Kosten sind weiterhin zu hoch

Geplanter Spielplatz in Oberkirch bleibt in der Warteschleife

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 4 Minuten
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12. Juni 2021
Die ehemalige Spielplatzfläche in der Albersbacher Straße soll reaktiviert werden.

Die ehemalige Spielplatzfläche in der Albersbacher Straße soll reaktiviert werden. ©Patric König

Eine erneute Ausschreibung für den besonderen Spielplatz im Bereich Albersbach brachte keine Verbesserung bei den Kosten. Jetzt wird das Projekt wohl zunächst zurückgestellt.

Es gibt wohl kein schnelles Happy-End für den Bau des Kinderspielplatzes Albersbach, das wurde am Donnerstagabend in der Sitzung des beratenden Ausschusses deutlich. Das Ergebnis der erneuten Ausschreibung lag wieder über dem bereitgestellten Haushaltsansatz von 150 000 Euro, gerade die Spielgeräte wurden noch einmal teurer, obwohl hier die Maßnahme deutlich reduziert und die Ausstattung stark „abgespeckt“ wurde. Diskutiert wurden Möglichkeiten, wie auf diese Situation reagiert werden könnte. Der Ausschuss sprach sich nach intensiver Beratung für das Prinzip Hoffnung aus. Die Entwicklung auf dem Preissektor der Kletterspielgeräte soll beobachtet werden. Wenn sich in ein bis zwei Jahren eine Entspannung abzeichnet, soll erneut ausgeschrieben werden.

Fachbereichsleiter bei Planen und Bauen Peter Bercher sagte, dass nach der aufgehobenen Ausschreibung mit ihrem unbefriedigenden Ergebnis eine öffentliche Ausschreibung erfolgte. Das Interesse war zunächst groß, von 13 Unternehmen, welche die Unterlagen herunterluden, gingen allerdings nur drei Angebote regionaler Firmen ein. Das Ergebnis war erneut enttäuschend: Während die Kosten zur Vorbereitung des Geländes in der steilen Hanglage weitgehend stabil bleiben, stiegen die Preise für die Holzbaugewerke, obwohl diesmal deutlich weniger an Ausstattung vorgesehen war. Von 22 000 Euro Mehrkosten als veranschlagt bei den Spielgeräten war die Rede, das was abgespeckt wurde, kam im Preis einfach wieder dazu, so Bercher. Den Finanzbedarf einschließlich der Nebenkosten bezifferte er auf rund 191 000 Euro.

Drei Möglichkeiten gäbe es, so Oberbürgermeister Matthias Braun: die Ausschreibung aufzuheben, weil die Preise erneut überhöht waren, einfach abzuwarten, bis sich das überhöhte Preisgefüge beruhigt und dann erneut auszuschreiben oder aber, so die dritte Variante, die Geländearbeiten als Eigenleistungen des Bauhofs durchzuführen und Kletterspielgerät direkt vom Hersteller zu beziehen und selbst aufzubauen.

In der Diskussion wurden von den Mitgliedern des Ausschusses verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Einfach auf ein anderes, ebeneres Gelände im oberen Bereich auszuweichen sei nicht möglich, weil es sich hier um den im Bebauungsplan ausgewiesenen Grünstreifen zur Abgrenzung zum alten Teil des Bebauungsplans handelt. Der ursprüngliche Gestaltungsvorschlag für den Spielplatz Albersbach sei zwar sehr spektakulär, so ein weiterer Diskussionsbeitrag, eigentlich würden für einen Spielplatz Schaukel und Rutsche, Sandkasten und Wippe reichen, was deutlich preiswerter wäre.

„Ideale Idee“

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Dieser Spielplatz sollte etwas Besonderes sein, eingefügt in das Gelände, ein Kletterspielplatz für ältere Kinder, rief Braun in Erinnerung. Es sei eine ideale Idee gewesen, so auch Peter Bercher, die Herausforderungen des Geländes in eine entsprechende Spielplatzgestaltung einzubinden. Dieses Konzept war wirklich gut, so auch Karl Gieringer im Hinblick auf die „grüne Oase“, die hier zur Verfügung stehe.

Er verabschiede sich gedanklich nur sehr ungern von dem Projekt, bekannte der OBr und sprach sich dafür aus, die Ausschreibung aufzuheben und die Entwicklung auf den Preissektor abzuwarten.

Weitere Diskussionsbeiträge gingen auf Wasser- und Matsch-Spielmöglichkeiten oder auf einen Mehrgenerationenplatz ein. Den Vorschlag, das Gelände mit seinen steilen Serpentinen mit Blick auf die spätere Spielplatznutzung vorzubereiten, lehnte Bercher ab.

Von der Anregung, auch über weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Spenden oder Sponsoren nachzudenken ,war der Oberbürgermeister nicht begeistert. Es gebe zahlreiche Beispiele, wo das erfolgreich realisiert wurde, betonte er, das gelte aber nicht für ein Projekt in dieser Größenordnung. Gleichzeitig halte er es für fraglich, überhöhte Preise wie in diesem Beispiel über Sponsoren zu finanzieren. Ein rechtlicher Anspruch auf Umsetzung des Spielplatzes bestehe nicht, machte Bercher deutlich, da er nicht Bestandteil des Bebauungsplans ist. „Wir wollen auf jeden Fall an diesem Projekt festhalten“, versicherte Braun. Am Montag beschäftigt sich der Bauausschuss mit dem Thema.

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