Grundstück in Wagshurst gerodet

Hier kann bald der „Ulmer Polizeiapfel“ heranwachsen

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 2 Minuten
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14. Januar 2020

Mehrere ehrenamtliche Aktionen sind auf einem städtischen Grundstück in Wagshurst bis ins kommende Jahr nötig. Mitglieder des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins legten nun mit Rodungen los. ©Reinhard Brunner

Ehrenamtlich kümmert sich der Obst- und Gartenbauverein Wagshurst bis 2021 um eine städtische Obstwiese im Herdstöck. Die Bäume und Sträucher haben dort ein hohes Alter erreicht und sind abgängig. Jetzt wurde gerodet. Im kommenden Jahr sollen alte Obstbaumsorten gepflanzt werden.

Der Obst- und Gartenbauverein Wagshurst hatte 1993 auf einer von der Stadt Achern überlassenen 10 Ar großen Fläche im Gewann Herdstöck Zwetschgen-, Mirabellen-, Birnen- und Apfelbäume sowie Johannis- oder Stachelbeeren angepflanzt. Immer wieder mussten zuletzt abgestorbene Bäume entfernt werden. Nun wurde entschieden, die restliche Anlage zu roden.

Am Freitag gingen mit Bagger, Traktor, Wagen und Motorsägen Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Wagshurst ehrenamtlich zu Werke. Im laufenden Jahr wird dann eine einjährige Blühmischung angelegt.

Fast ohne Chemie

Im Herbst wird das Grundstück wieder zur Pflanzung vorbereitet. Vorgesehen sind Obst- und Beerensorten, die Bürger im Hausgarten oder auf ihren Grundstücken anpflanzen können und nur minimal mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden müssen. Alte deutsche Obstbaumsorten werden gepflanzt wie Berlepsch, Boskoop, Cox Orange, Gravensteiner, Prinz Albrecht von Preußen, Minister von Hammerstein, Winterrambur, Jakob Lebel, Jonathan, Klarapfel und auf besonderen Wunsch der „Ulmer Polizeiapfel“.

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Der Verein will Begehungen anbieten. Die Bürger können sich dabei über die Pflegemaßnahmen informieren.

Das rund 1000 Quadratmeter große Grundstück gehört zur „gemeinschaftlichen Anlage“, einem städtischen, rund 4000 Quadratmeter großen Grundstück im Herdstöck. Auf den restlichen rund 3000 Quadratmetern hat der Wagshurster Verein in Eigenregie ebenfalls alte Apfelsorten angepflanzt. Wenn alles angelegt ist, dürfe dies als gelungene ökologische Aufwertung bezeichnet werden, hieß es am Freitag.

Bei der vor kurzem abgehaltenen Hauptversammlung im „Engel“ wurde der Vorstand neu gewählt. Neue Vorsitzende ist Beate Berger, ihr Stellvertreter Alexander Berger, Kassierer Jörg Jogerst, Schriftführer Herbert Litsch, Beisitzer sind Fabian Eckstein, Tobias Eckstein, Katja Eckstein, Frank Späth, Anton Dannhauser und Siegbert Knapp, Kassenprüfer Manfred Mußler und Werner Stüber.

Beate Berger dankte dem bisherigen Vorsitzenden Siegbert Knapp für die langjährige Arbeit mit einem Weinpräsent. Die Versammlung wurde abgerundet mit einem Obstsortenvortrag für Hausgärten durch Erich Kiefer von der Baumschule Kiefer in Ortenberg.

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