Beirat für Natur und Umweltschutz Oberkirch

Grünflächen an der B 28-Umfahrung standen im Mittelpunkt

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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17. Oktober 2020

Der Beirat für Umwelt- und Naturschutz befasste sich mit den Grünflächen an der B 28-Umfahrung. Unser Bild zeigt den Blick auf Ödsbach. ©Peter Meier

20 Hektar Ausgleichsfläche müssen an der B 28-Umfahrung Oberkirch/Lautenbach gepflegt werden. Am Mittwoch hat sich der Beirat für Natur und Umweltschutz damit befasst, obwohl die Stadt nicht zuständig ist.

Simone Basler,   Sachgebietsleiterin „Betrieb und Unterhaltung“ des Straßenbauamts, sowie Marcel  Schiff von der Straßenmeisterei Offenburg informierten am Mittwoch die Oberkircher Umweltbeiräte über die Pflege der Ausgleichsflächen an der B 28.  

Das Straßenbauamt ist unter anderem verantwortlich für Reinigung, Wartung der Straßenausstattung, Grünpflege und Winterdienst.  Rund 1000 Straßenkilometer sind  betroffen, davon 289 Kilometer Kreis-, 362 Kilometer Landes- und 393 Kilometer Bundesstraßen. Dass auch ökologische  Gesichtspunkte eine Rolle spielen, zeigte Simone Basler an der Einsaat mit gebietsheimischem  Saatgut auf Bankettflächen und weiteren Projekten zur Erhöhung der Biodiversität. Für die Gestaltung des Rastplatzes „Kugeleck“ zur Blühfläche erhielt man 2019 die „Goldene Wildbiene“. 

Aus einer Vielzahl von Einzelflächen mit unterschiedlichem Bewuchs setzen sich die  Ausgleichsmaßnahmen für die B 28-Umfahrung zusammen. Das erläuterte Schiff anhand einiger Karten.  Bis Ende 2021 sei das Regierungspräsidium noch für die Pflege von zwölf der 20 Hektar verantwortlich, insbesondere für die Böschungen und die Bäume in diesem Bereich. Bei weiteren  Pflegeflächen handelt es sich um Grünland, Büsche und Feldhecken, Gräben oder auch um  Streuobstwiesen, wobei Schiff auf die jeweiligen Pflegemaßnahmen einging. Beispielhaft vorgestellt wurde ein Bereich in Lautenbach gegen Ende der  Umfahrung sowie eine der größten Ausgleichsflächen, rund ein Hektar Streuobstwiesen im Bereich der Zufahrten Hesselbach/Ödsbach. Hier wäre eine Einbeziehung in die Aktion „Gelbe Bänder“ denkbar,  so Schiff, bei der die Bürger das Obst abernten können. 

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Eine Fläche gegenüber der Tankstelle wäre für eine Beweidung durch Schafe und Ziegen  sinnvoll, hier sollte ein Schäfer gefunden werden. „Hier wird im Bereich der Pflegemaßnahmen sehr viel geleistet“, betonte Bürgermeister Christoph Lipps und freute  sich, dass ökologische Aspekte ebenso im Blickpunkt seien wie das nachhaltige Projekte „Gelben Bänder“,  mit dem Obst aus Streuobstbeständen nachhaltig genutzt werde. 

Es sei vorbildlich, was hier abläuft, hob  auch Frank Hell-stern hervor, auch Meinrad Heinrich war beeindruckt, wie viele ökologische Aspekte in  die Pflegemaßnahmen einflossen. Auf seine Frage nach der Pflege der Streuobstbäume wies Schiff  darauf hin, dass damit eine Firma beauftragt werden soll. Allgemein sei auch eine Firma mit der  Durchführung von Pflegemaßnahmen beauftragt; diese werde je nachdem, wer für die Fläche  verantwortlich ist, vom Straßenbauamt oder vom Regierungspräsidium bezahlt. 

Georg Wolf wies darauf  hin, dass auch junge Apfelbäume bereits Früchte tragen. Angesichts der Größe der Streuobstfläche  könnte auch über eine Verpachtung an Landwirte nachgedacht werden, auch bei Grünland sei dies  möglich. Grundsätzlich sprach sich Heinrich für eine Verbesserung der Kommunikation und der  Öffentlichkeitsarbeit aus, dann könnte manches an Irritation und Unmut verhindert werden. So wie die  Pflege derzeit erfolge, sei sie vorbildlich. 

Auf einen ganz anderen Aspekt im Zusammenhang mit der B 28 Umfahrung ging Frank Hellstern ein: Zwischen den beiden Tunnel-Abschnitten verlaufe auf der  Südseite ein Wirtschaftsweg, der sehr gern von Fußgängern, aber auch von Radfahrern genutzt werde,  auch von Kindern. Das Problem: Die Böschung unterhalb des Weges hinab zur B 28 Umfahrung  sei steil,  aber ungesichert, so dass ein Sturz schlimme Folgen haben könnte. Wenn schon  keine Leitplanke angebracht werden könne, sollte wenigstens ein Zaun diesen Weg absichern. Lipps sagte zu, dies bei der nächsten Verkehrsschau zu überprüfen.

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