Achern / Oberkirch

Gefangen im Netz der digitalen Welt

Autor: 
Wolfgang Winter
Lesezeit 2 Minuten
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14. Mai 2012
Daniela Busam - In dem Stück »Das Monster hinter dem Fenster« der Theater-AG der Realschule geht es um den unkontrollierten Medienkonsum Jugendlicher.

Daniela Busam - In dem Stück »Das Monster hinter dem Fenster« der Theater-AG der Realschule geht es um den unkontrollierten Medienkonsum Jugendlicher.

Achern (wowi). Die neu gegründete Theater-AG der Robert-Schuman-Realschule präsentierte am Samstag im ausverkauften Illenau-Theater eine lautstark beklatschte Premiere. Das von Regisseur Alisan Erdogan erdachte Stück »Das Monster hinter dem Fenster« karikiert in gelungen satirischer Übertreibung den unreflektierten Medienkonsum Jugendlicher.

Auf der von vier Realschülern stimmungsvoll dekorierten Bühne gehen die Geschwister Tanja (Xenia Jung) und Klaus (Marco Funk) auf eine beklemmend aktuelle Zeitreise: Die begeisterten Spiele- und Computerfans haben ihre Eltern (Julia Häußler und Alina Leise) voll im Griff. Statt zu erziehen, tolerieren sie ohnmächtig die »Null-Bock-Mentalität« der Sprösslinge. Ihre hilflosen Bemühungen, das Duo zur Bewältigung von Schularbeiten anzuhalten, gipfeln in einer »Wir-haben-es-jedenfalls-versucht-Haltung«, sind doch die eigenen Pläne den Eltern am Ende immer wichtiger, als mit den Kindern ins Gespräch zu kommen.

Schöne neue Welt?

Im Fortgang der Handlung erlebt das der digitalen Welt verfallene Geschwisterpaar einen unheimlichen Traum. Das hinter den Bildschirmen hausende Monster Robotix (Ann-Kathrin Wellach) erscheint und führt ihnen drastisch vor Augen, wie sich ihre Klassenkameraden und Freunde in der vermeintlich schönen, neuen Welt eingerichtet haben. In kleinen Spielszenen, in denen Annika Eigenmann, Nicole Falkner, Ann-Christian Hermann, Naomi Kammer, Leonita Kastrati, Elena Kauer und Lena Krabbe mitwirken, erfahren die Zuschauer, dass die Kommunikation der Protagonisten allein noch über ihre elektronischen Geräte erfolgt.

Ob sich die Geschwister besinnen und ob es ihnen gelingt, »das Monster hinter dem Fenster« in Schach zu halten, soll hier nicht verraten werden, sind doch dem flott inszenierten Stück viele Zuschauer zu wünschen. Das von Pit Ferch betreute Licht- und Tonteam (Moritz Wolfs, Patrick Schuh, Dominik Blümel) ist ein weiterer Beleg für die hervorragende Zusammenarbeit der Realschüler mit dem Illenau-Theater.

Pfarrer Hans-Gerd Krabbe äußerte sich nach der Premiere beeindruckt: »Die Technik-Sucht Jugendlicher wurde im Theaterstück eindrücklich thematisiert.« Schulleiter Friedrich Peter lobte ebenfalls die beachtliche Leistung. Seine ironisch gemeinte Anfrage, ob es nötig werde, den Kurs »Informationstechnik« an der Schule abzuschaffen, verneinte er sogleich, betonte jedoch, wie wichtig es sei, kritisch mit den neuen Techniken umzugehen.

Weitere Termine

Weitere Aufführungen im Illenau-Theater (Maison de France) finden an folgenden Terminen statt: 23. Mai, 10.30 Uhr und 18 Uhr, 24. Mai, 10.30 Uhr, und 17. Juni, 14 Uhr. wowi

Achern (wowi). Die neu gegründete Theater-AG der Robert-Schuman-Realschule präsentierte am Samstag im ausverkauften Illenau-Theater eine lautstark beklatschte Premiere. Das von Regisseur Alisan Erdogan erdachte Stück »Das Monster hinter dem Fenster« karikiert in gelungen satirischer Übertreibung den unreflektierten Medienkonsum Jugendlicher.

Auf der von vier Realschülern stimmungsvoll dekorierten Bühne gehen die Geschwister Tanja (Xenia Jung) und Klaus (Marco Funk) auf eine beklemmend aktuelle Zeitreise: Die begeisterten Spiele- und Computerfans haben ihre Eltern (Julia Häußler und Alina Leise) voll im Griff. Statt zu erziehen, tolerieren sie ohnmächtig die »Null-Bock-Mentalität« der Sprösslinge. Ihre hilflosen Bemühungen, das Duo zur Bewältigung von Schularbeiten anzuhalten, gipfeln in einer »Wir-haben-es-jedenfalls-versucht-Haltung«, sind doch die eigenen Pläne den Eltern am Ende immer wichtiger, als mit den Kindern ins Gespräch zu kommen.

Schöne neue Welt?

Im Fortgang der Handlung erlebt das der digitalen Welt verfallene Geschwisterpaar einen unheimlichen Traum. Das hinter den Bildschirmen hausende Monster Robotix (Ann-Kathrin Wellach) erscheint und führt ihnen drastisch vor Augen, wie sich ihre Klassenkameraden und Freunde in der vermeintlich schönen, neuen Welt eingerichtet haben. In kleinen Spielszenen, in denen Annika Eigenmann, Nicole Falkner, Ann-Christian Hermann, Naomi Kammer, Leonita Kastrati, Elena Kauer und Lena Krabbe mitwirken, erfahren die Zuschauer, dass die Kommunikation der Protagonisten allein noch über ihre elektronischen Geräte erfolgt.

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Ob sich die Geschwister besinnen und ob es ihnen gelingt, »das Monster hinter dem Fenster« in Schach zu halten, soll hier nicht verraten werden, sind doch dem flott inszenierten Stück viele Zuschauer zu wünschen. Das von Pit Ferch betreute Licht- und Tonteam (Moritz Wolfs, Patrick Schuh, Dominik Blümel) ist ein weiterer Beleg für die hervorragende Zusammenarbeit der Realschüler mit dem Illenau-Theater.

Pfarrer Hans-Gerd Krabbe äußerte sich nach der Premiere beeindruckt: »Die Technik-Sucht Jugendlicher wurde im Theaterstück eindrücklich thematisiert.« Schulleiter Friedrich Peter lobte ebenfalls die beachtliche Leistung. Seine ironisch gemeinte Anfrage, ob es nötig werde, den Kurs »Informationstechnik« an der Schule abzuschaffen, verneinte er sogleich, betonte jedoch, wie wichtig es sei, kritisch mit den neuen Techniken umzugehen.

Weitere Termine

Weitere Aufführungen im Illenau-Theater (Maison de France) finden an folgenden Terminen statt: 23. Mai, 10.30 Uhr und 18 Uhr, 24. Mai, 10.30 Uhr, und 17. Juni, 14 Uhr. wowi

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