Ortschaftsrat stimmt zu

Haslach freut sich über neue Pachtverträge für Rebbereiche

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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21. September 2019
Der terrassierte Rebberg in Haslach: Die Bewirtschaftung ist für die Landschaftspflege wichtig.

Der terrassierte Rebberg in Haslach: Die Bewirtschaftung ist für die Landschaftspflege wichtig. ©Peter Meier

 Doch recht überschaubar war die Tagesordnung,  die dem Ortschaftsrat Haslach am Mittwochabend zur Beratung vorlag.  Im Mittelpunkt stand die Neuverpachtung von Rebgrundstücken im  Rebflurbereinigungsgebiet in den Gewannen Alter und Neuer  Sommerbuckel.

Ortsvorsteher Jürgen Mußler verwies darauf, dass von den bisherigen Pächtern insgesamt sechs  Pachtgrundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 250 Ar  zurückgegeben wurden. Nach der Ausschreibung im örtlichen  Verkündblatt hatten sich zwei Interessenten gemeldet, die bereit waren, zu den bisherigen Konditionen neue Pachtverträge abzuschließen. Da sie sich einig waren, wer welche Grundstücke pachten wird, gab es keinerlei  Probleme.

Mußler freute sich, dass es so reibungslos mit  der Neuverpachtung klappte, das sei leider nicht in allen Regionen so.  Wenn sich kein Pächter findet, gebe es keine ordnungsgemäße  Bewirtschaftung und das führe meist dazu, dass sich die Landschaft und  die Vegetation zu ihrem Nachteil verändert. Gerade in solchen Fällen  zeige sich dann rasch für wichtig die Arbeit und wie groß die Leistung der Landwirtschaft für die Landschaftspflege ist. 

Auf Rückfragen aus dem Gremium ergänzte der Ortsvorsteher, dass es sich  um Jahresverträge handelt, die sich, wenn sie nicht gekündigt werden,  automatisch um ein Jahr verlängern. wenn ein Landwirt eine größere  Investition und hier insbesondere eine Neuanpflanzung vornehmen will,  sei die Liegenschaftsverwaltung der Stadt flexibel, auch einen  Pachtvertrag über einen längeren Zeitraum abzuschließen. Es sei geplant,  dass die Gestaltung der Pachtverträge in einer Besprechung der  Ortsvorsteher grundsätzlich erörtert werden soll.

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Alois Spraul wunderte sich über die Entwicklung des Pachtpreises für die  Haslacher Rebgrundstücke, nachdem der Ortschaftsrat im November  2011 beschlossen hatte, mit fünf Euro je Quadratmeter ab 2018  sogar noch etwas weniger als die Hälfte des bisherigen Preises zu  verlangen.

Abgesenkter Pachtzins

Einer der Pächter im Zuhörerraum bekam als sachkundiger  Bürger Gelegenheit, den zugrunde liegenden Sachverhalt zu erklären. Als  Mitte der 90er Jahre der Rebberg umgelegt und als Terrassierung  komplett neugestaltet wurde, belief sich der Anteil der Winzer in der  Teilnehmergemeinschaft bei der Abrechnung der Kosten im Jahr 1996 auf  37 000 Mark je Hektar. Deshalb hätten sich die betroffenen Landwirte  damals verpflichtet, 22 Jahre lang einen um elf Mark höheren Pachtzins  je Ar zu bezahlen, bis so die Schulden aus der Flurbereinigung bezahlt  sind. Im November 2018 war es soweit, dann wurde das Niveau der  Pacht auf die damals in der Gesamtstadt üblichen fünf Euro je Ar abgesenkt.  Die Neuverpachtung der Reblose zu den bisherigen Vertragsbedingungen  an die beiden Bewerber erfolgte einstimmig.

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