Erweiterung Gemeinschaftsschule

Gemeinderat Appenweier kippt Ausschreibung

Autor: 
Wolfgang Löhnig
Lesezeit 2 Minuten
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18. Mai 2018

So soll der geplante Neubau der Gemeinschaftsschule Appenweier einmal aussehen. Möglicherweise mit einer anderen Fassade. ©Gemeindeverwaltung

Bei der Vergabe von weiteren Arbeiten für die Erweiterung der Gemeinschaftsschule hat der Gemeinderat Appenweier die Ausschreibung für das Verblendmauerwerk  aufgehoben. Es wird neu ausgeschrieben. Das Angebot lag 60 Prozent über den geschätzten Kosten.
 

Bei der Vergabe von weiteren Arbeiten für den Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule Appenweier hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag die  Ausschreibung für das Verblendmauerwerk aufgehoben und lässt die Arbeiten neu ausschreiben. Grund: Rund 400 000 Euro stehen für diese Arbeiten im Leistungsverzeichnis. Lediglich ein Angebot sei eingegangen. Und das lag mit 1 380 489 Euro um rund 60 Prozent über den vorab kalkulierten Kosten. 

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»Extrem überteuert«

»Die Kostensteigerung geht weit über die normale Baukostensteigerung hinaus. Die Preise sind extrem überteuert und unwirtschaftlich. Es war kein Wettbewerb vorhanden. Die Preise im bepreisten Leistungsverzeichnis wurden anhand vergleichbarer Projekte angenommen«, informierten Bauamtsleiter Ulrich Brudy und Bürgermeister Manuel Tabor unisono.
 Der Architekt, so Bürgermeister Manuel Tabor, sei ziemlich sicher, dass bei einer weiteren Ausschreibung ein wesentlich günstigerer Preis herauskommen wird. 
»Sollte dies nicht der Fall sein«, so das Gemeindeoberhaupt, »dann muss bei der Fassade des Objektes eine andere Lösung  gesucht werden«. Denn bisher habe man bei den Ausschreibungen immer Ergebnisse erzielt, die im Rahmen der Kostenkalkulation lagen. 
Allerdings, so Manuel Tabor weiter, habe man sich im Vorfeld für eine Fassade mit Klinkervorbau entschieden, da diese gerade in Verbindung mit unerwünschten »nächtlichen Besuchern« nur schwer zu beschädigen sind. Denn andere Fassaden seien  empfindlicher bei möglichem Vandalismus. 
Geld für die Schulerweiterung und Neubau hat der Rat  dann doch noch ausgegeben. Die Putzarbeiten wurden an die Firma Florians Gipsergeschäft in Bühl für 104 180 Euro vergeben. Mit der Metall- und Brandschutzverglasung wurde die Firma Trauschke (Appenweier) für 174 794 Euro beauftragt, der Auftrag für den Trockenausbau ging in Höhe von 417 427 Euro an die Firma Himmelsbach aus Friesenheim. 
 

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