Oppenau

Generationswechsel in der Forstbetriebsgemeinschaft gelungen

Jutta Schmiederer
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01. Oktober 2022
Einen Generationenwechsel stellt der neue Vorstand der FBG Hinteres Renchtal dar: (von links) Meinrad Baumann, Uwe Gaiser, Yvonne Bierer, Maurice Mayer, Siegfried Huber, Andreas Springmann, Lukas Ruf, Markus Mayer, Philipp Treyer, Helmut Huber, Timo Kimmig, Thomas Huber, Martin Schade.

Einen Generationenwechsel stellt der neue Vorstand der FBG Hinteres Renchtal dar: (von links) Meinrad Baumann, Uwe Gaiser, Yvonne Bierer, Maurice Mayer, Siegfried Huber, Andreas Springmann, Lukas Ruf, Markus Mayer, Philipp Treyer, Helmut Huber, Timo Kimmig, Thomas Huber, Martin Schade. ©Jutta Schmiederer

Die Forstbetriebsgemeinschaft Hinteres Renchtal hat einen neuen Vorstand gewählt. Neuer Sprecher des Vorstandsteams ist Markus Mayer, der Konrad Roth an der Spitze ablöst.

Aktuelle Informationen zur Situation auf dem Holzmarkt, eine Satzungsänderung und ein Generationenwechsel bei den Neuwahlen der Vorstandschaft bestimmten die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Hinteres Renchtal in der Günter-Bimmerle-Halle in Oppenau. Vorsitzender Konrad Roth blickte gemeinsam mit den zahlreich erschienenen Waldbesitzern zurück auf das Jahr 2021 „mit reichlich Niederschlag“, ganz im Gegensatz zum Sommer 2022, der „sehr heiß und trocken mit entsprechendem Schadholzanfall“ gewesen sei.

Während 2021 „der Schnittholzmarkt explodierte“ seien in diesem Jahr Resthölzer gefragter als Schnittware. Auch während der Einschränkungen durch Corona habe die FBG ihre Mitglieder immer aktuell informiert, sei es durch eine Video-Konferenz oder Rundschreiben, sogar eine Lehrfahrt wurde im Sommer durchgeführt. Geschäftsführer Siegfried Huber berichtete für das Jahr 2021 vom Verkauf von rund 21500 Festmeter (fm) Stammholz mit einem Durchschnittspreis von 89 Euro/fm, bei rund 2400 fm Industrieholz lag dieser bei 42 Euro, für Hackschnitzel konnte nur ein Euro pro Schüttraummeter (SRM) erzielt werden. Auch im Neubau und Unterhalt von Wegen war die FBG nach seiner Aussage tätig, einen großen zeitlichen Rahmen nahm das Ausstellen von Bescheinigungen für Förderanträge ein mit tatkräftiger Unterstützung durch Kassiererin Monika Müller.

Der Kassenbericht, den Huber vortrug, verzeichnete eine Überschuss von rund 55.000 Euro für 2021 bei einem Gesamtumsatz von über zwei Millionen Euro. Vorsitzender Konrad Roth lobte, Monika Müller „macht das sehr penibel und sehr genau“. Bürgermeister Meinrad Baumann aus Bad Peterstal-Griesbach würdigte die Arbeit der FBG. Geschäftsführer Siegfried Huber stellte die Haushaltsplanungen für 2022 vor, die aufgrund des späten Versammlungstermins schon auf vorhandenen Daten basierte. Rund 25.000 fm Stammholz sollen verkauft werden, als Durchschnittspreis seien 92 Euro/fm angesetzt.

Satzungsänderung

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Für Hackschnitzel hofft die FBG auf 5 Euro/SRM zu kommen. Auch diese Planung billigte die Versammlung einstimmig. Ebenso unspektakulär wurde die vorgestellte Satzungsänderung angenommen, in der die geänderte forstliche Organisationsstruktur, Digitalisierung oder auch Sammelanträge für Förderungen aufgenommen wurde. Markantester Punkt war die Erweiterung des Vorstands, die Einführung eines Vorstandsteams, das bis zu drei Personen umfassen und einen Sprecher bekommen soll, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen.

Vorsitzender Konrad Roth stellte sein Amt „aus Altersgründen“ zur Verfügung. Wahlleiter Meinrad Baumann konnte aber für alle Ämter Kandidaten aufbieten. Nach einstimmigen Beschlüssen besteht das neue Vorstandsteam aus Markus Mayer (Sprecher), Andreas Springmann und Philipp Treyer, Beisitzer sind Helmut Huber, Peter Huber, Thomas Huber und Timo Kimmig. Im Beirat sind kraft Amtes die Bürgermeister Uwe Gaiser und Meinrad Baumann sowie die Revierleiter Siegfried Huber, Martin Schade, Lukas Ruf und Maurice Mayer, sowie Yvonne Bierer von der Forstbehörde. Franz Huber und Konrad Treyer bleiben Kassenprüfer. Geschäftsführer und Kassiererin werden satzungsgemäß nicht gewählt, sondern bestellt und bleiben in den Ämtern.

Kurt Weber von der Waldservice Ortenau (WSO) lobte die Arbeit von Konrad Roth, der „immer sehr authentisch den Privatwald vertreten“ habe. 2022 sei ein „komplexes, nicht ganz einfaches Jahr, was den Holzverkauf angeht“. Sei im Frühjahr der Eindruck entstanden, den Sägern gehe das Holz aus, habe sich die Lage jetzt gedreht. Den Sägewerken seien „Aufträge im Sommer weggebrochen“, der Absatz fehle, sodass teils nicht mehr mit Volllast gearbeitet werden könne. Dennoch konnte das Schadholz aus dem Waldgebiet der FBG Hinteres Renchtal zügig abgefahren werden, „ihr habt den Wald leer“, betonte Weber.

Seine Hiebempfehlung an die Waldbesitzer lautete, „fangt am schlechten Ende an“. Stammholz solle stehen bleiben, bei Fichten, Tannen und Douglasie sei Zurückhaltung gefragt, Kalamitätenholz müsse selbstverständlich schnell raus, auch Energie- und Laubholz sei gefragt. „So schnell können sich Märkte drehen“, bilanzierte Konrad Roth die Unterschiede zwischen 2021 und dem laufenden Jahr.

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