Kindergarten Lautenbach

Gemeinde muss 440 000-Euro-Lücke ausgleichen

Autor: 
Roman Vallendor
Lesezeit 2 Minuten
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12. September 2019
Die politische Gemeinde Lautenbach finanziert den Löwenanteil der Betriebskosten des Kindergartens.

Die politische Gemeinde Lautenbach finanziert den Löwenanteil der Betriebskosten des Kindergartens. ©Roman Vallendor

Auf der Tagesordnung des Gemeinderats Lautenbach standen am Dienstag die Abrechnung der Betriebskosten für die beiden Kindergärten St. Josef und »Naturkindergarten Sonnenkinder« für das Jahr 2018. Sie fiel für die Gemeinde angenehmer aus als erwartet.

Der katholische Kindergarten Lautenbach  schrieb im Jahr 2019 wie erwartet rote Zahlen. 468 700 Euro betrug das Defizit laut der Katholischen Verrechnungsstelle Achern, Elternbeiträge schon einkalkuliert. Mit maximal 92 Prozent trägt die politische Gemeinde Lautenbach den Löwenanteil des Defizits, den Rest übernimmt die Kirchengemeinde. 

Da die Gemeinde zusätzlich 17550 Euro für zusätzliche Personalkosten nach der KiTaVO übernimmt, zahlt Lautenbach insgesamt einen Zuschuss von 439 500 Euro. Die gute Nachricht: Die Gemeinde hatte für 2018 bereits eine Vorauszahlung in Höhe von 504 000 Euro geleistet, so dass sie gut 64 400 Euro zurückerstattet erhielt. 

Grund der Erhöhung der Vorauszahlung auf 504 000 Euro war die Erhöhung des Stellenschlüssels zum 1. Mai 2018, als die vierte Gruppe von zwölf auf 19 Kindergartenplätze aufgestockt wurde. Des Weiteren waren die Einnahmen aus Elternbeiträgen im Jahr 2018 deutlich höher als ursprünglich im Haushaltsplan angesetzt. Für das Jahr 2019 wurden mit einstimmiger Billigung des Gemeinderats die Vorauszahlungen auf 504 000 Euro festgesetzt.

Für den »Naturkindergarten Sonnenkinder« hat Kassiererin Uta Gmeiner am 31. Juli 2019 die Berechnung der Betriebskosten vorgelegt. Darin werden die Abweichungen der Ist-Zahlen im Vergleich zu den Planzahlen für das Jahr 2018 dargestellt. 

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Zu verzeichnen ist ein Gewinn von 4900 Euro, der sich aus den geringen Gehaltskosten ergibt. In der Haushaltungsplanung für 2018 wurde ursprünglich eine Anpassung der Gehaltskosten berücksichtigt, die aber erst in diesem Jahr erfolgen wird. 

Für 2018 hatte die Gemeinde beim Naturkindergarten mit einem Nettozuschuss von 15 000 Euro kalkuliert, bei Vorauszahlungen von 67 000 Euro und Zuschüssen und Ausgleichszahlungen in Höhe von 52 000 Euro.
Die Vorauszahlungen für den Naturgarten für 2019 waren auf 82 074 Euro festgesetzt worden. Die Gemeinde muss hiervon einen Nettozuschuss von 19 000 Euro aus eigener Kassse begleichen. »Ich freue mich, dass der Waldkindergarten mit zahlreichen tollen Aktionen versucht, Einnahmen zu generieren. Auch dies trägt zur Reduzierung des Gemeindezuschusses bei«, kommentierte Bürgermeister Thomas Krechtler.  

Höhere Nachfrage

Hauptamtsleiter Bastian Knapp ergänzte, dass der Naturkindergarten, der bisher fast ausschließlich von auswärtigen Kindern besucht wurde, inzwischen auch von fünf Lautenbacher Kindern besucht wird. Die Abrechnung der Betriebskosten passierte den Gemeinderat einstimmig.

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