Freunde bleiben in der Pandemie

Gambsheim und Rheinau stehen enger denn je zusammen

Autor: 
red/hei
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09. Mai 2020

Gambsheims Bürgermeister Hubert Hoffmann (links) und Rheinaus Bürgermeister Michael Welsche bekräftigen ihre Freundschaft anlässlich des 75. Jahrestags zum Ende des Krieges am Jumelage-Denkmal auf der Rheininsel. ©Stadt Rheinau

Gambsheim und Rheinau gedenken am 8. Mai gemeinsam der Opfer von Krieg und Gewalt. Ungeschmälert ist die Verbundenheit trotz der Corona-Beschränkungen.

Bei ihrem Treffen am 8. Mai erinnerten die Bürgermeister Hubert Hoffmann aus Gambsheim und Michael Welsche aus Rheinau an einem symbolträchtigen Ort, mitten auf dem oft umkämpften Rhein, an die Befreiung vom menschenverachtenden Nationalsozialismus und an das Ende des Krieges in Europa vor 75 Jahren. Gemeinsam gedachten sie der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, wie es in einer Presseinformation aus dem Rathaus heißt.

Gleichzeitig bestätigten die Vertreter der Partnerstädte mit dieser Zusammenkunft am Städtepartnerschaftsdenkmal ihre ungeschmälerte starke Verbundenheit, auch während des Corona-Ausnahmezustands mit Einschnitten durch die Grenzschließung. 

Offizielle Partner

Vor knapp einem Jahr wurde bei einem großen grenzüberschreitenden Fest die jahrzehntelange Freundschaft mit einer offiziellen Städtepartnerschaft besiegelt. Dabei wurde allseits betont, dass der Rhein die beiden Kommunen verbindet und nicht trennt.

Leider habe die weltweite Corona-Krise auch den beiden Städten einen Strich durch die Partnerschaftsaktivitäten in diesem Jahr gemacht. Insbesondere die temporär wieder eingeführten Grenzkontrollen stellen die Menschen und Institutionen in der gesamten Grenzregion, so auch die aus Gambsheim und Rheinau, vor erhebliche Herausforderungen, wie es weiter heißt. Denn die grenzüberschreitende Mobilität sei ein elementarer Wesensinhalt dieser Städtepartnerschaft. Geplante Treffen und gemeinsame Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Hohe Hürden bestehen für die Berufspendler aus Frankreich bei der Einreise nach Deutschland.

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Fortlaufend anpassen

Dabei erkennen die beiden Bürgermeister laut Mitteilung die Notwendigkeit der staatlichen Maßnahmen in Frankreich und Deutschland zur Eindämmung der Pandemie und ihrer gravierenden Folgen grundsätzlich an. Gleichzeitig plädieren sie aber auch dafür, diese Maßnahmen fortlaufend der aktuellen Entwicklung anzupassen und auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen.

Für beide Bürgermeister haben der Zusammenhalt und die Solidarität der Bevölkerung hohe Priorität. „Wir verurteilen aufs schärfste die Beschimpfungen und Anfeindungen jeglicher Art, die französische Mitbürgerinnen und Mitbürger in den vergangenen Tagen und Wochen teilweise erleben mussten“, betonen Maire Hoffmann und Bürgermeister Welsche unisono.

Mit ihrer Unterschrift unter die Initiative „hiwe und driwe, Die Grenzen schließen sich, nicht aber unsere Herzen“ betonen sie, neben vielen weiteren Bürgermeistern und Landräten am Oberrhein, dass sie die deutsch-französische Freundschaft leben und unterstützen. Gemeinsam fordern sie zu Zusammenhalt und freundschaftlichem, respektvollem Umgang miteinander auf. 

Europa ist die Zukunft

Einen Tag vor dem Europatag der Europäischen Union am 9. Mai war es Hoffmann und Welsche mehr denn je ein Anliegen, für die Festigung der Europäischen Gemeinschaft und für eine europäische Identität zu werben. Sie sind sich einig: „Europa ist unsere Zukunft, daran wird auch das Coronavirus nichts ändern.“

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