Sanierung noch nicht 2022

Geld fürs Rathaus Kappelrodeck wird angespart

Autor: 
Redaktion
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24. November 2021
Das Kappelrodecker Rathaus stammt aus dem Jahr 1977 und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

Das Kappelrodecker Rathaus stammt aus dem Jahr 1977 und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen. ©Reinhard Brunner

Mit der Sanierung der Pfarrberghalle in Waldulm und der anstehenden Sanierung des Rathauses hat die Gemeinde Kappelrodeck zwei große Projekte zu bewältigen.

Bürgermeister Stefan Hattenbach legte dem Kappelrodecker Gemeinderat am Montagabend in der Achertalhalle den Haushaltsentwurf für 2022 vor. Es ist der nun dritte gemäß dem neuen kommunalen Haushaltsrecht. Nicht alles, was sich im Haushaltsplanentwurf findet, wird im Rahmen der Haushaltsberatungen – die nun zunächst im Verwaltungsausschuss fortgesetzt werden – beschlossen. Die nächste öffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses findet am Montag, 29. November statt.

Eckpunkte des Haushaltsentwurfs 2022 und mit inbegriffen Leuchtturmprojekte für die Gemeinde Kappelrodeck stellte Bürgermeister Hattenbach den Gemeinderäten vor (wir berichten).

Ein Leuchtturmprojekt, das sich laut Bürgermeister Hattenbach „im Herzen der Gemeinde befindet und das pulsierende Herz der Gemeinde ist und noch stärken werden soll“, ist das Rathaus. Im Jahr 1977 wurde das Rathaus in der Hauptstraße 65 in der Rotweingemeinde gebaut. Energetisch, funktional, hinsichtlich der Raumbedürfnisse entspricht es dem damaligen Stand. Nur ist es eben um 44 Jahre gealtert und genau so lange abgenutzt, so Hattenbach. „Diese Rahmenbedingungen für eine zeitgemäße Verwaltung sind unpassend und für eine zukunfstsgerichtete Verwaltung und Gemeinde gar hinderlich“, so der Bürgermeister.

Froh ist Hattenbach, dass es ein Glücksfall ist in der aktuellen, schwierigen Zeit nicht bauen zu müssen. Zwei große Projekte wie die anlaufende Sanierung der Pfarrberghalle und Rathaus wären wirtschaftlich aber auch von den Kapazitäten der Verwaltung her nicht durchführbar.

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Das heißt fürs Rathaus, 2022 wird definitiv nicht gebaut, aber es wird projektbezogen angespart, um Eigenmittel für diese Investition mit einer Ansparrate von 400 000 Euro einzustellen.

Eine Vision, wie das künftige Rathaus aussehen und was es beinhalten soll, gab Hattenbach schon mal bekannt. „Wir bauen, wenn wir klug und intensiv geplant haben, wir bauen, wenn die Zeit auch finanziell reif ist und indem wir Förderfenster nutzen“. Wenn es nach Hattenbach geht, kommt in die Leistungsbeschreibung auch der Ausbau weiterer Kindergartenplätze mit rein. „Wer sagt denn, dass in einem Gebäude nicht gleichzeitig ein Rathaus und eine Kita untergebracht werden darf, ich sehe ein Bürgerhaus und kein Haus der Räte als Vision.

In der Förderperiode 2014 bis 2020 der Regionalentwicklung Ortenau – Leader Region – wurden im Jahr 2021 fünf Projekte mit einer Fördersumme von insgesamt rund 104 000 Euro berücksichtigt, neben drei privaten auch zwei Projekte der Gemeinde mit dem digitalen Infoterminal beim Rathaus sowie Möblierung des Multimedia-Sagenwanderwegs.
Mehrere Projekte sind für 2022 konkret angefragt. Um aber an die Leader-Fördermittel zu gelangen, ist eine Mitgliedschaft vonnöten. Nach derzeitigen Berechnungen entfallen auf Kappelrodeck ein Kostenanteil zwischen 2700 bis 3500 Euro für das Bewerbungsverfahren und jährliche Kosten von 2000 bis 2500 Euro.

Unterschiedliche Meinungen für einen Beitritt gab es bei den Gemeinderatsfraktionen. Ludwig Kohler für die FVW und Werner Mandat für die SPD signalisierten Zustimmung, Markus Vogel für die CDU erklärte dem Antrag nicht zuzustimmen. Mehrheitlich beschloss der Gemeinderat die Teilnahme an der Leader-Förderkulisse Ortenau für die Förderperiode 2021-2027.

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