Achern / Oberkirch

Hitlers Bunkertechniker lebte in Achern

Autor: 
Michael Krug
Lesezeit 2 Minuten
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07. Oktober 2004
Erstaunen im Kino: In dem viel beachteten Streifen »Der Untergang« über die letzten Tage im Führerbunker spielt Oliver Stritzel den Acherner Johannes Hentschel. Hentschel war Cheftechniker im Führerbunker in Berlin.
Achern. Kinogänger in Achern haben derzeit am Ende des beklemmenden Films »Der Untergang« ein seltsames Erlebnis. Im Abspann kommen die Mitwirkenden, der engste Zirkel um Adolf Hitler, noch einmal gesondert vor. Auch der Cheftechniker des Führerbunkers, Johannes Hentschel. Und dort ist zu lesen: »Gestorben in Achern.« Auch wenn die Angabe nicht ganz korrekt ist – man reibt sich unwillkürlich die Augen. Ein Mann aus dem engsten Umkreis um Adolf Hitler kommt aus Achern? Nicht ganz. Geboren ist Johannes Hentschel am 10. Mai 1908 in Berlin. Seine letzten neun Lebensjahre verbrachte er in Achern. 1973 zog er in die Bert-Brecht-Straße. Am 27. April 1982 starb er in Bühl. Begraben liegt er auf dem Acherner Friedhof. In dem Grab liegt auch seine Frau Grete Hentschel, die 1992 starb. Für die Technik zuständig Hentschel war Cheftechniker in dem rund 250 Quadratmeter großen Führerbunker in Berlin, die sich auf etwa 20 Räume verteilten. Er war für Belüftung, die Strom- und Wasserversorgung und sämtliche anderen technischen Leistungen verantwortlich. Als einer der wenigen erlebte Hentschel das Eintreffen der Roten Armee. In Bernd Eichingers Filmbuch »Der Untergang« steht, dass Cheftechniker Hentschel am 2. Mai 1945 zwölf Frauen der Roten Armee Eintritt in den Bunker verschaffte. Die waren heiß auf das Zimmer von Eva Braun, der Frau Adolf Hitlers. Dort fanden sie, was sie wollten: Unterwäsche. Kurz darauf kamen auch Soldaten der Roten Armee, denen Hentschel laut Buch die letzten Stunden und die sich überstürzenden Ereignisse im Führerbunker erzählte. Im Film wird Hentschel von Oliver Stritzel gespielt. Stritzels Karriere begann 1986 in »Das Boot«. Seine bekannteste Fernsehrolle ist wohl die des Landpolizisten Kalle Küppers im »Polizeiruf 110«. Für eine dieser Rollen bekam er 1996 auch den Grimme-Preis.

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