Gemeinsamer Ausschuss

Grundsätzliche Zustimmung zum Dorfzentrum Önsbach

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2021
Eine Obstbaumwiese am Ortsrand von Önsbach soll Baufläche werden. Jetzt wurde die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Teilbereich eingeleitet.

Eine Obstbaumwiese am Ortsrand von Önsbach soll Baufläche werden. Jetzt wurde die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Teilbereich eingeleitet. ©Michaela Gabriel

Der Gemeinsame Ausschuss der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Achern befasste sich mit dem geplanten Bau des Önsbacher Dorfzentrums und dem Baugebiet Bühli in Mösbach.

Mit einer Gegenstimme fiel am Donnerstag der Beschluss, für ein mögliches „Neues Dorfzentrum Önsbach” die Teiländerung des Flächennutzungsplans in die Wege zu leiten. Fast alle Vertreter der Stadt Achern und der umliegenden Gemeinden Lauf, Sasbach und Sasbachwalden, die in einem Gemeinsamen Ausschuss in Angelegenheiten des Flächennutzungsplans zusammenarbeiten, waren dafür.

Martin Siffling, Fraktionsvorsitzender der Grünen aus Achern, stimmte dagegen. Er hatte bereits bei der Beratung im Acherner Gemeinderat die Versiegelung weiterer Grünflächen kritisiert, die der Bau eines Dorfzentrums und eines Lebensmittelmarktes am Ortsrand von Önsbach auslösen würde. Er sehe auch nicht den Bedarf für eine Nahversorgung und halte die Finanzierung des Projekts für ungeklärt, so seine Argumentation.

Der Gemeinsame Ausschuss der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Achern trifft sich immer dann, wenn es um Änderungen des Flächennutzungsplans geht. Die Sitzungsleitung hatte Acherns Bürgermeister Dietmar Stiefel, der selbst in diesem Gremium kein Stimmrecht hat. Pro Kommune sei nur eine einheitliche Stimmabgabe aller Vertreter möglich, erklärte er am Beratungstisch im Foyer des Festsaals in der Acherner Illenau. Die Nein-Stimme von Martin Siffling wird sich deshalb nicht auswirken. Trotzdem war sie ihm wichtig. Im Vorfeld hatten die Gemeinderäte aller vier Kommunen sich bereits dafür ausgesprochen, die Änderung des Flächennutzungsplans in diesem Teilbereich von Önsbach in die Wege zu leiten. Eine bisherige Grünfläche soll dabei in eine gemischte Baufläche umgewandelt werden.

Frühzeitige Beteiligung

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Damit sei aber noch nicht festgelegt, was auf diesem Areal später alles stattfinden wird, stellte Dietmar Stiefel klar. Im ersten Schritt wird nun eine frühzeitige Beteiligung ermöglicht. Parallel dazu wird ein Bebauungsplan für das ehemaligen Raiffeisen-Areal und die angrenzende Obstbaumwiese aufgestellt.

Eine weitere Änderung des Flächennutzungsplans wurde bereits vor drei Jahren eingeleitet. Dabei geht es um ein Neubaugebiet in Mösbach. Damit im „Bühli” gebaut werden kann, muss das bisher als Wohnbaufläche ausgewiesene Gebiet „Gallenbühnd” als Fläche für Landwirtschaft festgeschrieben werden.

Dort ändert sich dann nichts, während auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche im „Bühli” 65 Bauplätze entstehen können. „Es entsteht ein Hektar mehr Wohnbaufläche als im Gallenbühnd entstanden wäre”, merkte Martin Siffling dazu kritisch an. Nicht die gesamte Fläche wird aber baulich nutzbar sein, hieß es in den Sitzungsunterlagen. Seit der Ausweisung des Gallenbühnd als Wohnbaufläche sei der Bedarf an Bauplätzen außerdem gestiegen, erklärt Dietmar Stiefel.

Martin Siffling wollte noch wissen, ob auch eine Ausweisung der Tauschfläche im Gallenbühnd als Biotopfläche möglich wäre. Theoretisch ja, doch man richte sich hier nach dem Bedarf, antwortete Stiefel. Einstimmig fiel der Beschluss, den vorliegenden Entwurf der Flächenutzungsplanänderung in Mösbach anzunehmen und ihn öffentlich auszulegen.

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