Samstagstreffen

Runder Tisch Krankenhaus Oberkirch reagiert auf OB Muttach

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red/RK
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26. Mai 2020

Der Runde Tisch Krankenhaus Oberkirch hat seine Samstagstreffen wieder aufgenommen. ©Klaus A. Sturn

Der Runde Tisch Krankenhaus Oberkirch reagiert auf die Kritik von Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach und wundert sich über die Wortwahl.

Trotz strömenden Regens fanden sich gut 30 Demonstranten am Samstagvormittag beim wöchentlichen Treffen des Runden Tischs Krankenhaus Oberkirch am Löwenbrunnen ein. Ein wesentlicher Punkt der Redner war der Artikel in der ARZ vom Vortag mit dem Titel „Pfeile vom Renchtal in Richtung Achern“ über die Acherner Gemeinderatsitzung.

Mit Überraschung wurde zur Kenntnis genommen, dass der Acherner OB Muttach in der Sitzung den Renchtälern „Falschaussagen“ unterstellt, ohne auf diese einzugehen oder diese zu benennen. Des Weiteren habe der OB in seiner Stellungnahme unterstellt, dass es die Aussage gegeben hätte, der Geschäftsführer des Ortenau-Klinikums, Christian Keller, „sei schlimmer als Corona“. „Richtig ist, dass Pflegekräfte ihre Ängste um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes formuliert haben mit den Worten: „Wir haben mehr Angst vor Herrn Keller als vor Corona“, schreibt der Runde Tisch in einer Pressemitteilung. Der Acherner OB hätte diesen Unterschied erkennen können. 

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Interessant sei auch, dass der Acherner OB auf eine mögliche kommunale Trägerschaft der Krankenhäuser hingewiesen hat, heißt es in der Pressemitteilung:. „Genau das ist auch Inhalt des Übergabevertrags des Oberkircher Krankenhauses von 1977 zwischen der Stadt Oberkirch und dem Ortenaukreis. Hier heißt es: „Der Landkreis verpflichtet sich, die in Absatz 2 aufgeführten Grundstücke kostenfrei an die Stadt zurückzuübertragen, wenn die Zweckbestimmung des Krankenhauses nicht mehr verwirklicht werden kann.“ 
Aber das sei nur im Notfall so vorgesehen: Wichtiger sei der Absatz vorher: „Der Landkreis verpflichtet sich, die Grundversorgung für die Raumschaft zu erhalten beziehungsweise nach den ihm gegebenen Möglichkeiten weiter auszubauen.“ Von Erhaltung oder gar Ausbau der Grundversorgung für die Raumschaft könne nach den bisherigen vorgeschlagenen und zum großen Teil nicht realisierbaren Nutzungskonzepten keine Rede sein, so der Runde Tisch. Insofern hätten die Renchtäler das Recht, für die Raumschaft eine gute Grundversorgung weiter einzufordern.

Demonstration geplant

Weiterer Punkt der Redner war die Situation der Geburtenstation in Achern nach Schließung der Oberkircher Abteilung. Bis Ende April seien 180 Geburten im Acherner Klinikum gezählt worden, was nicht auf die von Achern erhoffte Steigerung der Geburtenzahlen hinweise. Laut Auskunft von jungen Müttern gehen diese lieber zur Entbindung nach Offenburg beziehungsweise außerhalb des Klinikverbundes nach Freudenstadt und Baden-Baden. Das könne an der U2-Untersuchung der Neugeborenen liegen, die nicht vor Ort im Klinikum Achern durchgeführt werde, sondern von den niedergelassenen Kinderärzten übernommen werde. Ein weiteres Thema sei die Organisation einer Demonstration im Vorfeld der nächsten Sitzung des Gesundheits- und Klinikausschusses des Kreistags: Diese sei gemeinsam mit anderen Organisationen, die sich für eine gute flächendeckende Versorgung des ganzen Ortenaukreises einsetzten, für Samstag, 20. Juni, ab 14 Uhr, am Busbahnhof Offenburg geplant.

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