Projekt des Landsratsamts

Grundschule Mösbach: Lehren und Lernen unter der Lupe

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juli 2018

Die Verleihung der Zertifikate markierten das Ende einer erfolgreichen Teilnahme der Mösbacher Grundschule an der Schulentwicklung zur gesundheitsförderlichen Einrichtung im Rahmen des Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) – in der Bildmitte Rektorin Sabine Schulte und links daneben Tanja Lott, Präventionsbeauftragte des Landratsamtes Ortenaukreis. ©Roland Spether

Der Grundschule Mösbach wurden am Donnerstag die Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an der Schulentwicklung zur Gesundheitsförderung im pädagogischen Alltag im Rahmen des Präventionsnetzwerk Ortenaukreis (PNO) verliehen.

 »Wir sind auf dem richtigen Weg: Die Zukunft unserer Schüler beginnt jetzt.« Das war eine klare Ansage, die Ann-Kathrin Bähr auch ganz im Sinne ihrer Kolleginnen Sabine Schulte (Rektorin), Claudia Ebert und Tanja Schmidt machte. Denn ein wesentliches Ziel dieses PNO-Projektes war es ganz allgemein, das Lehren und Lernen an einer kleinen, aber feinen Dorfschule etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und im Besonderen all die »Akteure« aus dem näheren und weiteren Umfeld, die Einflüsse auf soziale, pädagogische und gesundheitliche  Faktoren haben. »Wir als Kollegium wollten einen Konsens finden, wie wir pädagogisch mit den Kindern arbeiten und welche gemeinsamen Werte und Ziele wir dabei haben«, so Sabine Schulte.

Auch Eltern gefordert

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Ein weiteres wichtiges Anliegen für die Teilnahme war, ein noch besseres Vertrauensverhältnis zu den Eltern aufzubauen und deutlich zu machen, dass Schule Anforderungen hat und Eltern in der Erziehung und beim Lernen zu Hause auch gefordert sind. 
»Das ist ein herausragender Tag für unsere Grundschule«, so Ortsvorsteherin Gabi Bär. »Wichtig für mich als Ortsvorsteherin und den Ort ist, dass die Schule erhalten bleibt. Die Stadt Achern macht alles dafür, dass sie erhalten bleibt«.   
Ziele, Aufgaben und Erfahrungen des 18-monatigen Prozesses entlang von sechs PNO-Bausteinen, die jeweils samstags erarbeitet wurden, skizzierten die regionale Präventionsbeauftragte Tanja Lott und der PNO-Prozessbegleiter Bernd Thormann. Dieser betonte, dass Schule mehr sein müsste als »nur« ein Ort der Wissensvermittlung. Es gehe in der Schule als einem »sozialen Lerninstitut« vor allem auch darum, »Kindern Halt zu geben« und dies in einer Zeit, in der die Welt der digitalen Medien rund um die Uhr verfügbar sei und allzu oft wenig Hilfreiches für ein gutes und gesundes Heranwachsen bieten. Für die Lehrerinnen war wichtig herauszuarbeiten, wie Kinder in guten, gelingenden Beziehungen leben und ob sie Menschen um sich herum haben, denen sie vertrauen können, die sie lieben und wertschätzen, so Ann-Kathrin Bähr. 

Kinder unterstützen

Letztlich gehe es darum, Kinder zu unterstützen, selbständig zu werden, verantwortungsvoll zu handeln und rücksichtsvoll zu sein, sich als Teil einer Gemeinschaft zu verstehen und sich nicht zu ängstigen, wenn einmal etwas nicht klappt. Kindern Mut machen, sie in ihrer Persönlichkeit stärken und ihnen vor allem auch Wissen zu vermitteln seien wesentliche Aufgaben, die nur in einer engen Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus gelingen. 

Stichwort

PNO

Das PNO ist ein gemeinsames Praxisforschungsprojekt des Landratsamts Ortenaukreis, Amt für Soziale und Psychologische Dienste, und des Zentrums für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) an der Evangelischen Hochschule Freiburg, das sich die Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit sowie der sozialen Teilhabe von drei- bis zehnjährigen Kindern und ihren Familien zum Ziel gesetzt hat. Weitere lnfos: www.pno-ortenau.de.

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