Im Alter von 87 Jahren verstorben

Großweier trauert um Ex-Stadtrat Otto Rösch

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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16. Mai 2019
Otto Rösch verstarb im Alter von 87 Jahren.

Otto Rösch verstarb im Alter von 87 Jahren. ©Reinhard Brunner

Große Trauer im Stadtteil Großweier: Am Sonntag, 12. Mai, verstarb im Alter von 87 Jahren Otto Rösch, ein echtes Großweierer Urgestein. 

Otto Rösch wurde am 21. Januar 1932 in Großweier geboren, wo er auch in die damalige Volksschule ging. Im Anschluss besuchte er die Handelslehranstalten in Achern und Offenburg. Danach ging er zur Post, machte dort seine Ausbildung und arbeitete 48 Jahre erfolgreich in diesem Unternehmen. Nach einer ganzen Reihe von Diensten in unterschiedlichen Orten wurde er aufgrund seines Könnens Betriebsleiter beim Postamt Rheinau, wo er dann 1994 in den Ruhestand ging. 

Im Jahre 1957 heiratete er Klara Deichelbohrer, ebenfalls eine waschechte Großweierin. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder, Tochter Manuela und Sohn Hartmut hervor. Otto Röschs Leben prägte ein überaus stark bürgerschaftliches Engagement im Ort. Von Kindesbeinen an war er dem Handballsport verfallen, spielte bereits von der Jugend an beim TuS Großweier. Später führte er die Handball-Abteilung, fungierte zudem als Schiedsrichter, Zeitnehmer bei Bundesligisten und verpasste bis ins hohe Alter kein Heimspiel seines TuS Großweier in der Winfried-Rosenfeld-Halle. 

Weiter war Otto Rösch im Jahre 1964 Gründungsmitglied des Angelsportvereins Großweier, dort von 1964 bis 1999 in Doppelfunktion stellvertretender Vorsitzender sowie Kassier und wurde aufgrund seiner Verdiente im Jahre 1999 zum Ehrenmitglied ernannt. 

Auch im Obst- und Gartenbauverein Großweier war der Verstorbene Vorstandsmitglied. Nahezu 25 Jahre stellte er sich leidenschaftlich auch als Fahrer bei »Essen auf Rädern« in Großweier und der Nachbargemeinde Gamshurst wie auch als Schriftführer im örtlichen Altenwerk zur Verfügung. Beim Gesangverein »Frohsinn« Großweier wurde er in der Jahreshauptversammlung vom 13. April 2018 für 70 Jahre Treue als passives Mitglied und langjähriger Kassenprüfer mit einer Ehrenurkunde geehrt. 

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Auch auf kommunalem Gebiet war Otto Rösch äußert aktiv. So gehörte er von 1963 bis 1973 dem Gemeinderat der damals selbständigen Gemeinde Großweier an, von 1973 bis 1989 war er Mitglied des Gemeinderats der Stadt Achern und von 1973 bis 1994 Mitglied des Ortschaftsrats Großweier. 

Viele Projekte

In seiner Zeit als Gemeinde- und Ortschaftsratsmitglied trat Otto Rösch stets mit persönlichem Einsatz und großer Leidenschaft für die Belange der Bevölkerung ein. Hier wirkte er bei zukunftweisenden Entscheidungen, wie dem Bau der neuen Schule und Lehrerwohnungen, den Neubaugebieten »Im Grün«, »Pferrmatt« und »Mühlbosch«, dem Bau der Einsegnungshalle und des Pfarrheims »St. Georg«, der Kanalisierung in Großweier, dem Bau des Froschbrunnens und des neuen Kindergartens »St. Martin«, der Planung und dem Ausbau der gesamten Ortsdurchfahrt, der Neuanlage der Lindenbrücke sowie bei den unterschiedlichsten Planungsvarianten der Schloßfeldhalle mit. Weiter war er beim Eingliederungsvertrag Großweiers zur Stadt Achern zum 1. Januar 1973 beteiligt. 

Die Beerdigung findet am Donnerstag, 16. Mai, um 14.30 Uhr von der Friedhofshalle Großweier aus statt. Das Totengebet wird am Donnerstag, 23. Mai, um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Großweier gesprochen. Anschließend ist um 19 Uhr das Seelenamt.

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