Nachruf auf Michael Gabler

Hans-Furler-Gymnasium trauert um beliebten Lehrer

Autor: 
red/pak
Lesezeit 2 Minuten
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28. März 2020

Das Hans-Furler-Gymnasium trauert um Oberstudienrat Michael Gabler. ©B. Fischer

Mit großer Betroffenheit und Trauer musste die Schulgemeinschaft des Hans-Furler-Gymnasiums in der vergangenen Woche erfahren, dass Oberstudienrat Michael Gabler nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren verstorben ist. 
 

Auch wenn er im vertraulichen Gespräch offen über seinen bedrohlichen Gesundheitszustand gesprochen hatte, verband doch ihn, seine Familie und die Schule bis zuletzt die Hoffnung, er werde wieder genesen. Seit 2005 hatte Michael Gabler am Hans-Furler-Gymnasium die Fächer Biologie, Sport, Naturwissenschaft und Technik sowie den Fächerverbund BNT unterrichtet. Regelmäßig führte er dabei auch Oberstufenkurse zum Abitur. Darüber hinaus engagierte er sich auch bei zahlreichen schulischen Aktivitäten, die über den Fachunterricht hinausgingen. 

So betreute er engagiert die Volleyball- und Leichtathletikmannschaften der Schule, begleitete die Klassen des Sportprofils bei ihrer Exkursion an den Gardasee und unterstützte viele Schüler im Landschulheim in Melchsee-Frutt bei ihren ersten Schritten auf Skiern. Die Mitwirkung bei der Organisation diverser schulischer Veranstaltungen war für ihn ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. 

Seine Schüler schätzten Michael Gabler für sein großes Fachwissen und seine unaufgeregte und humorvolle Art, die Inhalte seiner Fächer zu vermitteln, wobei er neuen Lehransätzen gegenüber stets aufgeschlossen war, ohne jedoch unkritisch einem pädagogischen Zeitgeist zu folgen. Sein ruhiges, freundliches und geradliniges Wesen machten ihn zu einem beliebten Lehrer und Vorbild für die Schüler. Zahlreichen Referendaren lebte er mit seiner Kompetenz und Erfahrung einen fundierten Unterricht und einen verständnisvollen Umgang mit den Schülern vor. Seine Kollegen achteten ihn wegen seiner Zuverlässigkeit, seiner Hilfsbereitschaft und seiner Bescheidenheit. 

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Da er unterschiedlichen Ansichten gegenüber aufgeschlossen war, sie mit Besonnenheit gegeneinander abwog und mit wenigen, aber wohlüberlegten Sätzen vermitteln konnte und seinen eigenen Standpunkt vertrat, wo dies ihm angebracht erschien, hatte sein Wort Gewicht. 

Michael Gabler wuchs in Offenburg auf, wo er am Oken-Gymnasium sein Abitur ablegte. Nach seinem Studium in Freiburg und dem Referendariat wandte er sich für mehrere Jahre als A-Lizenz-Trainer dem professionellen Volleyballsport zu, bevor er 1996 seinen Dienst am Gymnasium Weikersheim/Tauber aufnahm. Dort war er unter anderem für die Kooperation seiner Schule mit dem Volleyballinternat Creglingen verantwortlich. 

Die Tätigkeit als anerkannter Volleyballtrainer setzte er auch nach seiner Rückkehr in die Ortenau fort, wo er erneut mit sehr großem Erfolg im Jugend- und Erwachsenenbereich verschiedene Mannschaften des VC Offenburg und des TV Bühl trainierte.

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