Verein REM sammelt Spenden

Hilfe aus Mittelbaden für SOS-Kinderdörfer der Ukraine

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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16. März 2022
Uwe Burkhardt und Carola Wilhelmi vom Verein Regenerative Energien Mittelbaden wollen der Organisation SOS Kinderdorf in der Ukraine helfen.

Uwe Burkhardt und Carola Wilhelmi vom Verein Regenerative Energien Mittelbaden wollen der Organisation SOS Kinderdorf in der Ukraine helfen. ©Michaela Gabriel

Der Verein Regenerative Energien Mittelbaden (REM) setzt sich für Kinder in der Ukraine ein und ­verweist auf die regenerativen Energien als zukunftsfähig und Frieden stiftend.

Er hat schon viel in der Ukraine geholfen und will es jetzt wieder tun: Der in Achern gegründete Verein Regenerative Energien Mittelbaden (REM) ruft zu Spenden auf und will das Geld für ukrainische Kinder einsetzen. 2004 baute der Acherner Peter Griebl zusammen mit weiteren Vorstandsmitgliedern des REM Kontakte in die Ukraine auf. Damals floss die Hilfe an ein Kinderkrankenhaus in ­Kiew.

„Diesmal wollen wir SOS-Kinderdorf in der Ukraine unterstützen”, kündigt Uwe Burkhardt aus Forbach an. Er ist seit 2016 Vorsitzender von REM e.V., der rund 100 Mitglieder in ganz Mittelbaden und eine Geschäftsstelle in Ottersweier hat. Die Aktiven sehen in dem Krieg in der Ukraine und der Diskussion um eine zuverlässige Energieversorgung nicht nur eine Verpflichtung zu helfen. Sie fühlen sich auch in ihren Vereinszielen bestärkt: „Kinder sollten in eine gesunden und friedlichen Umgebung aufwachsen. Regenerative Energien sind friedensstiftend”, erklärt Burkhardt. Sonne und Wind als Energielieferanten könnten weder eine Reaktorkatastrophe wie 1986 in Tschernobyl noch eine Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland auslösen.

Vor 28 Jahren wurde der Verein REM gegründet, um sich für regenerative Energien als zukunftsfähige und Frieden stiftende Technologien stark zu machen. Bis vor wenigen Jahren hatte Peter Griebl aus Achern noch Kontakte in die Ukraine. Das Atomreaktor-Unglück habe Spätfolgen, die immer noch die Lebensqualität vieler beeinträchtigen, las er in Briefen. „Leider ist unsere Kontaktperson dort inzwischen gestorben”, so Uwe Burkhardt. Er habe neue Kontakte zu SOS-Kinderdorf Ukraine aufgebaut. Die Organisation habe sich vorgenommen, so viele Familien und Kinder wie möglich zu schützen und zu versorgen.

Besonders gefährdet

„Jungs und Mädchen in staatlichen Pflegeeinrichtungen sind besonders gefährdet. Das Personal ist teilweise in Panik davongelaufen. Viele Kinder sind deshalb schon jetzt weitestgehend auf sich selbst gestellt.” So wird der Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine, Serhii Lukashow, auf der Internetseite der Organisation zitiert. Viele Kinder müssten mit Hunger leben, die medizinische Versorgung sei schwierig, der Schulunterricht falle aus: „Der Krieg schafft eine traumatisierte Generation. Es ist eine Katastrophe.”

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Die Energieträger Gas und Öl seien konfliktbelastet, die Sonne dagegen nicht, erinnert Uwe Burkhardt von REM an den Stellenwert der Energiewende. Eigentlich wisse man es längst: „Was wir gerade erleben, ist eine eindringliche Botschaft, unsere Energieerzeugung auf erneuerbare Basis zu stellen.” Dazu sei der Verein REM bereits 2019 zu seinem 25-jährigen Bestehen auf die Klimaschutzmanager der Städte und Gemeinden in Mittelbaden zugegangen.

Er stehe weiterhin für die Vernetzung aller Akteure in Mittelbaden und teile seine Erfahrungen mit erneuerbaren Energien, die er seit den 1990er Jahren gesammelt habe. 2022 will der Verein wieder Klimaschutz-Werkstätten an Schulen in Mittelbaden veranstalten.

Spenden für SOS Kinderdorf Ukraine erbittet REM an das Vereinskonto mit der IBAN DE70 6629 1300 0012 0922 10 mit dem Verwendungszweck „SOS Ukraine”.

www.rem-ev.de

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