Feuerwehrgerätehaus vor zehn Jahren bezogen

Für die Feuerwehr in Achern ging ein Traum in Erfüllung

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2021
Es war die absolut richtige Entscheidung, eine neue Feuer­wache an diesem Standort zu bauen, so OB Klaus Muttach und Kommandant Michael Wegel.

Es war die absolut richtige Entscheidung, eine neue Feuer­wache an diesem Standort zu bauen, so OB Klaus Muttach und Kommandant Michael Wegel. ©Roland Spether

Seit zehn Jahren ist die Acherner Feuerwehr im neuen Feuerwehrgerätehaus in der Straße „Alter ­Bahnhof“ untergebracht. Die Stadt investierte damals 4,4 Millionen Euro.

Die Sirene auf dem Dach des alten Feuerwehrgerätehauses heulte am 28. Mai 2011 lang und laut, denn der „historische Alarm“ war ein symbolisches Abschiedssignal für die „Floriansjünger“ und deren Fahrzeuge, die an diesem Tag um 14.45 Uhr in das neue Feuerwehrhaus in der Straße „Alter Bahnhof 112“ einzogen. Am 13. Juli war dann die feierliche Einweihung, und zehn Jahre danach zeigten sich Oberbürgermeister Klaus Muttach und Kommandant Michael Wegel unisono überzeugt, dass der von der Feuerwehr lang ersehnte Neubau die „absolut richtige Entscheidung“ war, eine enorme Aufwertung für die Feuerwehr in der Kernstadt und in den Stadtteilen war und wahrlich eine Investition in die Zukunft zum Schutz der Bürger darstellte.

Nach einer 30-jährigen Wartezeit ging damals der Traum der Feuerwehrleute in Erfüllung. Die Stadt investierte 4,4 Millionen Euro und bekam vom Land Baden-Württemberg einen Zuschuss von 747 000 Euro, der Oberbürgermeister konnte damals dem Kommandanten auch als „Einweihungsgeschenk“ ein neues Tanklöschfahrzeug „überreichen“. Mit dem Einzug in die neue Feuerwache wurden auch die beiden Gerätehäuser in Achern und Oberachern zusammengelegt, was auch ein Gewinn für die Einsatzfähigkeit bedeutet.

Mit dem Neubau wurde auch der „Schlauchpool“ der nördlichen Ortenau ins Leben gerufen, der reibungslos funktioniere und für die umliegenden Wehren einen wichtigen feuerwehrtechnischen Dienst darstellt. Deshalb sei die Acherner Feuerwache auch eine „Stützpunktwehr“, zumal sie bei größeren Bränden und Schadensereignissen mit der Drehleiter (Ersatzbeschaffung für 700 000 Euro kommt in Kürze) in die umliegenden Gemeinden ausrücke, so der Oberbürgermeister.

Für Kommandant Michael Wegel war wichtig, dass durch den Neubau die Zahl der Aktiven und der Jugendlichen stetig angestiegen sei und derzeit in der Einsatzabteilung 87 Frauen und Männer und in der Jugendwehr 16 Mädchen und Jungen umfasse. „Nach dem Einzug in die neue Feuerwache war es deutlich zu spüren, wie die Jugendlichen zu uns kamen“, meinte Wegel, der dies vor allem auf die Attraktivität des Gebäudes, der Fahrzeuge und Geräte zurückführte.

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Auch während der Corona-Zeit sei die Zahl konstant geblieben, vielmehr gebe es immer wieder Quereinsteiger oder Aktive, die bewusst nach Achern ziehen und in die Feuerwehr eintreten.

Durch den Neubau wurde auch das Flächen- und Raumangebot deutlich verbessert, es gebe mehr Übungs- und Lagerfläche, einen Übungsturm und auch die Sozialräume seien für Frauen und Männer bestens ausgestattet. Durch die Lage der Feuerwache seien die Einsatzfahrzeuge schnell in der Stadt, in den Ortsteilen und auf der Autobahn.

„Im Grunde machtlos“

Zu den katastrophalen Ereignissen in den Überschwemmungsgebieten meinte der Kommandant, dass die Acherner Feuerwehr bei aufziehenden Unwettern entsprechende Daten vom Deutschen Wetterdienst, von der Leitstelle Ortenau und dem Landratsamt erhalte und vorgewarnt werde. Die Lage werde dann kontinuierlich mit den anderen Hilfsorganisationen beobachtet und wenn es zu Hochwasser oder voll gelaufenen Kellern komme, könnte geholfen werden. Bei solchen Katastrophen wie in den vergangenen Tagen, als Bäche von 80 Zentimetern auf acht Meter anwuchsen, sei man im Grunde machtlos.

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