Drei neue Projekte

Gemeinde Sasbach investiert für die Kinder

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
12. September 2018

Der Kindergarten Waldfeld wird einen Anbau mit Keller erhalten, die Kosten wurden auf zirka 960000 Euro geschätzt. Der Anbau kommt auf den südlichen Teil des Mapello-Platzes in dem Bereich zwischen Hügel und letztem Fenster. ©Roland Spether

Erweiterung des Kindergartens Waldfeld, Umbau des Kinderhauses St. Elisabeth, Kauf eines Bauwagens für den Waldkindergarten. Die Sasbacher Räte fassten gleich drei markante Beschlüsse, die vor allem den Kindern in Sasbach und Obersasbach zu Gute kommen sollen.

Rein finanziell bedeutet dies für alle drei Maßnahmen Kosten von zirka 1,1 Millionen Euro, für die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen wird ein Zuschuss von knapp 200 000 Euro erwartet, beim Kinderhaus St. Elisabeth beteiligt sich die katholische Kirchengemeinde bei einem positiven Bescheid mit zehn Prozent der Investitionskosten. 
In der Sitzung vom 23. Juli hatten die Räte bei einer Enthaltung einem Anbau an den Kindergarten Waldfeld in Sasbach für eine U3-Gruppe und eine Ü3-Gruppe zugestimmt, eine vorsichtige Kostenschätzung bezifferte Architekt Josef Straub mit 880 000 Euro. Eine der zentralen Fragen war, ob der Anbau unterkellert werden sollte, auch wurde das Raumkonzept mit Räumen wie Elternzimmer, Spielezimmer, Werkstatt oder Schleuse zum Außenbereich modifiziert und erweitert. Nun stellten die Architekten Jonas Dietzel und Josef Straub ausführlich das neue Konzept gemäß den notwendigen Erfordernissen für eine U3- und Ü3-Betreuung vor, wobei in der über einstündigen Diskussion deutlich wurde, dass Gemeinde und Architekten gesetzliche Vorgaben erfüllen müssen und diese ihren Preis haben. Dieser beläuft sich nach einer Kostenschätzung mit Keller und Möblierung auf 960 000 Euro Brutto. »Es wird alles von oben vorgeschrieben und die Kommunen müssen zahlen, bekommen aber keine Zuschüsse«, so Brigitte Bauer. 
Gemäß dem Wunsch der Gemeinderäte tagte auch der Bauausschuss, der dem Gemeinderat einen Anbau mit Keller empfehle, so Rolf Hauser. Diesem Vorschlag entsprachen die Räte einstimmig. Abzuklären ist noch, ob und in welchem Umfang der Betreiber der Hackschnitzelanlage (Ratio Energie) in dem Heizraum etwa eine Ölheizung einbaut, um bei einem Ausfall eine Alternative zu haben.
Diskussion ums Dach
Der Hauptpunkt der Diskussion betraf das Thema Dach und es war Franz-Josef Zink, der den Stein ins Rollen brachte und die Flachdachprobleme etwa bei der Grindehalle ansprach. Die Architekten sahen ein Pultdach nach Norden hin vor und ein Flachdach nach Süden hin, wobei der Planer des Kindergartens, Josef Straub, darlegte, dass mit dem Anbau die Formensprache des ursprünglichen Gebäudes Ende der 90er Jahre aufgenommen wurde.
Zuvor ging es hin und her zwischen Pultdach, flachgeneigtem Dach von fünf bis zehn Grad Neigung bis zu einem Satteldach, wobei von allen Seiten Argumente vorgebracht wurden, die sinnvoll waren. Das gute Ende der Diskussion war, dass die Architekten vor einer Entscheidung dem Rat Dach-Alternativen vorlegen sollen.

Stichwort

Gemeinde kauft Bauwagen

Bereits vor den Sommerferien wurden die Themen beraten, um möglichst viele KiTa-Plätze zu schaffen. Nach kurzer Erläuterung durch Laura Baust kam es schnell zu der einstimmigen Entscheidung, einen Bauwagen mit Mobiliar zu kaufen. Den Zuschlag erhielt die Firma Martens Forsttechnik zum Preis von 52 241 Euro. Da die Baugenehmigung zum Sitzungstermin noch nicht vorlag, wurde der Beschluss »unter Vorbehalt« getroffen. Einstimmig war auch das Votum für den Umbau des kirchlichen Kinderhauses St. Elisabeth, den bisherigen Raum der Sasbacher Schachfreunde und den Raum der Schulkindbetreuung für die Einrichtung einer weiteren U3-Gruppe umzubauen. Die Kosten belaufen sich auf 79 000 Euro, nach Abzug der Fördermittel und des Beitrages der Kirche beträgt der Kostenanteil der Gemeinde 21 330 Euro, so Christoph Karcher. Auch die Erzdiözese Freiburg muss noch ihre Zustimmung geben. Auf Anfrage von Ambros Bühler teilte der Bürgermister mit, dass keine Indizien erkennbar seien, dass die Kirche der Gemeinde das Kinderhaus verkaufen möchte.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Vertreter von Stadtverwaltung, Gemeinderat, Hans-Furler-Gymnasium, Musikschule, Musikverband und Vereinen weihten gemeinsam mit Architekt Lorenz Kimmig und Pfarrer Lukas Wehrle das neue Oberkircher Musikzentrum ein.
Probelokal und Musikschule vereint
vor 1 Stunde
Die Stadt Oberkirch hat am Dienstag das neue Musikzentrum eingeweiht. Mit dem 1,8-Millionen-Euro-Bau erfüllt sich nicht nur für die Stadtkapelle und den Fanfarenzug ein Traum.
Um das sanierungsbedürftige evangelische Gemeindehaus in Rheinbischofsheim soll sich ein Förderkreis kümmern. Die Pläne wurden am Montag bei einem Infoabend vorgestellt.
Altes Gemeindehaus
vor 4 Stunden
Ein Förderkreis kümmert sich künftig um das evangelische Gemeindehaus in Rheinbischofsheim. Das erklärte Pfarrer Martin Grab am Montag bei einem Infoabend zum Erhalt des sanierungsbedürftigen Gebäudes. Auf einen Förderverein verzichte man dabei bewusst.
Gottesdienst, Prozession, kulinarische Köstlichkeiten und viel Programm
vor 9 Stunden
Das »Ulmer Fest« am Wochenende war wieder eine Verbindung aus kirchlichen und weltlichen Aktivitäten. Die Pfarrgemeinde feierte mit Gottesdienst und Prozession ihren Kirchenpatron »Sankt Mauritius«, die Vereine servieren kulinarische Spezialitäten, Jahrmarkt und Kinderaktionen.  
Die Stadt Oberkirch will im Baugebiet »Tanzberg« in Tiergarten auf einer bislang als Obstwiese genutzten Fläche neue Bauplätze erschließen.
"Tanzberg" Tiergarten
vor 9 Stunden
Das Baugebiet Tanzberg in Tiergarten wird erweitert: Eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans hat die Stadt Oberkirch jetzt auf den Weg gebracht. Nach ersten Einschätzungen könnten acht Bauplätze herausspringen.
Die Firma J.H. Ziegler unterhält einen zweiten Standort im Industriegebiet Heidt. Oberbürgermeister Klaus Muttach – hier mit Geschäftsführer Diedrich von Behr, Kaufmännischer Leiter Thomas Ehret-Eisner und Christian Zorn, Wirschaftsförderer der Stadt Achern (von links) – sieht darin eine Stärkung des Acherner Wirtschaftsstandortes.
Firma J.H. Ziegler
vor 9 Stunden
Als eine Stärkung des Acherner Wirtschaftsstandortes bezeichnete OB Klaus Muttach die weitere Ansiedlung der Firma J.H. Ziegler in der Heidt. Einfach seien die Verhandlungen dazu aber nicht gewesen.
Seit 20 Jahren engagiert
vor 9 Stunden
Lang ist die Liste der Projekte, für die Werner Mandat während seiner 20-jährigen Tätigkeit als Kappelrodecker Gemeinderat bislang verantwortlich war. Für seinen großen Einsatz erhielt er jetzt eine Auszeichnung.
Ohne Bewässerung hatten es die Reben in diesem Jahr schwer, weshalb die Gemeinde Kappelrodeck die Winzer einmalig unterstützen möchte.
Kostenloses Wasser
vor 9 Stunden
Ohne zusätzliches Wasser hätten manche Reben im Achertal den trockenen Sommer nicht überstanden. Dass die Landwirte dafür allerdings nichts zahlen sollen, gefiel nicht allen Gemeinderäten.
Willy Astor, hier bei seinem Auftritt im vergangenen Jahr in Offenburg, kommt nach Oberkirch.
Literaturtage
vor 9 Stunden
 Den bereits ausverkauften Auftakt der Literaturtage macht am Donnerstag, 18. Oktober, 20 Uhr, Willy Astor mit seinem Programm »Jäger des verlorenen Satzes« in der Erwin-Braun-Halle Oberkirch.
Bei der Einweihung des Mehrgenerationenplatzes (von links): Bernhard Wolf, Harald Hedemann (sitzend), Michael Braun, Sabrina Lusch, Verena Kopp-Kast, Bürgermeister Christoph Lipps, Andrea Gütle, Bärbel Rombach, Oberbürgermeister Mathias Braun, Frank Niegeloh, Rudolf Hans Zillgith.
Eröffnung im Stadtgarten
vor 9 Stunden
Unter großem Zuspruch der Bevölkerung eröffnete  Oberbürgermeister Matthias Braun am Montagnachmittag den  Mehrgenerationenplatz im Alten Stadtgarten – just an der Stelle, wo vormals die Voliere und das Tiergehege Anziehungspunkte für Jung und Alt waren. Rund 70 000 Euro hat er gekostet. 
Elke, Philipp und Stephan Haag, Martina Layer, Wolfgang Haag und Ute Droll (von links) boten zum Höhepunkt des Konzerts »The Holy City« von Stephen Adams.
Auftritt in Rheinbischofsheim
vor 9 Stunden
Mit stehenden Ovationen wurde die Musikerfamilie Haag aus Scherzheim mit Elke und Wolfgang Haag, den Söhnen Philipp (16) und Stephan (13) sowie Ute Droll und Martina Layer bei ihrem klassischen Konzert in der gut besuchten Rheinbischofsheimer Kirche belohnt. Den Zuhörern boten sie am Sonntagabend...
Stadt Renchen investiert 36 000 Euro
vor 9 Stunden
 In Renchens Ortsteil Erlach hat eine Fachfirma die Sanierung des Gehweges in der Zusenhofener Straße in Angriff genommen. »Es ist in diesem Bereich einer  der letzten Abschnitte, der noch nicht gepflastert war.
Runden Geburtstag mit Gottesdienst gefeiert
vor 9 Stunden
Am Sonntag feierten die Urloffener Pfadfinder ihren 45. Geburtstag. Den Startschuss der Festivitäten gab ein Freilichtgottesdienst. Gründungsvater Gerald Doll und seine Enkelin Lara blickten auf die letzten 45 Jahre des Stammes zurück.