Ortsvorsteher traf richtige Entscheidungen

Großweier kam knapp an einer Überflutung vorbei

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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25. Mai 2019
Der Mühlbach (hier bei der Lindenbrücke) in Großweier war am Montagabend prall gefüllt und drohte überzulaufen.

Der Mühlbach (hier bei der Lindenbrücke) in Großweier war am Montagabend prall gefüllt und drohte überzulaufen. ©Reinhard Brunner

Bürger machten sich in der Ortschaftsratssitzung in Großweier am Dienstag Luft über ihren Stromtrassen-Ärger. Glück hatte die Anwohner im Steinfeld, dass es nicht zu Überflutungen kam. Lob gab es für neue Urnengrabfelder. Und ein Vorfall im Schulhof sorgt für Reaktionen.

Mehreren Fragen hatte eine Frau in der Bürgerfragestunde zur geplanten Stromtrasse in Großweier. Ein weiterer Bürger warf dem Betreiber und dem Ortschaftsrat vor, zu wenig zu informieren. Ortsvorsteher Helmut Huber verwies ruhig darauf, dass es im Ort mehrere Info-Veranstaltungen mit dem Betreiber der Stromtrasse gegeben habe. 

Aktuell geht die Trasse laut Huber zum Teil mit einem Abstand von 90 Metern an den Häusern vorbei. Huber: »Wir wollten bis auf 170 Meter, aber das scheiterte, weil Grundstückseigentümer nicht bereit waren, Flächen abzugeben.« Ende 2018 nun hat der Ortschaftsrat der Trassenführung zugestimmt. Tauschgrundstücke gebe nur für Eigentümer von Flächen, auf denen ein Strommast aufgestellt wird. Dort, wo lediglich die Leitung darüber hinweggeht, gebe es von der Transnet bloß eine finanzielle Entschädigung.

Laut Huber wurde der Friedhof aufgewertet durch eine neue Reihe mit 15 Urnengräbern. Das sei eine tolle Sache, der Bauhof habe es fachmännisch gut gemacht, lobte der Ortsvorsteher. Der Bedarf steigt. Es waren zuletzt nur noch vier Urnengräber frei. Auch mit dem gärtnergepflegten Grabfeld sehe der Friedhof nun schön aus, sagte Huber.

Gerade noch gut gegangen

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Am Montagabend gab es Hochwasser in Großweier, knapp sei man einer Katastrophe entgangen. Mühlbach und Dorfbächel seien randvoll gewesen, vor allem Im Steinfeld war es bedrohlich. Orstvorsteher Helmut Huber: »Wir hatten in Großweier einen Pegel von 1,48 Meter, ab 1,20 Meter wird alarmiert.« Ständig war Huber an diesem Abend mit dem Klärwerk und Stellwerk in Verbindung. »Der Schieber wurde zugemacht, sonst hätten wir Hochwasser bekommen, das ist gerade noch einmal gut gegangen.« Huber kündigte eine Diskussion über das Hochwasserproblem im Ortschaftsrat mit Fachleuten an. Ortschaftsrätin Ulrike Schindler lobte das Eingreifen von Helmut Huber: »Hätte unser Ortsvorsteher nicht schnell reagiert, wäre bei Häusern im Steinfeld Wasser hinten rein und vorne raus gelaufen.«

Rustikaler Paketdienst

Ortschaftsrätin Gabriele Vath, Rektorin der Grundschule, berichtete, wie ein Paketlieferant während der Pause, als Schulkinder im Schulhof waren, zügig und ohne Rücksicht zum Teil sogar rückwärts eingefahren sei. Dass er dann zwei Pakete rustikal und mit beschädigtem Inhalt übergab, habe dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, so Vath. Die Rektorin beantragte, die Einfahrt in den Schulhof mit Pollern an Schultagen abzusperren. Am Wochenende soll der Schulhof als Parkplatz für die Kirchenbesucher dienen. Einstimmig beschloss das Gremium dies  baldmöglichst umzusetzen. 

Die Anpflanzung des Waldes entlang der Autobahn sei zu 90 Prozent vollzogen. Die Bäume hätten sich schon aus den Verbissschutzhülsen entwickelt, berichtete der Ortsvorsteher.

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