9000 Euro jährlich

Gemeinde Sasbach unterstützt aufstrebenden Karate-Verein

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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14. August 2019
Der Karate-Verein ist auch im Dorfleben aktiv, sei es beim Kinderferienprogramm oder wie hier bei einer Schauvorführung zum Jubiläum mit der Partnergemeinde Mapello. Für seinen größeren Raum bekommt er einen Zuschuss.

Der Karate-Verein ist auch im Dorfleben aktiv, sei es beim Kinderferienprogramm oder wie hier bei einer Schauvorführung zum Jubiläum mit der Partnergemeinde Mapello. Für seinen größeren Raum bekommt er einen Zuschuss. ©Archivfoto: Roland Spether

Der junge und aufstrebende Verein Karate Dojo Kazuya Sasbach erhält von der Gemeinde eine finanzielle Grundlage, auf der sich in den nächsten Jahren planen lässt.

Die Sasbacher Gemeinderäte befürworteten in ihrer Sitzung am Montag bei einer Enthaltung, dem Verein Karate Dojo Kazuya einen jährlichen Zuschuss von 9000 Euro zu gewähren. Der Beschluss ist zunächst befristet auf drei Jahre, einen Vertrag wird die Gemeinde mit dem auch international erfolgreichen Club abschließen. Der Zuschuss wird ab Mietbeginn der neuen Räume in Sasbach erteilt.

Seit 2012 trainiert der Verein im ehemaligen Schlecker-Markt in Obersasbach. Durch die stetig gestiegene Zahl der Mitglieder musste eine neue Stätte gesucht werden, auch ist der bisherige Raum mit sechs Pfosten, die eine Verletzungsgefahr darstellen, einfach zu klein und für den Karatesport eher ungeeignet.

Die Vorsitzende Katharina Gelz hatte in der Sitzung am 22. Juli bereits auch noch darauf hingewiesen, dass der Verein die Miete für den neuen, größeren Raum trotz einer moderaten Anhebung des Mitgliedsbetrages alleine nicht stemmen kann (wir berichteten). Die Gemeinderäte wollten darüber nochmals nachdenken und Bürgermeister Gregor Bühler nahm das Thema am Montag nun auf die Tagesordnung.

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Auf seine Einladung hin hatte Gelz nochmals kurz Gelegenheit, den Antrag zu begründen. Demnach könne der Verein mit 70 Mitgliedern – 80 Prozent seien Kinder und Jugendliche – durch den Umzug deutlich mehr Sportler aufnehmen. Der Verein müsste im neuen Dojo auch eine kleinere bauliche Maßnahme vornehmen, so Katharina Gelz. Derzeit belaufe sich der Monatsbeitrag bei Kindern unter 18 Jahren auf 11,50 Euro, beabsichtigt sei eine Erhöhung um 4,50 Euro. Zu Beginn der Beratung hatte Gregor Bühler die Gemeinderäte gebeten, nicht in einen Vergleichswettbewerb der Vereine einzutreten, wer wie viel Geld bekommt, denn letztlich sei die Vereinsbezuschussung in Sasbach sehr gut. Wie aus einer Anlage ersichtlich, belief sich der Jugendzuschuss 2018 für die 925 gemeldeten Jugendlichen auf 11 100 Euro.

Eine Frage der Existenz

Bei dem Antrag des Karate-Vereins gehe es um eine »existenzielle Frage«, so der Bürgermeister, was letztlich alle Beiträge der Gemeinderäte auch ähnlich formulierten. 
Für Ambros Bühler war wichtig, dass die Frage der Bezuschussung an der Leistungsfähigkeit des Vereins und dessen Notwendigkeiten festgemacht werde und nicht an der Miete an sich. Es sei auch nicht möglich, die Vereine miteinander zu vergleichen, dessen ungeachtet sprach er sich wie andere für einen Zuschuss aus.

Andrea Erz schlug vor, den Zuschuss zu befristen, damit der Verein auch planen könne. Die Gemeinderäte entschieden sich dann für zunächst dreimal jährlich 9000 Euro. Bernhard Wölfle merkte an, dass auch der Verein in der Pflicht sei, neue Geldquellen durch passive Mitglieder oder einen Förderverein zu erschließen. 

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