Fast 280 Jahre alt

Historische Glocke läutet für Verstorbene in Fautenbach

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 2 Minuten
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11. Juli 2019

Ortsvorsteher Gebhard Glaser, OB Klaus Mutttach und Pfarrer Joachim Giesler (von links) bei der Einweihung der historischen Fautenbacher Glocke auf dem Friedhof. ©Michael Karle

Mit einem feierlichen Einweihungsakt erhielt die historische Fautenbacher Kirchenglocke am neu gebauten Turm auf dem Friedhof ihre künftige Bestimmung. Der Segnungszeremonie folgte das erste Läuten nach etwa 50 Jahren.

»Die Älteren haben die Glocke noch in Aktion erlebt. Einst drohte ihr der Diebstahl, 2015 hat Silvia Bold das wertvolle Instrument der Ortschaft geschenkt. Architekt Gerold Bruder hat den Glockenturm geplant, die Leader-Region Ortenau und die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau haben den größten Teil der Kosten übernommen«, führte Gebhard Glaser an seinem letzten Tag als Ortsvorsteher Eckdaten des Werks an.

Ein guter Tag fürs Dorf

Entschieden hatte der Ortschaftsrat, dass die 1746 in Straßburg von Glockenbaumeister Matthias Edel gegossene Glocke auf dem Friedhof künftig für alle Verstorbenen und ihre Angehörigen läuten soll. »Das ist ein guter Tag für unser Dorf«, dankte der Ortsvorsteher vielen Engagierten. OB Klaus Muttach lobte die guten Bahnen, die das Engagement gefunden hat und dass auch der höhere Aufwand gemeistert werden konnte. »Und für Gebhard Glaser bringt dieses Projekt einen wundervollen Abschied«, gratulierte er.

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Gerold Bruder erinnerte ans Projekt und überreichte dem OB die Schlüssel zum Geläute. Zehn Gewerke waren dafür auszuschreiben. Pfarrer Joachim Giesler sprach den Segen über Turm und Glocke. Die alte Glocke sei jetzt ein Zeichen der Hoffnung beim letzten Abschied.

Mit einem Fingerdruck setzten OB, Ortsvorsteher und Pfarrer die Glocke gemeinsam in Betrieb. Zahlreiche Bewohner gaben dem ersten Läuten ihre Aufmerksamkeit. 

Für die Leader-Aktionsgruppe erläuterten Geschäftsführer Ulrich Döbereiner und Edgar Gleiß, dass man die notwendigen 22 000 Euro in eine friedliche Zukunft gerne investiert hat. Klaus Stroh gratulierte für die Sparkasse zum gelungenen Werk. Die Stiftung hatte 15 000 Euro gegeben.

Musikalisch gestaltete das Ensemble Wolfgang Mark, Manfred Burgert, Fabian Sucher und Richard Sucher vom Musikverein Fautenbach die Feierstunde mit feinen Chorälen, ehe Gebhard Glaser einlud, aufs Werk anzustoßen.

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