Rückblick auf viele Aktivitäten

Hecken als Herausforderung für Obstbauverein Holzhausen

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 2 Minuten
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11. Februar 2019

Arno Weber (links) referierte beim Obst- und Gartenbauverein Holzhausen über das Anlegen eines Hochbeetes, Franziska Nevoigt sprach über Nisthilfen für Insekten, wofür sich Vorsitzender Siegfried Koch bei beiden Akteuren bedankte. ©Ellen Matzat

Im gut besuchten Holzhuser Bürgerhus blickte am Freitagabend der Obst- und Gartenbauverein Holzhausen, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feiert, auf ein aktives Jahr 2018 zurück und ein ebensolches Jahr 2019 voraus.

»Die Obstbäume machen uns inzwischen weniger Arbeit, als der Heckenbewuchs, denn diese werden langsam mächtiger als die, die sie schneiden«, führte Vorsitzender Siegfried Koch in seinen Jahresbericht ein. Aus Witterungsgründen konnten nur zwei Arbeitseinsätze für den Pflegeschnitt ausgeführt werden. Der Mitgliederbrief wurde wieder an alle Haushalte ausgegeben. Damit arbeite der Verein positiv an seinem Image.
Kaum Ersatz zu finden
Ein größeres Drama war es, einen Ersatzblumenwagen für den Wagen am nördlichen Ortseingang zu finden, da dieser witterungsbedingt baufällig geworden war. In letzter Minute fand sich ein stilechter Wagen in Bühl-Dorf. »Da wir nun wissen, wie schwer es ist, Ersatz zu bekommen, wird nun gesichert, was wir angeboten bekommen«, sagte Koch.
Der Blumenwagen, der nun nicht mehr aufgebaut werden kann, stand bisher über den Winter in der alten Kegelbahn, der andere im Museum der Schlepperfreunde. »Das ist keine Dauerlösung«, machte Koch deutlich. 
Zur Aufbewahrung von Gerätschaften bekam der Obstlehrgarten von den Schlepperfreuden günstig einen Container, der dieses Jahr renoviert werden soll.
Die Stammtische erfreuten sich wieder großer Beliebtheit. Neu ist 2019 ein zusätzliches Kameradschaftsevent geplant, wozu noch Vorschläge aufgenommen werden. Im Sommer wurde die Vielfalt und Qualität beim Besuch von Balema-Essig in Marlen getestet. Im Dezember versuchte man an die große Resonanz des Adventsbastelns anzuknüpfen, doch der Besuch war auch aufgrund von Absagen mäßig. Es soll dieses Jahr trotzdem wieder stattfinden. Zur Realisierung des Satzungszwecks »Hinführen der Jugend zur Natur und Botanik des Hanauerlandes« werden noch geeignete Maßnahmen gesucht und die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten angestrebt.
Mehr Wildblumenwiesen
Weiter sind die Gestaltung von Wildblumenwiesen als Nahrung für die Bienenvölker sowie ein Hochbeet im Obstlehrgarten angedacht. Zu beiden Themen waren Referenten eingeladen. Franziska Nevoigt hielt einen Vortrag über das Insektensterben und Nisthilfen für Insekten sowie Gärtnermeister Arno Weber über das Anlegen eines Hochbeetes. Kassiererin Helga Wälde berichtete von einem kleinen Gewinn und einem soliden Vereinsvermögen.
Ortsvorsteherin Marlies Bliß lobte das Engagement des Vereins und die Blumenwagen als schönes Aushängeschild für das Dorf. Dabei dankte sie den Blumenpflegerinnen Ulrike Koch und Dorle Moschberger. Einstimmig wurde den Formalien zur Satzungsänderung sowie der Datenschutzerklärung als Teil der Satzung zugestimmt.

Stichwort

Schwierige Obstentsorgung

Kurt Lacker fand es traurig, dass er im vergangenen Jahr zehn Zentner Mostbirnen nicht zum Pressen bringen konnte, weil sie ein paar Tage zu früh reif waren. Er monierte, dass im Amtsblatt zu lesen war, dass diese über die Mülltonnen entsorgbar wären und fragte sich, wie man darin zehn Zentner unterbringen soll. Auf die Deponie dürfe er sie ebenfalls nicht bringen. »Da braucht man sich nicht wundern, wenn Hochstämme gefällt werden, wenn man nachher nicht weiß, wohin mit dem Obst«, betonte er. »Das ist kontraproduktiv zu unserem Vereinszweck«, bestätigte Koch und wollte sich des Themas annehmen. 

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