Appenweier müsste 24 Bushaltestellen umbauen

Hindernisfreie Zugänge für behinderte ÖPNV-Nutzer

Autor: 
Fritz Bierer
Lesezeit 3 Minuten
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14. September 2018

Eine barrierefreie Umgestaltung der Haltestelle »Schwarzer Adler« in der Ortsmitte von Appenweier wird rund 35 000 Euro kosten. So jedenfalls die Schätzung des Planers und des Bauamtes. ©Fritz Bierer

In Appenweier, Urloffen und Nesselried gibt es zwei Dutzend Bushaltestellen und Haltepunkte. Diese sollen barrierefrei werden. Am Beispiel der Haltestellen »Bahnhof« und »Schwarzer Adler« in der Ortsmitte Appenweier bekam der Gemeinderat erste Informationen – auch der Kostenrahmen wurde aufgezeigt.

Eine barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist nach Auskunft von Appenweiers Bauamtsleiter Uli Brudy eine von der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland gleichermaßen verfolgte gesellschaftspolitische Aufgabe. Es werde angestrebt, so Brudy am Montag im Gemeinderat, bis Januar 2022 für die in ihrer Mobilität eingeschränkten ÖPNV-Nutzern einen hindernisfreien Zugang zu verschaffen. Eine barrierefreie ÖPNV-Nutzung sei aber nur dann gegeben, wenn die Haltestellen-Infrastruktur und die Beschaffenheit der Fahrzeuge gemeinsam den Anforderungen entsprechen. 
Für Fahrzeuge seien die Verkehrsunternehmen zuständig, für die Haltestellen-Infrastruktur die Straßenbaulastträger – innerörtlich also die Kommunen, informierte Enrico Strauch vom Ingenieur-Büro Zink in Lauf über die Rahmenbedingungen, die gesetzlich verankert sind.
In der Gesamtgemeinde Appenweier gibt es 24 Bushaltestellen und Haltepunkte. Im Nahverkehrswegeplan des Ortenaukreises von 2016 sei ein Zwischenziel notiert, nach dem bis Januar 2022 zunächst mindestens eine Haltestelle in jeder Ortschaft barrierefrei umgestaltet sein müsse, erklärte Strauch. Mit einer Fortschreibung des Plans sei nach fünf Jahren, also 2021, zu rechnen. Es sei aber nicht absehbar, welche Haltung zur Barrierefreiheit mit Blick auf den nahen Termin 2022 eingenommen werde. Schon vor diesem Hintergrund sei eine vollständige Barrierefreiheit im ÖPNV ab 2022 als Zielsetzung zu verstehen, so dass sich die Gemeinde mit diesem Thema beschäftigen müsse. 
Enrico Strauch schlug deshalb vor, die umzugestaltenden Haltestellen mit dem Landratsamt abzustimmen. Nach erfolgter Auswahl würde eine Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für die Einreichung des Fördermittelantrags erstellt. 

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Mögliche Planung

Planer Strauch präsentierte schließlich am Beispiel der Haltestellen »Bahnhof« und »Schwarzer Adler« die mögliche Planung und konfrontierte Ratsgremium und Verwaltung mit einem geschätzten Kostenrahmen. Auf rund 35 000 Euro (brutto inklusive Baunebenkosten) schätzt Enrico Strauch die Umgestaltung der Haltestelle Bahnhof in nördlicher Richtung, für die Haltestelle Südrichtung auf rund 40 000 Euro. 
Als etwas problematischer bezeichnete er die Umbaumaßnahme der Bushaltestelle »Adler« in der Ortsmitte. »Diese erfordert einen intensiven Planungsprozess«, so Strauch. Trotzdem wird nach Schätzung des Planers der Kostenrahmen bei 35 000 Euro liegen, weil diese Haltestelle kürzer sei als die beim Bahnhof.
Auf Nachfrage aus dem Gremium muss die Gemeinde die Kosten für die Umgestelung nicht alleine stemmen. »Es gibt Fördermöglichkeiten«, antwortete Enrico Strauch und wurde von Bürgermeister Manuel Tabor bestätigt. 
Ratsherr Ludwig Kornmeier  forderte die Verwaltung auf, in Kontakt mit der Gemeinde Willstätt und der Stadt Kehl zu treten. »Die sind bei der Barrierefreiheit schon recht weit.« 
Vom Ratsgremium wurde die Verwaltung schließlich beauftragt, mit dem Landratsamt Ortenaukreis, dem Behindertenbeauftragten und den Verkehrsunternehmen gemeinsam die notwendigen Haltestellen in Appenweier, Urloffen und Nesselried festzulegen.  2019 sollte dann eine Entwurfsplanung mit Kostenschätzung als Grundlage für einen Fördermittelantrag folgen. »In diesem Fall wären dann 2020 und 2021 erste bauliche Maßnahmen möglich«, ist Bürgermeister Manuel Tabor zuversichtlich. 

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