11. bei Bauhöfer eingebraut
vor 11 Stunden
300 Vertreter regionaler Narrenzünfte standen am Sonntag beim Einbrauen des Ulmer Hexensuds Pate. Das närrische Gebräu wurde unter der Aufsicht von Hexensudbraumeister Alexander Schneider und den Galgenberghexen aus Renchen mit vielen Zaubersprüchen im Braukessel angerührt.
Aus nach zehn Jahren
vor 13 Stunden
Der Laufer Bürgermeister Oliver Rastetter möchte nächstes Jahr nicht mehr als Kreisrat kandidieren. Als Begründung nennt er seinen Beruf als Bürgermeister und sein weiter wachsendes ehrenamtliches Engagement im Ort.
Fachwerk bleibt ein Thema in Sasbachwalden, auch wenn die Ortsbausatzung modernisiert werden soll. 2020 soll voraussichtlich die Talstraße vom Land erneuert werden.
Neue Bauvorschriften
vor 14 Stunden
Auch wenn die Ortsbausatzung in Sasbachwalden modernisiert wird, soll Fachwerk ein Thema bleiben. Eine Expertengruppe soll die Gemeinde dabei beratend unterstützen.
Höchste Auszeichnung des Ortenauer Narrenbundes
vor 14 Stunden
Bei der Fasnachts-Eröffnung der Narrenzunft Appenweier (NZA) hatte Karl Hansert vom  Ortenauer Narrenbund  (ONB) einen Überraschungs-Programmpunkt. Er überreichte den Eheleuten Inge und Waldemar Sauer den Quintessenz-Orden, die höchste Auszeichnung, die der ONB zu vergeben hat.  
Mit Tragseil und Laufwagen beförderte ein Forstunternehmen aus Österreich in der vergangenen Woche die im Lierbachtal gefällten Bäume an die K5370. Ein ganzer Hang war der Trockenheit und dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen.
»Kosten sind hier doppelt so hoch«
vor 14 Stunden
Ein Forstunternehmen aus Österreich rückte in der vergangenen Woche im Lierbachtal an, um mit einer speziellen Technik einen ganzen Hang an der K 5370 abzuernten. Insgesamt 750 Festmeter Holz mussten infolge von Borkenkäferbefall und Trockenschäden gefällt werden.  
Appenweierer Narren starten in die "fünfte Jahreszeit"
vor 19 Stunden
Am Sonntag eröffnete die Narrenzunft Appenweier bei »Kaiserwetter« die »fünfte Jahreszeit«. Narrentaufe, Ehrungen und ein buntes Programm sorgten bei »vollem Haus« für Top-Stimmung. Höhepunkt war die Verleihung des ONB-Quintessenz-Ordens an Inge und Waldemar Sauer.